Ageism und Feminismus mit Gretas Männern und Judith Reusch
Shownotes
Wie streng gehen wir eigentlich mit den Leben der Frauen um, die vor uns da waren. Auch mit denen, die in unserer eigenen Familie sind? Auch die, die wir mit Kittelschürze und ausgelatschten Pantoffeln in Erinnerung haben? Welche kleinen feministischen Kämpfe haben sie gekämpft? Welche Träume für ihre Leben hatten sie? Judith Reuschs Buch "Gretas Männer"(*) hat mich zum Nachdenken gebracht - obwohl oder weil es als Belletristik Buch daher kommt. Und genau so war es auch von der Autorin beabsichtig. Hör mal rein.
Judith Reusch ist Autorin und freie Dozentin. Mehr über sie erfährst du auf ihrer Website.
Ihr Roman "Gretas Männer" ist 2026 im List Verlag erschienen. (*)
Die Leserinnen ist der Buch Podcast über feministische Bücher. Für alle, die gerne lesen und lesen lassen. Es geht sowohl um Sachbücher und als auch Romane - feministische Literatur und Werke, die einen Impact auf die Gleichberechtigung haben können.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Was ziehst du aus der Lektüre von Büchern raus?
00:00:03: hinterher so, wenn das Buch abgeschlossen ist?
00:00:06: Welche feministischen Gedanken werden bei dir
00:00:09: losgetreten?".
00:00:10: Greta's Männer von Judith Reusch kommt als Velletristikbuch daher und ich kann es dir nur wärmstens ans Herz legen.
00:00:17: Als Easy Read im Urlaub.
00:00:19: also falls Du nochmal wegfahren möchtest nimm doch dieses Buch mit.
00:00:24: Es kommt so leicht daher und ließ sich weg wie nix, aber es hat in mir schon einige Gedanken in Gang gesetzt.
00:00:31: Zum Beispiel zum Thema Ageism – Wie streng gehen wir mit Frauen um die Eltern sind als wir?
00:00:38: Und auch mit den Leben dieser Frauen.
00:00:40: Wie gehen wir mit den Lebenslinien der Frauen um, die vor uns da waren?
00:00:45: Vielleicht auch in der eigenen Familie.
00:00:47: Das war ein vielleicht keine außergewöhnlichen Leben wie hier in diesem Buch.
00:00:51: Vielleicht ganz einfache aber trotzdem gab es dort ganz kleine feine feministische Kämpfe und die wahrzunehmen ist auch unsere Aufgabe.
00:01:00: Ich habe also viel nachgedacht nach diesem Buch.
00:01:03: Es hat viel in mir in Gang gesetzt und deshalb habe ich auch die Autorin eingeladen.
00:01:08: Judith Reusch ist also heute meine Gästin bei den Leserinnen!
00:01:14: Das hier ist ein Podcast, der völlig unabhängig agieren kann – das heißt kein Verlag kann für Geld hier ein Buch platzieren.
00:01:21: und damit es so bleibt bin ich auf dich angewiesen.
00:01:25: Wenn dir der Podcast gefällt dann leite ihn doch weiter an Menschen von denen du denkst dass sie auch Spaß haben könnten.
00:01:33: Und wenn der Podcast dir so richtig gut gefällt, dann überleg doch mal ob du mich vielleicht, naja einmal im Monat vielleicht auf eine virtuelle Tasse Kaffe einlädst.
00:01:44: Schau mal in mein Steady-Account.
00:01:47: da gibt es Pakete in allen Größen auch ganz kleine, auch sozusagen im Gegenwert eines Cafés den ich mir natürlich nicht kaufe sondern das stecke ich alles wieder in dem Podcast rein.
00:01:59: Wenn du dann Unterstützerin bist, dann wirst auch Du am Ende jeder Podcast-Folge genannt und auch in allen Newslettern.
00:02:08: Ganz am Ende hörst Du auch in dieser Folge alle Menschen die diesen Podcast unterstützen und an die jetzt – genau jetzt eine ganz große Packungliebe rausgeht!
00:02:35: Mein Name
00:02:35: ist Christina.
00:02:37: Viel Spaß beim Hören!
00:02:49: Judith, herzlich willkommen im Podcast die Leserinnen.
00:02:52: ich freue mich sehr.
00:02:53: das ist nicht unser erster Anlauf bei dem wir versuchen uns zu treffen aber jetzt hat es endlich geklappt.
00:02:58: Herzlich Willkommen.
00:03:00: Ja ich freu mich sehr dass ich hier sein darf.
00:03:02: Es ist für mich eine Premiere.
00:03:04: Ich bin zum ersten Mal in einem Podcast.
00:03:06: Ich bin total aufgeregt.
00:03:08: Da freue
00:03:09: ich mich dass sich dein erstes mal sein kann.
00:03:13: Du hast ein Buch geschrieben, dass ich weggesnackt habe wie nix.
00:03:17: Also wirklich einen Page-Turner, wie man so schön sagt und indem ich durchaus auch feministische Aspekte für mich rausgelesen habe mit denen ich gerne mit dir sprechen wollte.
00:03:28: Und eigentlich wurden wir gar nicht soweit voneinander entfernt und wollten uns in echt treffen.
00:03:32: aber diesen Kaffee in echte müssen wir leider nachholen.
00:03:35: Wir treffen uns heute digital Weil wir es uns nicht zeitlich hingekriegt haben.
00:03:40: Dein Roman heißt Gretas Männer ist im Februar bei Ulstein erschienen, also Februar zwanzigundzwanzig für alle die diesen Podcast vielleicht viel später erst hören und Es geht um Greta Die auch die Bienenkönigin genannt wird.
00:03:57: schwarze Witwe hätte auch sehr gut gepasst.
00:04:00: Und Greta war fünfmal verheiratet und wird von ihrer Familie total gemieden weil ihr abgesprochen wird, dass dieses Leben das sie geführt hat ein richtiges Leben war.
00:04:17: Kann man das so sagen?
00:04:19: Ja es wurde ihr zumindest mal unterstellt, dass sie nicht tief genug liebt.
00:04:25: Es wurde ihr unterstelt, dass die Männer wechselt wie Handschuhe und unterstellt nicht, in Tee da zu sein.
00:04:33: Also man bezeichnet sie eben in der Familie auch als Sibinenkönigin, deren Männer kurz nach der Paarung sterben also eine Frau die Männer verschlingt mehr oder weniger.
00:04:48: Das wird ihr vorgeworfen und deswegen hat keiner mehr Kontakt zu dieser Frau oder hält keiner mehr Kontakt zu dieser den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen und genau.
00:05:04: Und ich fand das ganz krass, weil bei mir da viele Glocken angesprungen sind.
00:05:10: zur Themen über die noch gar nicht so viel nachgedacht habe muss ich sagen Ich habe so eine kleine Lesestelle, das ist immer ein bisschen seltsam für Menschen die AutorInnen sind und im Podcast sind.
00:05:21: Weil ich bringe immer was mit, was eine Lieblingsstelle von mir ist.
00:05:24: Okay?
00:05:24: Ich bin
00:05:25: gespannt!
00:05:26: Normalerweise lesen ja die Autorennen aber ich hab an der Stelle dabei, die finde ich das ganz gut auf den Punkt bringt Auf Seite dreiundvierzig fünf Ehemänner Und du wundert dich dass man über dich spricht.
