Alexandra Zykunov über patriachale Kackscheiße und ihr neuestes Buch
Shownotes
Ein Traum wird wahr! Alexandra Zykunov ist zu Gast im Podcast "Die Leserinnen" mit ihrem neuesten Buch "Aber patriachale Kackscheiße darf man schon sagen, oder?"(*)! Was für ein tolles Gespräch über Feminismus, Mutterschaft und die Frage, wie wir unsere Kinder auf eine gute (feministische) Weise in die Welt schicken können.
Du kannst ein Exemplar des Buchs gewinnen. Hör die Folge, finde das Passwort und schicke es an dieleserinnenpodcast@gmail.com. Einsendeschluss ist der 25.10.2026 um 23:55 Uhr.
"Aber patriachale Kackscheiße darf man schon sagen, oder?"() ist 2026 beim Ullstein Verlag erschienen. ()
Mehr zu Alexandra Zykunov findest du auf ihrem Instagram Profil (große Empfehlung) und auf ihrer Website.
Sehr zu empfehlen sind auch ihre Kolumnen auf Spiegel Online.
Alex empfiehlt im Podcast auch das Buch "Mit Kindern über Diskreminierung sprechen" (*) von Olaolu Fajembola und Tebogo Nimindé-Dundadengar.
Für den full circle Moment hör gerne eine der ersten Folgen dieses Podcasts, denn das vierte Buch, über das wir jemals gesprochen haben, war "Wir sind doch längst schon gleichbereichtig" (*) von Alexandra Zykunov.
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Die Leserinnen ist der Buch Podcast über feministische Bücher. Für alle, die gerne lesen und lesen lassen. Es geht sowohl um Sachbücher und als auch Romane - feministische Literatur und Werke, die einen Impact auf die Gleichberechtigung haben können.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ein kleiner Traum wird wahr.
00:00:01: Alexandra Zykunov ist zu Gast im Podcast die Leserinnen mit ihrem neuen Buch, aber patriarchale Kackscheiße darf man schon noch sagen.
00:00:10: Bekenntnisse einer feministischen Mutter.
00:00:13: Ich darf ein Exemplar dieses Buches verlosen das wie ich finde ein sehr gelungener feministischer Erziehungsratgeber geworden ist Mit ganz vielen ganz konkreten Tipps und Hinweisen Wie wir unsere Kinder
00:00:30: mit
00:00:30: auf unseren Weg nehmen können, denn wir sind alle auf dem Weg und erleben und erfahren die ganze Zeit immer neue Aspekte unseres feministischen Lebens oder des Lebens im Patriarchat.
00:00:42: Und da können wir ganz konkret unsere Kinder mittehmen und ihnen die richtigen Wege bereiten in die Zukunft.
00:00:50: Es ist ein Buch mit viel Wut, mit absolut zugänglicher Sprache wie inner immer bei Alexandra Zykonoff und was mir besonders gut gefallen hat.
00:01:02: Das beste Buchende der Welt ist die Überschrift, das stimmt absolut!
00:01:06: Und weil ich es vergessen habe in der Podcastaufnahme zu sagen – Ich hab am Schluss geweint Ich habe Verrührung geweint.
00:01:13: Vielleicht geht es dir auch so, wenn du das Buch gewinnst und es bald bei dir zu Hause liegt?
00:01:18: Alles was du da für tun musst ist den Podcast hören und aufpassen – Was Das!
00:01:26: Passwort ist das Code Wort, das du mir diesmal per E-Mail schicken solltest an dieleserinnenpodcast at gmail.com Wenn dir dieser Podcast gut gefällt vielleicht weil du ein Buch gewonnen hast dann gib dem Podcast doch gerne eine positive Bewertung und leite den Podcast sehr gerne weiter an Menschen von denen du denkst sie sollten diesen Podcast hören.
00:01:57: Die Leserinnen der podcast über feministische Bücher für alle die gerne lesen oder lesen lassen.
00:02:03: Mein Name ist Christina.
00:02:05: Viel Spaß beim hören!
00:02:16: Gespannt und positiv.
00:02:17: gespannt, dass das hier alles technisch gut läuft weil ich tatsächlich vor so zwei Wochen muss sich ein Podcast mehr abbrechen weil die Verbindung so schlecht war bei mir.
00:02:26: Und dann habe ich völlig wütend meinen Internet angerufen und der war da.
00:02:30: Ich dachte sofort, dass das hier total schlecht ist.
00:02:34: Sie müssen blau-blau-blau... Wo ich auch gedacht hab, das war aber schon von einem halben Jahr, hat ein Techniker auch schon gesagt, ja, ich repariere es für sie und jetzt ist es wieder irgendwie für ne Arsch.