00:05:40: Dass man über mich spricht, wundert mich nicht.
00:05:42: Dass man schlecht über mich sprecht schon!
00:05:44: Ich habe die ersten vier Jahre weder im Schlaf erdrosselt noch vom Balkon gestoßen oder mit Asen vergiftet.
00:05:51: Sie sind gestorben.
00:05:52: Traurig genug, oder?
00:05:54: Muss man sich dann über mich das Maul zerreißen?
00:05:57: Kann man meine Geschichte nicht eher wie einen tragischen Roman erzählen so nach Allendeart?
00:06:03: Dann erziel du mir doch alles – ich weiß noch gar
00:06:06: nichts!".
00:06:07: Marie hat dir nichts gesagt, weder Gutes noch Schlechtes.
00:06:12: Lola schüttelte den Kopf.
00:06:14: Wie viel Zeit hast du denn heute mitgebracht?
00:06:16: Zwei Stunden!
00:06:17: Dann muss sich Freddy vom Kindergarten abholen.
00:06:20: Das reicht für einen
00:06:21: Mann.".
00:06:22: Da treffen sich Greta und ihre Enkeltochter weil Lola nämlich sich davon nicht aufhalten lässt dass die ganze Familie den Kontakt abgebrochen hat und durch einen wirklich schönen Zufall, den du so schön konstruiert hast.
00:06:38: Den will ich jetzt gar nicht spoilern weil ich fand ihn entzückend finden die beiden zueinander und Greta beginnt zu erzählen Und genau das hat mich so berührt dass diese Greta... Da ist man auch mit der eigenen Voreingenommenheit so schnell dabei Dass sie ein ungewöhnliches Leben geführt hat Und wie sie ja gerade in dieser Stelle auch sagt, ein absolut tragisches.
00:07:04: Ihre Ehemänner sind verstorben und anstatt in Greta einen Opfer zu sehen... ...und jemanden der ein schlimmes Leben hatte aber auch gleichzeitig ein sehr selbstbestimmtes Leben wird sie abgewertet!
00:07:19: Ich finde das schwingt so viel mit, weil ich bin ja ein feministischer Podcast hier... absolute Misogenie, also dass dieser Frau abgesprochen wird eine gute Frau zu sein.
00:07:33: Ganz offensichtlich kann sie ja keine gute Frau sein weil das ist kein gutes Frauenleben und gleichzeitig Altersdiskriminierung, dass auch im Alter da keine Rücksicht genommen wird auf Sie.
00:07:47: Und die Lebensläufe der Frauen, die vor uns waren werden so abgeurteilt.
00:07:53: Das finde ich doch erstaunlich!
00:07:57: Bannenerweise noch gar nie so viel nachgedacht.
00:08:01: Also vielleicht kann ich ein bisschen zur Entstehungsgeschichte von Greta etwas sagen, denn mir ging es ganz genauso wie dir.
00:08:08: Ich habe mir nicht viele Gedanken darüber gemacht aber bin immer wieder mit Situationen konfrontiert worden wo zum Beispiel ich erinnere mich da war ich vielleicht...ich weiß nicht eine junge Frau hat mir die Mein Opa gesagt, dass seine Nachbarin mit über fünfzig ... Also ich selber bin ja nun auch über fünfzig.
00:08:30: Damals kam es mir so vor als sei diese Frau sehr alt gewesen und heute würde ich das jetzt natürlich verneinen aus dem heutigen Blickwinkel heraus.
00:08:37: aber damals kannst du mir vorher sehen ist schon Alt Und diese Nachbar in meiner Großeltern hat noch mal geheiratet im Alter von über Fünfzig Jahren.
00:08:46: und Ich erinnere mich wie mein Opa damals gesagt hat Wieso musst du jetzt noch mal heiraten?
00:08:52: Und das ist so eine Frage, die mich heute ganz ehrlich empört.
00:08:59: Denke, wieso muss man sich denn rechtfertigen als Frau?
00:09:03: Wenn man noch einmal ja sagt zu jemanden.
00:09:07: Wenn man mutig ist, wenn man aufgeschlossen ist einer neuen Liebe einem neuen Gefühl gegenüber dann ist das doch großartig und muss eigentlich einen Bedarf.
00:09:18: keiner Rechtfertigung.
00:09:20: Und jetzt kommen wir zur Geschichte zurück wie ich tatsächlich auf dem Idee gekommen bin, Greta zu schreiben.
00:09:26: Ich kann in der Öffentlichkeit nicht lesen muss man sagen.
00:09:29: also ich kann.
00:09:30: wenn ich lese muss sich das im stillen Kämmerlein tun.
00:09:33: Also wenn ich in der U-Bahn sitze und die Reisen tue dann kann ich nichts lesen.
00:09:41: was mache?
00:09:41: ich beobachte Menschen.
00:09:43: Ich mache das mit einer großen Freude, ich beobachte sehr gerne Menschen.
00:09:47: Als es heute irgendjemand von mir in einer Bahn sitzen, dann muss er sich dessen bewusst sein und wird beobachtet.
00:09:54: Und ich saß in dieser Bahn, ich weiß gar nicht mehr wo's hingegangen ist, und neben mir in diesen vierer Sitzabteil saßen zwei betagte Damen.
00:10:05: die waren schon bestimmt so über siebzig und sprachen über eine abwesende Freundin.
00:10:13: Es wurde mehrfach im Gespräch betont unsere Freundin, sagten sie.
00:10:17: Und diese Freundin zweimal verwittelt hat nun zum dritten Mal geheiratet.
00:10:23: Diese zwei Frauen haben fürchterlich über die abwäsende Freundinnen hergezogen.
00:10:30: Es wurde dieser Frau alles unterstellt.
00:10:32: Sie sei gefühllos, sie sei untreu den Toten bitte!
00:10:36: Den toten Männern gegenüber untreu.
00:10:39: Also... Sie sei habgierig auf das Geld des neuen Mannes aus.
00:10:45: Sie sei oberflächlich liebt nicht tief genug Denn wenn man tief genug libt dann immer über dem Tod hinaus und so weiter und sofort.
00:10:54: Und ich saß da und bekam immer größere Ohren und eine große Wut, weil ich gedacht habe also das in unserer Gesellschaft.
00:11:07: Und wir nennen uns ja fortschrittlich auch Frauen gegenüber fortschrittlich nach wie vor.
00:11:13: diese Meinung besteht dass eine Frau über den Tod hinaus ihrem Mann treu und ergeben sein muss.
00:11:22: Das ist ja schlimm genug, aber dass das unter Frauen und auch Unterfreundinnen auch noch so gehandhabt wird – das hat mich schon einigermaßen entsetzt und mir tat diese abwesende Freundin sehr leid!
00:11:37: Und ich habe mir überlegt, gleichzeitig wie müsste das Leben einer Frau aussehen die über jeden Zweifel ach haben ist?
00:11:46: Die Alldass nicht diese Boxen nicht tickt, die quasi perfekt ist.
00:11:52: Ja?
00:11:53: Und dann habe ich gleich gedacht so und meine Protagonisten da packen wir gleich noch zwei Männer drauf.
00:11:59: drei reichen nicht fünf fünf soll sie haben und trotzdem über jeden Zweifel erhalten sein.
00:12:06: und Ich habe so kam die Idee zu Greta Sie hat sich ja in das darf ich so viel darf ich sagen keiner dieser Männer ist Verschuld von ihr verschuldet gestorben.
00:12:16: es waren alles tragische Todesfälle.
00:12:21: Und ich habe ja nun einige Lesungen hinter mich gebracht mit Greta und neulich saß ich in meistens ins Frauen, die zu den Lesungen kommen muss ich sagen also das wird durchaus auch von Männern gelesen aber die meisten Leser sind leserinnen.
00:12:41: so und bei dieser Lesung war aber ein Herr dabei der der das Buch noch nicht gelesen hatte und er hat sich dann gemeldet und gefragt, wieso sind die denn alle tot?
00:12:54: Was hat die Greta falsch
00:12:55: gemacht?".
00:12:57: Und das ist genau diese Hat sie ihre Männer nicht gut genug gepflegt.
00:13:02: Ich musste dann wirklich schlucken, weil ich gedacht habe, jetzt schau!
00:13:06: Das hast du schon eine über jeden Zweifel erhabene Frau geschaffen.
00:13:11: Ich muss dem Herrn zugute halten... Er hat das Buch ja noch nicht gelesen.
00:13:15: Also er kannte Greta noch nicht quasi.
00:13:17: und dennoch, dass ist der erste Gedanke, den man hat wenn einer Frau die Männer wegsterben was hat sie falsch gemacht?
00:13:24: Und es ist so etwas... Das steckt irgendwie im Denken des Menschen nach wie vor drin.
00:13:29: ich finde das schade also und ich hoffe, dass jemand der Greta Geschichte liest dann sagen kann, ach sie eine an!
00:13:38: Also die hat ja nun wirklich sich nichts vorzuwerfen.
00:13:41: Das hoffe ich, dass passiert.
00:13:44: Mir ging es so, dass ich das Gefühl habe, Greta hat sich nichts vorzuwerfen.
00:13:48: Im Gegenteil, wie sie sagt, ist eine absolut tragische Geschichte und da geht sehr viel um Schuld, wie du schon gesagt hast.
00:13:57: Hat sie die Männer nicht gut genug gepflegt?
00:13:59: Dass sie gestorben sind, ist ja schon absurd genug aber das setzt sich fort in Frauenleben.
00:14:04: War sie nicht nett genug zu ihrem Mann, dass sie geschieden ist?
00:14:08: Weil sie nicht gut genugt zu ihren Kindern, dass Sie nicht wohlgeraten sind?
00:14:12: Am Ende ist es irgendwie immer die Schuld der Frau und das spitzt du extrem gut zu in diesem Buch mit Greta, die einfach so ein außergewöhnliches Leben führt.
00:14:22: Fünf Männer, das sind schon einige!
00:14:25: Ja was mich aber auch beim Schreiden dieses Romans umgetrieben hat war die Frage wie Stark muss eine Frau den gesellschaftlichen Normen, dem was die Gesellschaft von ihr erwartet entsprechen.
00:14:44: Da hat ja Greta nie darauf geachtet.
00:14:48: Sie hat einfach ihr Leben gelebt und hat versucht das so zu tun wie was sie für richtig gehalten hat und was sich für sie richtig angefühlt hat.
00:14:58: Und dann auch die zweite Frage Wie stark muss eine Mütter sich opfern für ihr Kind.
00:15:04: Es ist ja nun auch so, dass sich auch in erster Linie Gretas Tochter von ihr abwendet.
00:15:12: Auch hier wollen wir den Grund dafür nicht verraten aber sie wendet sich ab und unterbricht oder bricht den Kontakt zur Mutter ab.
00:15:23: Nicht zuletzt auch aufgrund dieser familiären Bedingungen denen sie ausgesetzt.
00:15:30: Und auch da gibt es im Chat, wenn ich das so bei Lovely Books oder so mir die Diskussionen darüber anschaue und durchlese.
00:15:40: Es ist schon eine Frage, die sehr viele Mütter auch umtreibt was hat sie denn da ihre Tochter angetan dass sie immer neue Männer angeschleppt hat?
00:15:49: Auch das ist nicht nur die Gesellschaft sondern auch innerhalb der Familie, die Familienmitglieder.
00:15:59: Die auch ähnlich denken und auch denken so jetzt bin ich als Tochter da und habe die Anspruchshaltung dass meine Mutter nach mir neben mir keine weiteren Götter zu haben hat.
00:16:12: Auch das noch ein, ich sage mal einen Thema über das gesprochen werden darf also diese Überlegung zuzulassen als Mutter.
00:16:26: Wie hoch ist der Prozentsatz von mir, als Mensch, der sich nur vollumfänglich dem Kind aufopfert und den Kindeswohl?
00:16:37: Und wie viel Greta, wieviel Eigenbedarf darf ich
00:16:42: zulassen?".
00:16:45: Wobei Greta natürlich irgendwann an dem Punkt ist, ist der Ruf erst ruiniert.
00:16:51: Sie ist gänzlich ungeniert
00:16:52: und was
00:16:54: ihre persönliche Entwicklung total begünstigt.
00:16:57: also Greta macht ja eine ganz große Entwicklung durch.
00:17:01: Wir folgen in dem Buch durch Erzählungen ihres Lebens eben Gretas Werdegang und ihren tragischen Verlusten.
00:17:11: Die entwickelt sich wahnsinnig weiter und das macht so Spaß zu lesen, weil sie – wir sprechen hier von der Frau, die mit Konventionen gelebt hat.
00:17:24: Das können wir uns heute gar nicht mehr vorstellen!
00:17:27: Und die trotzdem es geschafft hat erhobenen Hauptes durch ihr Leben zu gehen, die Chancen des Lebens wahrzunehmen auch für sich immer was mitzunehmen.
00:17:37: Also sie ist ja kein Opfer, sie ist nicht Opfer der Umstände dass sie dann eben allein ist und jemand Neues finden muss und dann ja gut da nehme ich den sondern sie bestimmt ihr Leben selbst und mit jedem Mann verändert sie sich auch.
00:17:53: und da gibt es dieses schöne Bild mit der Kleidung die sich in diesem Buch so findet.
00:18:01: Es war auch Teil von deinem Bloggerpaket.
00:18:04: Ich hatte ja Glück, dass ich sogar ein Blogger-Paket bekommen habe.
00:18:06: Ich bin ein Blogerpaket!
00:18:08: Ich glaube, ich gelde mit meinem Podcast nicht als Bloggerin und ich weiß gar nicht ob ich es gut oder schlecht finde weil alle anderen kriegen immer so voll schöne Sachen.
00:18:15: aber diesmal hab' ich auch super schöne Sachen bekommen mit so viel Liebe zusammengestellt Weil diese... Diese Kleidung Also Stoff hat in ihrem Leben ziemlich schnell eine wichtige Rolle, Stoffe und Mode und die Dinge zu schneidern.
00:18:32: Aber auch ihr Stil verändert sich und man kann praktisch ihrer inneren Veränderung folgen dadurch dass sie sich anders kleidet.
00:18:43: Es ist tatsächlich ... Ich selber habe ja eine große Affinitätsnommode, ich hab auch mal in einer Modefachschule als Dozentin gearbeitet.