00:02:44: Jedenfalls sieht er gut aus, weil ich glaube, es wäre vorher zusammengebrochen.
00:02:48: Die Daumen sind gedrückt, dass die gut hält.
00:02:52: Alles klar!
00:02:56: Das hier ist ein Full Circle Moment.
00:02:58: Denn als der Podcast gestartet hat, gestartet ist war das vierte Buch, dass wir besprochen haben damals noch zu zweit, war ein Buch von ihr und es hieß Wir sind doch alle längst schon gleichberechtigt.
00:03:12: Es kamen im Jahr.
00:03:15: Ich erinnere mich.
00:03:16: Und jetzt wird ein Traum wahr, herzlich willkommen Alexandra Zykonoff bei die Leserinnen im Podcast!
00:03:23: Hallo!
00:03:24: Hallo, vielen Dank!
00:03:25: Ja ich erinner mich dass ihr gleichzeitig quasi mit meinem Buch mehr oder weniger gestartet seid und aus irgendwelchen Gründen – ich weiß es nicht mehr – kamen wir nicht zusammen das erste Mal.
00:03:33: Es war irgendwas terminlich... Irgendwas, irgendwas….
00:03:37: Da war ja auch noch Corona und so oh Gott lauter Lockdowns.
00:03:40: Ich glaube da kamen viele verschiedene Dinge nicht zusammen.
00:03:43: Ich glaube auch.
00:03:44: Und wir sind da gerade erst gestartet und waren noch so sehr in der Findungsphase mit dem Podcast, aber dein Buch war schon ein wichtiger Baustein in unserer feministischen Grundbildung.
00:03:56: Das freut mich sehr!
00:03:58: Und ich glaube auch dass du das für viele bist, dass viele durch deine Bücher einen ganz niedrig-schwelligen, humorvollen Zugang zu Feminismus finden.
00:04:08: Jetzt schreibst du ja... Du schreibst ja Bestseller.
00:04:10: Eigentlich müssten wir dann schon viel weiter sein,
00:04:14: wenn alle
00:04:14: deine Bücher lesen und das alles verstehen und du das so wunderbar aufbereitest und so toll mit Anekdoten und Fakten und Zahlen untermauerst, dass es einem klar wie Klosbrühe wird und man innerlich Blutdruck bekommt, wie du auch immer so schön schreibts.
00:04:30: Da müsste doch eigentlich schon erdrutschartig müsste sich soviel bewegt haben.
00:04:34: Oh!
00:04:34: Man würde ja meinen, ne?
00:04:36: Aber... Es gibt viele Gedanken dazu.
00:04:41: Erstens ist ja ein Bestsellerstatus, das musste ich auch sozusagen erst lernen während ich in diesem ganzen Buchbetrieb Zugange war oder Zugange bin.
00:04:55: Bestsellers unterscheiden sich ja total ob Sachbücher oder Billetristic.
00:05:00: Also Billetristik-Bestseller müssen sozusagen viel mehr verkaufen als Sachbuchbestseller.
00:05:06: Und Sachbuch-Bestseller, also ich kann es ja mal sagen beispielsweise für mein erstes Buch von dem du sprachst.
00:05:14: Das war ja wirklich mit Abstand das erfolgreichste bisher bzw.
00:05:19: egal können wir auch gleich daraufhin sprechen kommen.
00:05:22: und das ist jetzt vier Jahre her wie du schon sagst und das hielt sich, ich glaube mehr als vier Monate durchgehend in der Spiegebästsellerliste.
00:05:31: Und trotz dieses Erfolgs von vier Monate Spiegelbesteiler und es ist schon seit vier Jahren auf dem Markt, wird immer noch als sogenannte Belongseller.
00:05:41: Immer noch viel gekauft.
00:05:43: hat das bis jetzt.
00:05:44: in diesen vier Jahren mit Bestellerstatus wurde es verkauft mehr als fünfzigtausend Mal.
00:05:50: Das klingt zwar total viel aber wenn du fünfzig tausend runterbrichst auch vier Jahre So, alle in Mathe.
00:05:59: Was ist das dann?
00:05:59: Zwölftausend oder was?
00:06:00: Zwölftausend und fünfhundert pro Jahr.
00:06:05: Und also sozusagen, es war im ersten Jahr ein bisschen mehr und dann wurde das immer weniger.
00:06:09: aber bisher sieht das eben diese über fünftig tausend verkaufte.
00:06:12: Das ist zwar toll und das ist zwar super, aber Fünfzigtausende verkaufe Bücher.
00:06:17: zu einem Acht-Million Einwohner und Einwohnerin in Deutschland.
00:06:22: Das könnte vielleicht erklären, warum dieser Erdrutsch bisher ausgeblieben ist?