00:18:51: Also das ist so eine Thematik die mich natürlich schon auch begleitet der ich mich gerne widme und deswegen habe ich Greta in dieses Milieu gesetzt weil ich mich selbst darin sowohl fühle.
00:19:07: Dieses Stoffgeschäft von dem hier die Rede gibt es als echtes Geschäft.
00:19:15: Hat es das tatsächlich gegeben?
00:19:16: Meine Schwiegermutter, die leider nicht mehr lebt hat so ein Stoffgeschäft besessen.
00:19:22: Und deswegen konnte ich quasi bei der Beschreibung dieses Stoffgescheftes bin ich innerlich im Kopf nochmal vor Ort gewesen in der Vergangenheit zurückgereist und habe mich erinnert wie war denn dieses Stophgeschäft aufgebaut?
00:19:37: Wie ist sie umgegangen mit den Stoffen?
00:19:41: Ich habe mal im Literaturhaus Stuttgart hat Hanelore Schlaffer, sie ist Literaturwissenschaftlerin.
00:19:47: Ich hab bei ihrem Mann vor gefühlten hundert Jahren mal promoviert.
00:19:52: deswegen kenne ich das ehepaar Schlapper sind beide Literatur- wissenschaftler sehr viele kluge Gedanken mitgenommen und Hanelore Schlaffer hat ein Buch geschrieben, das hieß oder heißt alle meine Kleider.
00:20:08: Und da beschreibt sie ihren eigenen Werdegang anhand der Art sich zu kleiden wie sich das bei ihr verändert hat daran zurück erinnert, wie Hanne-Laure Schlaffer dieses Buch vorgestellt hat.
00:20:27: Im Literaturhaus Stuttgart hat sie erzählt ... Sie hat das auch mit so einer Geschichte der Mode verglichen und gesagt, dass es eine Zeit gab im achtzehnten Jahrhundert.
00:20:38: Da gab es für die Frau nicht viele Möglichkeiten ihre eigene Gesinnung auszudrücken außer über die Kleidung.
00:20:48: die Art, wie man den Fächer gehalten hat.
00:20:53: Die Weite des Ausschnitts, des Dekultés – das waren Ausdrucksmöglichkeiten der Frau.
00:21:00: Die Frau hatte selber keine Stimme in der Gesellschaft aber die Kleidung war schon immer eine Art sich selbst auszudrücken und so habe ich bei Greta eben auch versucht ihre Kleidungen immer den gegebenen Umständen anzupassen.
00:21:16: Wobei ich zwischendrin, also es liegt aber daran dass ich gerade eine Freundin habe die mitten im Scheidungsprozess ist und da hab' ich mich zurück erinnert und dachte Es gab so viele Sachen die ich ausgemistet hab als ich mit meinem ersten Mann nicht mehr zusammen war.
00:21:30: Weil ich die gekauft habe weil ich dacht ich möchte Dinge anziehen die ihm gut gefallen.
00:21:35: bei Greta es ist nämlich genau anders.
00:21:37: Die fügt sich in ihr neues Leben ein Und entwickelt ihren Stil weiter und entwickelt sich weiter Und da hat es gar nicht diesen Beigeschmack, den ich jetzt in meinem Kleiderschrank hatte.
00:21:50: Sondern bei ihr ist es wirklich Selbstermächtigung und Weiterentwicklung.
00:21:54: Und vor allem die Greta, die dann Lola kennenlernt, die stelle ich mir so gut gekleidet und so bei sich vor, wie sie auch beschrieben wird... Das ist ein Live-Goal!
00:22:06: Ja ... Ein kleines bisschen ein Vorbild.
00:22:10: Ich wünschte, ich könnte mit über achtzig dann so dastehen, wie ich Greta da stehen lasse.
00:22:18: Also ein hohes Ziel.
00:22:20: eine Dame die einfach sich weiß zu kleiden nicht zu auffällig, dezent genug immer einen Hauch von Eleganz ohne zu überladen zu sein.
00:22:35: also sehr beeindruckend diese Frau und merkwürdigerweise oder was heißt merkwürdigerweise, also ich beim Schreiben eines Buches... Also für mich ist Greta jetzt fast schon kein fiktiver Charakter.
00:22:48: Für mich ist Greta durch das Schreiben und durch diesen Umgang mit ihr fast schon zu einer Person geworden als würde ich sie kennen und dass es etwas sehr schön ist, dass ich zu den Menschen, zu den Protagonisten meiner und Protagonistinnen meiner Bücher eine besondere Beziehung aufbaue und die dann so auch ein Eigenleben bekommen.
00:23:14: Also mich hat während des Schreibensfragen immer wieder meine Kinder, Und wie geht's denn was macht an?
00:23:20: Was wird sie machen oder so?
00:23:22: Ich habe keine Ahnung!
00:23:24: Ich weiß es noch nicht mal gucken was sie macht und das hört sich natürlich merkwürdig an weil ich ja diejenige bin die das schreibt.
00:23:31: aber irgendwie entwickeln die tatsächlich.
00:23:34: dass ist ein ganz merkwürdiges merkwürdiges Phänomen, dass die Figuren ein Eigenleben entwickeln und so als würden sie sich selber in diese Geschichte hineinschreiben.
00:23:45: Und Greta hat sich ein Stück weit auch selbst geschrieben.
00:23:49: Hat sich selber zu dem entwickelt was sie ist oder wurde?
00:23:53: Greta hatte so viele Facetten im Buch weil sie eben so viel Veränderung durchmacht und dann gibt es aber immer die Blenden ins Jetzt wo sie eben sich mit Lola unterhält Und ich dachte so, ja Lola hat noch Potenzial.
00:24:07: Die ist noch jung.
00:24:08: also das ist ein ganz großer Unterschied zwischen dieser unglaublichen Lebensweisen Greta und Lola die fast ein bisschen naiv daherkommt Manchmal auch irgendwie überrascht ist was sie da gerade wieder einreist weil sie das jetzt einfach macht mit ihrer Mutter zum Beispiel mit der sie ganz symbiotisch eigentlich ist.
00:24:30: Da reißt er Kontakt ein bisschen ab, weil die so sauer ist das jetzt die Oma kontaktiert und die geht an viele Dinge so ganz naiv und frisch ran dass man denkt wenn die alles gelesen hat was Greta erlebt hat den Greta schreibt alles auf dann wird auch für Lola das einen großen Sprung nach vorne geben übers Leben verstehen wird.
00:24:58: Aber sie kommt sehr, wie so eine Weiße Leinwand kommt sie daher im Buch?
00:25:03: Also die Entwicklung von Lola ist dann wahrscheinlich was, was am Ende des Buch nach dem Buch wahrscheinlich passiert oder?
00:25:12: Also zunächst einmal diese weiße Leinwand, von der du sprichst das ist ein sehr schönes Bild, ist ja nur in Bezug auf die Greta und zwar deswegen weil natürlich die ... Lola hat ja keine Chance irgendetwas über Greta zu wissen, weil ja in der Familie nicht über Gretha gesprochen wird und es auch kein bis auf ein einziges kein Bild von Greta existiert.
00:25:35: also die Frau ist ausgelöscht.
00:25:37: Insofern ist sie tatsächlich ein unbeschriebenes Platz.
00:25:41: aber ich glaube durchaus dass auch Sie schon im Roman eine Entwicklung durchmacht allein schon die Beziehung zu ihrer Mutter, die ja davor sehr zu Ihrer Mutter Marie, die da vor sehr symbiotisch gewesen.
00:25:56: Es findet ein Abnabelungsprozess statt.
00:25:59: Dadurch, dass Lola nun einfach eine andere Perspektive auf das auf ihre eigene familiäre Vergangenheit erfährt durch Kreta, nabelt sie sich ein Stück weit von Marie ab.
00:26:14: also diese ständigen Telefonate der ständige Austausch hier ist Lola und Marie sind ja am Anfang des Romans eigentlich sehr symbiotisch sehr eng miteinander verbunden und das ist ja so nicht mehr.
00:26:27: Auch die Lola findet im Laufe des Romanens einen Weg ihrer Mutter Paroli zu bieten, einer sehr übergriffigen Mutter.
00:26:36: So viel darf vielleicht verraten werden.
00:26:38: Marie ist sehr manipulativ Und wird auch, also das ist auch so was, was mich sehr belustigt.
00:26:45: Wenn sich dann Menschen über Marie so schrecklich aufregen und sagen wie konntest du eine so böse Brauerschaften?
00:26:53: Ich denke sie ist nicht passéböse, sie ist einfach sehr eigen und sehr nazistisch.
00:26:59: aber ja also Marie wird nicht besonders gemocht in der Bookieszene.
00:27:07: Lola schafft es, sich von dieser Mutter zu distanzieren und da zumindest einen Schritt zurückzugehen.
00:27:13: Und eine andere Sichtweise auf sie.
00:27:15: also diese Abnabelungsprozess findet durchaus statt.
00:27:18: aber ich gebe dir recht am Anfang ist die sehr naiv und sehr einfach auch in Marys Sichtweise gefangen.
00:27:26: und dieser Schritt weg von Marie hin Und die Neugier auf Gretas Geschichte zu sagen so, ich höre jetzt nicht mehr darauf was meine Mutter über Greta zu sagen hat oder vielmehr zu schweigen hat.
00:27:39: Sondern ich schau mir das mal... Ich gehe mal außerhalb dieser Komfortzone und hör mir mal diese Geschichte aus der ersten quasi aus der Ersten Quelle an und höre mal Greta dazu.
00:27:51: dass es ja schon auch der erste Schritt auf die Unabhängigkeit hin hoffe ich wenigstens also hoffe für Lola Ja.
00:28:00: Die ja auch in so einer ganz klassischen weiblichen Lebensphase gefangen ist, die hat gerade ein kleines Baby und der größere geht noch im Kindergarten, die ist immer gehetzt, sie muss immer zu bestimmten Zeiten wieder da sein und ihn abholen.
00:28:13: So ihre Fenster sind ziemlich klein um sich auch Greta zu widmen.
00:28:17: aber sie nimmt sich die Zeit trotzdem.
00:28:19: und natürlich wird dieser Aufprall der Generationen nochmal deutlicher bei Teile des Buchspielen auf einer Demenzstation Und das ist für Lola der totale Geschock.
00:28:31: Sowas hat sie noch nie erlebt, sie weiß überhaupt nicht wie sie damit umgehen soll.
00:28:35: Sie fühlt sich bedroht, sie hat da überhaupt keine Anknüpfung, keine Handlungsvorbilder.
00:28:44: Sie hatte einfach mit alten Menschen und dem enten Menschen noch nie zu tun gehabt.
00:28:50: Und dadurch wird natürlich auch diese Lücke zwischen den Generationen und die Lücke des Verständnisses füreinander so deutlich, weil wenn man nochmal auf Greta zu sprechen kommt.
00:29:03: Eine Frau, die immer wieder heiratet ja was führt sie im Schilde?
00:29:08: Braucht die überhaupt noch nähe braucht die noch Intimität.
00:29:14: Auf dieser Demenzstation wird es noch mal ganz deutlich, wie wichtig das ist.
00:29:17: Egal in welchem Alter man diese Nähe hat – wie auch immer die sich dann darstellen kann.
00:29:25: Aber Nähe ist so wichtig und für Greta so wichtig.
00:29:32: Wobei ich möchte ein bisschen milder mit Marie sein, mit ihrer Tochter Weil es eigentlich ein Leben voller Trauma.
00:29:38: Also, eigentlich sind so viele krasse Schicksalsschläge in diesen beiden Leben und Greta geht da so ein bisschen stoisch auch durch.
00:29:48: Sie sagt so ja gut müssen wir jetzt gucken was als nächstes passiert?
00:29:52: Genau!
00:29:53: Und ich glaube in Marie knallt's dann halt richtig.
00:29:57: also dadurch dass sie einfach als Kind reingeworfen ist in das was da alles passiert in Gretas Leben wirkt dieses Trauma in ihr einfach deutlich stärker, also transgenerationales Trauma.
00:30:11: Die eine die schiebt es einfach weg und die andere lebt aus und hat all diese Verletzungen, dieses verlassen werden.
00:30:21: das trägt sie alles mit sich rum und deshalb leidet sie auch wie ein Hund als Lola sich abwendet.
00:30:29: Das ist schon eine tiefe Geschichte.
00:30:31: Aber ich habe am Anfang gesagt, das ist der totale Page-Turner!
00:30:34: Also man kann es wirklich so weglegen in super Urlaubsbuch auch.
00:30:38: Man kann mitnehmen und so wegläsend jede Seite spannen.
00:30:41: Man hofft, dass schon die nächste Gelegenheit wieder kommt, dass man lesen kann bei mir zum Beispiel abends.
00:30:47: aber wie gesagt Ich bin Gnädiger mit Lola, mit Marie.
00:30:52: Marie hat für mich einen kleinen Softsport und ist ja genau diese Generation dazwischen.
00:30:58: Es ist so die Boomer-Generation, die nicht genau... ich fischt nicht Fleisch.
00:31:03: Immer noch irgendwie gefangen in den alten Konventionen dann teilweise schon an Ansprüchen von Befreiung gemessen.
00:31:13: Die haben den ganzen zweiten Feminismus voll mitbekommen aber sind trotzdem ziemlich konservativ und haben schon klare Rollenbilder.
00:31:24: Es gibt ja oft viel Unverständnis, wir haben oft schon im Podcast drüber gesprochen wie wenig Verständnis da teilweise genau aus dieser Elterngeneration ist für die Leben, die wir jetzt als Jüngere leben?
00:31:37: Also ich gebe dir voll umfänglich recht das was nicht beachtet wird.
00:31:42: bei den bösen Stimmen zu Marie, die auf große Ablehnung trifft wird es häufig vergessen, dass Greta in all diesen Schicksalsschlägen als Erwachsene hat begegnen oder diese Schicksal- schläge als Erwachsenen hat wegstecken dürfen.
00:32:06: Oder müssen!
00:32:07: Während Marie ja ein Kind war und das macht mit einem Kind Ferner noch zusätzlich, Greta hat diese Entscheidungen getroffen für sich und für Marie.
00:32:25: Und Marie musste sie als unfertiger kleiner sensibler Mensch selber wegstecken und damit leben.