00:06:26: Ich bin ja bei Gott sei Dank nicht die einzige Und es schreiben ja super viele Es kommen ja einfach extrem viele feministische Bücher auf den Markt aktuell seit Jahren schon.
00:06:34: Und als mein Buch rausgekommen ist, zwanzig zweiundzwanzig habe ich mit meinem Verlag auch viel darüber geredet und sie meinten Sie merken richtig tatsächlich dem Verlagswesen einen Erdrutsch im Sinne von dass die Türen offen sind für feministische Gedanken jeglicher Art.
00:06:50: Von Männern, von Frauen und von migrantischen Frauen, Frauen aus Kalla, von Frau mit Behinderung.
00:06:54: Es gibt ja tausend verschiedene Unterfassetten was Feminismus sozusagen für verschiedene Menschen bewirkt und wie es verschiedene Menschen tangiert oder patriarchale Systeme Menschen mehr faktangieren.
00:07:05: Und das hat mich total gefreut, dass mein Verlag meinte, es ist eben nicht mehr so wie früher so.
00:07:10: Anne wir haben schon eine feministische Autorin Das heißt, wir brauchen nicht noch mehr.
00:07:17: Dass das aufgehoben ist und dass Verlage ganz viele verschiedene feministische Bücher rausbringen mit den verschiedensten Aspekten aus den verschiedendsten Alltagsbereichen sei es Medizin oder Wirtschaft oder Schule oder Job oder Stadtplanung gibt's da einfach tausend verschiedene Bereiche der Erziehung und das freut mich total.
00:07:36: Und da hoffe ich, dass dieser Erdtrug sieg wahrscheinlich nicht so erdrutschartig kommen wird sondern pö-a-pö und ganz sicher nicht nur durch mein Buch sonderlich viele andere Bücher aber das ist Teil davon sein darf.
00:07:46: Das freut sich total.
00:07:48: Wir schreiben ja also du schreibst ja und ich funke sozusagen gegen ein Backlash an.
00:07:53: Das müssen wir uns ja nochmal bewusst machen, außerhalb unserer Babel so denken.
00:07:59: Ich wohne ja ein bisschen ländlich
00:08:02: und da
00:08:03: stößt man noch auf Gedanken auch von Menschen, da denkt man so okay meine feministischen Freundinnen erkenne ich schnell glaube ich.
00:08:13: Das ist wahrscheinlich in der Großstadt etwas anders aber tatsächlich durchdringen das nicht alle Menschen.
00:08:19: Total und ich höre jetzt auch viel im Zuge der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt Erdrutsch-Sieg war und wie gruselig das ist.
00:08:31: Und darüber können wir auch noch sprechen, ein Rechtsrog geht ja immer mit einem antifeministischen Rog einher.
00:08:36: also rechte Parteien sind immer antifeministisch egal was sie erzählen es gibt keine rechte Partei die gleichzeitig feministisches weil sich das alles kontakariert.
00:08:45: und Auch da habe ich in den Analysen jetzt auch viel immer wieder gelesen Es ist überhaupt gar nicht mehr jung versus alt bei dieser Debatte oder Ost versus West bei dieser Debatte.
00:08:59: Oder fast auch nicht mehr, wenn man sich an guckt beispielsweise in Berlin dass die Linke also auch von so gut wie fast allen Männern wie Frauen gewählt wurde bis zu einem gewissen Alter sondern es ist tatsächlich wie du sagst eigentlich müssen wir uns angucken Stadt-Land Weil da, also nur das sozusagen der letzte Status quo, das fand ich ganz interessant in diesen ganzen Analysien.
00:09:22: Das Stadt-Land sich da sehr, sehr unterscheiden und Themen die in einer Stadt bedient werden auf dem Land gar nicht so eine große Rolle spielen oder Themen die auf einem Land ne große Rolle spielt, in der Stadt gar nie so eine grosse Rolle spielen und dass da wo sozusagen so die Schneise durch die Leute geht Und dass wir uns das angucken müssen.
00:09:41: Die kleine Anekdote von dir, ich glaube auch auf dem Land und ich habe viele Freundinnen die aus den Großstädten dann irgendwann mit Familie rausgezogen sind in ländliche Gebiete, die aussagen Oha!
00:09:51: Du in deinem schönen Hamburg längsgrün versifft nach Wunschstrichen feministische Bubbles Dann komm' du mal nach Brandenburg oder irgendwie ne?
00:10:01: Nach irgendwie weiß ich nicht ins Ländliche weiß ich vor Hamburger Vorstädte und so oder Köln, oder München da sozusagen in die Vorstädte.