00:32:33: Es waren nicht ihre Entscheidungen!
00:32:35: Das ist glaube ich etwas was man was vielleicht ein bisschen außer Acht gelassen wird.
00:32:40: Man sieht jetzt diese Erwachsene Marie, die über Fünfzig ist, die eine erwachsene Tochter hat und kann ihr Verhalten nicht verstehen?
00:32:48: Und ich möchte ... Ich versuche dann immer, eine Lanze zu brechen für Marie.
00:32:54: Weil ich denke ja, man muss sich vor Augen halten, was sie ertragen müssen in jungen, jungen Jahren Stimme ich dir absolut zu.
00:33:10: Und sie ist auch gefangen zwischen dem Tun der eigenen Mutter, ihren eigenen Gefühlen und tatsächlich mehr noch gesellschaftlich.
00:33:21: merkwürdigerweise schaut Marie mehr auf das was die Gesellschaft von ihr wartet als es Greta tut ja also obwohl Sie ja einer jüngeren Generation angehört.
00:33:34: Aber manchmal nimmt man ja auch Schaben auf für Dinge von Eltern, für die sich gar nicht schämen.
00:33:40: Aber man selber findet es ganz unangenehm zu ganz kleine Sachen können das sein und dann machen wir uns genau anders als die Eltern das gemacht haben.
00:33:50: Ja!
00:33:51: Und das ist auch etwas was im Buch... Es gibt eine Stelle bei der auch dediziert gesagt wird, da kommt Marie selber zu Wort und sie sagt ich werde es auf keinen Fall so machen wie meine Mutter.
00:34:04: Also dieses nicht aus sich selber heraus agieren zu wollen, sondern zu sagen egal was es darf aber nicht so sein wie meine Mutter agiert hat.
00:34:16: Und das ist etwas... Das ist natürlich traurig, aber das haben wir auch nicht immer im Griff.
00:34:20: Manche Entscheidungen kommen eben aus dem Bauch heraus und werden halt so getätigt.
00:34:28: Aber dieses Buch Das kommt so locker-flockig durch die Vordertür und hinten raus, stößt es so viele Dinge an.
00:34:38: Und ich habe gesehen das ist ja auch nicht dein erstes Buch.
00:34:40: Das ist dein dritter Roman der schon erschienen ist.
00:34:43: Die anderen haben ja durchaus auch total feministische Themen.
00:34:47: Da geht's um Mental Load, da gehts um deine Geschichte würde ich jetzt mal tippen im ersten Buch aber... Darum kann es einen, wenn man dich kennt als Autore nicht überraschen dass dieses Buch hier noch ein feministischen Aspekt hat.
00:35:05: Aber in der Vermarktung finde ich vom Verlag haben sie das beflissendlich vermieden und haben gesagt Das ist ein wunderbarer Frau und Roman lest ihn.
00:35:14: Es geht fünfmal um die große Liebe aber das spoilere ich schon mal.
00:35:17: Das ist nicht fünf Mal die große Liebe wobei es ist nicht immer die liebe zum Mann Die sie zum heiraten bringt ja aber es ist eigentlich fünfmal die große lieb.
00:35:27: Und ich habe auch noch mal das Wort Altersdiskriminierung nachgeschlagen im Internet.
00:35:33: Das Internet bezieht sich die ganze Zeit auf Beruf, auf Schönheit aber viel weniger darauf wie sich Leben entspinnen.
00:35:44: dass man zum Beispiel im Alter noch verrückte Dinge tut und dafür diskriminiert wird oder dass man ein Recht auf Sexualität hat Genau das ist ja der springende Punkt.
00:35:55: Es wird Geräte abgesprochen, dass sie noch irgendwie Spaß haben sollte im Leben nachdem ihr erster Mann verstorben ist und als ich knalljung und man denkt nur so wer leben geht doch gerade erst los.
00:36:06: aber es ist genau das was hier abgesprochen wird.
00:36:09: wir haben so oft schon in buch klub hier und auch im podcast über das perfekte opfer gesprochen.
00:36:15: Frauen können es einfach nie recht machen.
00:36:18: Also das perfekte Opfer, das war vor allem zum Beispiel im Zusammenhang mit Vergewaltigungen.
00:36:24: also wie verhält sich eine Frau richtig nachdem sie vergewaltigt wurde damit sie ein richtiges Opfer ist?
00:36:31: Sie darf nicht zu gefasst sein, sie darf aber nicht zu aufgelöst sein.
00:36:34: Sie sollte am besten nicht die Therapie vor der Anklage machen.
00:36:39: Das hat irgendwie auch Aspekte und am Besten ist sie eigentlich wenn sie tot ist.
00:36:45: Und für Greta wäre es eigentlich auch am besten gewesen, sie hätte eigentlich all das abgeschnitten und man gesellschaftlich akzeptiertes Leben zu führen.
00:36:53: Hätte sie eine nette Witwe sein sollen.
00:36:55: aber sie war zu hübsch und zu schlau und Sie hatte auch noch vor was vor im Leben und hat einfach nicht mitgemacht und hat sich vor allem auch beruflich total entwickelt.
00:37:07: ich finde Wenn man über Greta spricht, muss man auch noch mal sagen.
00:37:11: Das ist nicht eine Frau die sich ihrem Leben ergeben hat sondern die immer selbstständiger wurde und immer kreativer und immer freier gelebt und gearbeitet hat was ich irregut finde.
00:37:23: Ja also sie macht tatsächlich ein sehr sehr großen auch ne sehr große berufliche persönliche Entwicklung Und Die Idee dass eine frau das tun kann hat mir sehr gefallen, weil ich glaube dass solche Frauen sehr selten sind.
00:37:44: Wir sind viel zu häufig dann doch noch in diesem Denken bleiben im Denken verhaftet.
00:37:50: wie kann ich es denn möglichst allen recht machen?
00:37:54: zwar haben wir im Hintergrund im Kopf diesen Satz Ich kann's nicht jedem Recht machen aber wir tappen in diese Falle ja gut dann wenigstens möglich spielen.
00:38:06: Ja, also dieser Schaden an dem Ansehen von außen der muss möglichst gering gehalten werden.
00:38:15: Und das ist schon eine Denke die ich den Frauen mehr zu mehr bescheiniger als in Männern.
00:38:23: Also dass es im tagtäglichen Umgang ob jetzt mit meinem eigenen Mann oder mit den Männern, mit denen ich halt beruflich oder auch in der Großfamilie zu tun habe.
00:38:36: Die sagen dann, wenn ich als Bedenktenträgerin sage ja aber das kann ich doch nicht machen, dann kommt immer so der Satz Wieso nicht?
00:38:43: Mach's doch einfach!
00:38:44: Also das ist so dieses... So wäre ich eigentlich auch ganz gerne.
00:38:49: es finde ich ganz toll und deswegen hab' ich die Greta so sein lassen.
00:38:54: Ich finde, das dürfen wir uns gerne vornehmen.
00:38:58: Etwas mehr dieses... Das fühlt sich jetzt gut an!
00:39:01: Das mache ich jetzt ja und ich bin niemanden darüber Rechenschaft schuldigt Und ich bin auch für die Meinung, die die Welt von mir hat nicht vollumfänglich selber verantwortlich Nicht für alles was man tut und worüber sich dann Die Umwelt um mich herum eine Meinung bildet Bin ich verantwortlich haben sich auch sehr viele in Gretas Roman, in Grettas Umfeld eine Meinung über sie gebildet die aber überhaupt nicht gerechtfertigt ist.
00:39:31: und das ist etwas womit der Roman immer wieder spielt mit der Perspektive von Greta und der Perspective von außen.
00:39:38: Wie sieht denn die Umwelt?
00:39:40: Ihr tun wie wird sie wahrgenommen von Außen?
00:39:42: und da gibt es sehr große Diskrepanzen.
00:39:46: Und das Zweite, was du auch angesprochen hast, hat das Thema Erinnerung oder vielmehr Demenz der Umgang mit Erinnerungen.
00:39:55: Diese sehr große Subjektivität von Erinnernungen also das woran wir uns erinnern ist ja schon sehr selektiv und die Art der Erinnererung ist auch sehr subjektiv.
00:40:06: so werden auch Dinge im Roman ein und die gleiche Begebenheit unterschiedlichen Menschen anders erzählt, weil anders wahrgenommen und anders erinnert.
00:40:18: Und das alles kann Gipfeln eben in dem kompletten Verlust der Erinnerung wie wir das beim letzten Mann von Greta, der an Demenz erkrankt ist deswegen auch diese Demenzstation feststellen dass es also auch Gipfeln kann in dem Komplettenverlust dessen woran die uns erinnern.
00:40:41: Das war mein zweites großes Thema.
00:40:44: Einmal die Emanzipation und dann die Subjektivität der Erinnerungen.
00:40:50: Ja, vor allem ist so interessant.
00:40:53: Während Greta's Leben zerbricht immer wieder wird sie beneidet von Menschen.
00:41:00: Und das finde ich so absurd!
00:41:03: Das ist so absurd dass es dann eben in diesem Blick von außen Da zitierst du dann sozusagen Menschen aus ihrem Umfeld, ganz smart eingeflochten in die Geschichte.
00:41:17: Da haben die Menschen das Gefühl, sie ist ja etwas Besseres trotzdem.
00:41:22: Dabei ist sie gerade absolut am Boden zerstört und hat ihr Leben praktisch verloren und alles was sie an Zukunft so vor sich gesehen hat.
00:41:35: Und es gibt Menschen, die dann sagen ja aber ... Die arbeitet jetzt in dem anderen Laden und eigentlich hat ihr Abitur.
00:41:41: Und die hat ja nur schöne Augen gemacht.
00:41:44: Das ist ja alles.
00:41:45: nur Zufall, dass sie das alles kann!
00:41:49: Es ist ganz verrückt!
00:41:51: Und die Frage ist eben bei dieser ganzen Schuldzuweisung ob da nicht auch der Night mit spielt so wie bei den zwei Freundinnen?
00:41:59: Ich sag's mit Anführungszeichen vielleicht könnt ihr die hören während ich es sage Die Freundinnen, von denen du erzählt hast aus dem Bahnabteil vom Anfang.
00:42:09: Die haben eben auch vielleicht ein Stück weit Neid.
00:42:11: Vielleicht würden die auch gerne in altes Leben zurücklassen und sehen gar nicht die Schmerzen, die das mit sich bringt wenn genau solche Umbrüche kommen.
00:42:20: also aus wie viel Drama und Trauma kommen all diese Frauen, die verwitmet sind um dann eben... wieder Hoffnung im Leben zu haben und wieder Raum neben ihrer Trauer.
00:42:34: Zu finden für einen anderen Menschen, ich meine das ist ja eigentlich großartig.
00:42:38: und statt sich zu freuen sagen die jetzt muss sie noch mal heiraten.
00:42:45: Das ist so diese Altersdiskriminierung dass man also unterstellt Ab einem gewissen Alter hat man auch keine Bedürfnisse mehr zu haben.
00:42:54: Und da hat man dann still in seinem Kämmerlein zu sitzen und Socken zu stricken für die Nachkommen, so ist das Bild!
00:43:01: Und gleichzeitig auch diese Annahme... Also die einzige Rolle, die eine Frau annehmen darf, die ihr nicht streitig gemacht wird und nicht hinterfragt wird, dass es die Opferrolle.
00:43:14: wäre Greta von Anfang an, sagen wir mal der erste Mann gut sehr früh gestorben.
00:43:20: Dann hat man den zweiten gerade so hingenommen aber als der zweite Stab hätte sie spätestens dann sich schwarz kleiden, sich zurückziehen und bis an ihr Lebensende still dahin vegetieren sollen.
00:43:34: Und das wäre eine von der gesellschaft akzeptierte Form der Bewältigung gewesen, der Situationsbewältigung In dem Augenblick, wo eine Frau die Initiative ergreift und sich etwas nimmt.
00:43:49: Diese sich etwas nehmen.
00:43:51: das wird komplett.
00:43:53: also das wird einfach als sehr negativ gesehen.
00:43:56: Eine Frau hat es nicht zu nehmen sie hat zu geben Sie hat zu empfangen wenn ihr etwas in den Schoß fällt, aber sich proaktiv etwas zu erarbeiten.
00:44:05: Sich zu nehmen die Initiative zu ergreifen und zu sagen so ich baue mir hier jetzt etwas aufgeschäftliches oder ich gehe diesen Schritt oder ich wähle einen dritten Mann.
00:44:16: das wird komplett verpönt unabhängig davon ob sie sich schuldig macht oder nicht.
00:44:21: Und das habe ich jetzt auch festgestellt bei den Lesungen zu Gretas Männern dass ihr das nicht so vollumfänglich verziehen wird, dass sie sich fünfmal einen Mann genommen hat.
00:44:33: Obwohl sie keine Schuld daran trägt.
00:44:36: also man hätte glaube ich zwei bis drei Männer aber fünf geht nicht zu viel und das finde ich nach wie vor sehr interessant.
00:44:47: diese Ansicht wir geben vor so weltoffen zu sein.
00:44:54: jetzt hört man wieder die Handwerke bei mir im Keller Entschuldigung Und trotzdem wird das einer Frau nicht zugesprochen.
00:45:03: Das finde ich eine fraurige Erkenntnis, ja.
00:45:08: Wahrscheinlich hört man die Handwerker gar nicht wenn man den Podcast hört.
00:45:12: aber es ist genau der Gedanke, den ich auch gerade hatte dass jetzt habe ich direkt wieder verloren von lauter Handwerken.
00:45:25: Was hattest du gerade noch gesagt vor den Handwerkern?
00:45:28: Dass die Frauen sich etwas nehmen dürfen und dass es ihnen aber nicht wohlmeinend aufgenommen wird.
00:45:37: Ja, und davor hast du nämlich gesagt – das war mein Gedanke!
00:45:41: Wir denken immer wir wären so fortschrittlich, wir denken immer wie werden so aufgeklärt, aber ich finde gerade in so kleinen Dingen können wir ganz oft erkennen wie viel Konvention und wie viele Rollenklischee wir im Kopf haben, die wir nicht einfach abschütteln können.
00:45:57: Und natürlich steigt man als Leserin oder Leser auch in dieses Buch ein und sagt, das ist aber eine komische Geschichte was wie fünfmal irgendwie... Das ist schon ... Man kriegt ja auch als lesende Person alle Seiten sozusagen erklärt und fühlt sich vielleicht manchmal eben auf Maris Seite und denkt so musti der das so antun diesem Kind?
00:46:19: Warum wird das arme Kind da noch mit reingezogen?
00:46:21: Spätestens da hätte sie ja sagen können, ich bin jetzt für immer in diesem Einleben gefangen.
00:46:26: Was soll's?
00:46:28: Aber sie tut es eben nicht.
00:46:29: und sind wir dann so viel emanzipierter und weiter in unserer Gesellschaft?
00:46:35: naja oberflächlich schonen?
00:46:36: aber wenn man ganz kleines bisschen unter der Oberfläche kratzt Und das spürt man selbst beim Lesen.
00:46:42: Wenn man drüber nachdenkt, merkt man wie verhaftet es alles ist.
00:46:46: und da sind wir wahrscheinlich nicht besser als andere Gesellschaften auf der Welt die dann verwittwitte Frauen ausstoßen und echten und eben auch die Rechte von verwitteten oder geschiedenen Frauen massiv beschneiden.
00:47:03: Das machen wir vielleicht nicht Formal so offensichtlich, aber wenn man schaut welche steuerlichen Aspekte bei Alleinerziehenden gelten oder auch bei Verwitteten Augen auf Leute.
00:47:16: Wenn ihr jung, jung verheiratet seid achtet auf eine gute Vorsorge und gute rechtliche Regelungen.
00:47:22: da gibt es ne ganze Podcastfolge dazu.
00:47:25: die verlinke ich sehr gerne in den Show Notes.
00:47:33: Das ist kein gesellschaftlich akzeptierter Rahmen bei uns immer noch.
00:47:38: Das ist was, was auch bitte einfach verschwinden soll.
00:47:42: Dabei sind wir Frauen dann Versorgerinnen und kümmern uns um Familien.
00:47:46: Wir sind Familien ohne Männer und werden aber nicht als solche wahrgenommen.
00:47:53: Und Greta steht ja genau für diese Herausforderung in der Zeit, in der das alles hätte füchterlich schiefgehen können.
00:48:00: also wenn Greta nichts sich selbst ermächtigt hätte, hätte Gretas Leben deutlich anders laufen können.
00:48:09: Deutlich bescheidener und mit geschnittenen Flügeln würde ich sagen
00:48:13: bei
00:48:14: so viel in Greta steckt und das ist einem eigentlich schon gleich zu Anfang bewusst finde ich dass in Greter ganz viel steckt Und dass sie es dann eben auch ausleben kann.
00:48:25: also Ich bin ein Fan von Greta.
00:48:28: Ich bin gespannt, was du als nächstes schreibst.
00:48:34: Ich habe auf deiner Website gesehen, dass du immer so zwei-, drei Romane schon parallel strikst und vielleicht schon einer in der Schublade liegt?
00:48:42: Einer liegt tatsächlich schon in der Shublade.
00:48:44: Genau ein weiterer entsteht gerade!
00:48:48: Ich stehe ja jetzt schon quasi auf oder sitze auf gepackten Koffern... ich fahre jetzt für Ganze sechs Wochen tatsächlich in die Einöde, wo ich zwei Wochen Urlaub machen werde und vier Wochen aber schreiben werde.
00:49:01: Also die sogenannte Neudeutsch-Workation.
00:49:04: Und da freue ich mich schon total drauf hier irgendwie diesen... Wahnsinn auch die Handwerker im Haus und so, hoffentlich werden sie fertig zu entfliehen.
00:49:13: Und dort habe ich dann nichts zu tun außer zu schreiben und da freue ich mich schon sehr darauf was es dann also Ich merke wenn das Gehirn dann mal zur Ruhe kommt und nicht diese tausend Dinge die halt noch getan werden müssen Wenn die dann wegfallen Dann hat mein Kopf dann Zeit um sich auf Neues einzulassen und dann floppen so die Ideen hoch.
00:49:33: Also die Idee zu Greta kam jetzt kleinen Teil tatsächlich auch in diesem Bahnabteil, aber so das große Ganze kam mir dann auch im Urlaub als ich vor vier Jahren, vier Jahre ist es nun her angefangen habe zu Greta zu schreiben und da eben in meinen sechswöchentlichen arbeitsurlaub entfleucht bin.
00:49:57: Ja und deswegen hoffe ich dass es diesmal auch so sein wird und die große Idee kommt.
00:50:04: Das klingt fantastisch, es sei dir gegönnt zu schreiben wie ein Mann.
00:50:07: Wie man so schön sagt?
00:50:09: Fernab vom Alltag und vor täglichen Verpflichtungen schreiben wir einen Mann sechs Wochen lang und du ermächtigst dich genauso begreter und hoffentlich auch wie Lola am Ende des Buchs irgendwann oder nach dem Buch wenn Lolas Leben richtig losgeht mit einem großen Vorbild dem sie sich auch direkt sofort nah fühlt.
00:50:29: Also ich glaube, das ist die große Hoffnung des Buchs.
00:50:32: Sie spürt sofort eine Verbindung zu ihrer Großmutter und auch ein großes Interesse.
00:50:36: Und da gibt es viel was Lola dann aufgreifen kann, glaub' ich.
00:50:44: Ich danke dir sehr!
00:50:45: Ich freue mich total dass wir über dein Buch sprechen konnten.
00:50:56: Bei Ulstein List steht drauf, aber das ist wieder so ein Unterverlag oder?
00:51:00: Genau.
00:51:02: Und es ist wirklich ein großartiger Roman schnell zu lesen superpackend und spannend treu gegliedert mit einem Thema wie gesagt dass ich finde noch nicht so oft zumindest bei mir in der Form angekommen ist und was mich auf eine sehr positive Art zum Denken angeregt hat.
00:51:21: Ich danke dir sehr.
00:51:23: Ich danke dir für die Einladung.
00:51:25: Es war sehr, sehr schön mit dir zu klauen und am Dankeschön!
00:51:31: Wie das hier funktioniert habe ich dir ja am Anfang dieser Podcast-Folge schon erklärt.
00:51:36: Deshalb kommen wir direkt zur Sache.
00:51:38: Die Leserinnen wird unterstützt von Valeri aus Zürich Anna Maria aus Wiesbaden Karin aus Leerte Katrin aus Wildeshausen Patricia aus Berlin Katrin Aus Eichstedt Claudia aus Friedberg Jutta aus Friedberg Anna aus Marbach, Nicole aus Wien.
00:51:56: Anna aus Sulzbach am Main, Silja.
00:51:59: Marin aus Füssen, Gritt aus Berlin, Anja aus Norderstedt, Malene aus Köln, Franzi aus Karlsruhe.
00:52:08: Ingeborg aus Siegen, Turit aus Zürich, Beerrit, Claudia aus Marrbach, Stefanie aus Dülmen-Rorob, Babis aus Wynne, Sandra aus Bielefeld.
00:53:11: Das war der Podcast.
00:53:12: Die Leserinnen.
00:53:14: Redaktion und Moderation Christina Häusler.
00:53:18: Produktion Christina Huisler Musik Berni Meyer.
00:53:23: Danke fürs Zuhören!
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