00:10:13: Ich glaube, da fällt einem auf wie Dolman in seiner eigenen feministischen Bubble doch unterwegs
00:10:17: ist.".
00:10:18: Ja und die feministische privilegierte Bubble, die offensichtlich auch eine gute Bildung genossen hat, liebt offensichtlich feministische Bücher wenn du auch das aus den Verlagen zurückspiegelst.
00:10:28: Und dann kann ich mir das so schön vorstellen, wie das Telefon klingelt bei Ulstein.
00:10:34: Da ist die Alex Zykonoff wieder dran, sie will ein Buch schreiben.
00:10:38: Die Titel ist aber ein bisschen krass und dann sagen alle, egal machen wir!
00:10:42: Die verkaufen sich gut das ist lustig das machen wir.
00:10:45: oder wie läuft es inzwischen?
00:10:46: Also ich meine der neue Titel, aber patriarchale Kackscheiße darf man schon noch sagen kam ja sofort so gut an.
00:10:55: oder hatten die noch Zweifel?
00:10:57: Ja ich liebe auch diesen Titel und ich war genau so überrascht davon dass die den durchgebunken haben.
00:11:06: Das kriegt diese Frage tatsächlich oft, wie drückt man eigentlich so ein Titel durch?
00:11:11: Vor allen Dingen ist er dann auch noch patriarchale Kackscheiße unterstrichen und groß auf diesem Cover in so einem Neon-Rosa, aus so einem neongrün.
00:11:22: Also es knallt wirklich dolle wenn du in den Buchladen kommst und das liegt da, kommst du nicht um eher kurz deine Augen schweißend zu lassen selbst wenn du nicht in der feministischen Bubble bist.
00:11:32: und dann liest du dass sich da ein Buch anschreiten mit Papärchale Kackscheiße!
00:11:36: Und ich liebe alles daran.
00:11:38: und tatsächlich war das Prozedere so, klar kennt der Ulstein Verlag meine Art zu schreiben wie auch der Spiegel, für den ich eine wöchentliche Kolumne schreibe.
00:11:49: Seit über einem Jahr jetzt die kennen auch meine Art zu schreiben und dann gibt es halt immer mal so Anrufe, ja ich weiß Alex ist alles richtig dein Schreibstil und so.
00:11:58: aber können wir vielleicht in diesem dritten Absatz irgendwie das dritte Mal feißen?
00:12:01: Könnten wir es da vielleicht mal rausstreichen mit irgendwas ersetzen wo ich dann immer sage Ja aber guckt euch doch mal die Politik an!
00:12:08: Naja egal.
00:12:08: anderes Thema Und ähnlich war's bei Ulstein.
00:12:10: Die kennen natürlich schon mein Schreib-Stil und wissen, dass ich damit, ich will noch nicht mal sagen polarisiere weil ich darüber reden werde.
00:12:19: Es ist jetzt auch nicht so das es da jetzt irgendwie... weiß ich auch nicht, lauter Fax.
00:12:24: Wobei Fak finde ich jetzt auch nicht so schlimm.
00:12:26: Aber jedenfalls kennen Sie meinen Schreibstil und sie wissen das es aber auch funktioniert und dass das auch anspricht.
00:12:30: und mittlerweile gibt's ja auch in der Literatur Und das habe ich aber auch erst erfahren, dass es was als Terminus gibt vor einem halben Jahr Als ich jetzt hier gelesen habe und durchgesuchtet habe Es gibt ja den Termen Auch in einer Literatur, in einer Frauenliteratur, In der Belitristik, obwohl Frauenliteraturen will ich nicht sagen, aber in der literatur von Frauen für Frauen mit weiblichen Hauptdarstellerinnen.
00:12:53: Das sogenannten Female Rage, dass das wirklich ein quasi eine Nische ist von Büchern also wirklich wütende Frauen mit ihren wütenden Gedanken aufzuschreiben.
00:13:06: und ich habe das so gefeiert als sich diesen Termler weil ich sofort das auf mich angewandt hab und meinte ah!
00:13:12: Ich betreibe meinen Sachbüchern seit vier Jahren female rage.
00:13:16: I didn't know ich kannte diesen Begriff nicht.
00:13:19: Und dann kennt das aber der Verlag sozusagen, mein female rage Schreibstil den ich immer vermische auch mit Humor mit schwarzem Humor damit es nicht nur ganz so destruktiv aggressiv ist.
00:13:30: Dann haben meine Lektoren aus dem Verlag und ich ist sozusagen ping-pong gespielt brainstorming wir könnten mir dieses Buch nennen.
00:13:39: hin und her haben wir uns diese Sätze so hin und her geworfen.
00:13:43: Und meinten, so ja irgendwas wie patriarchale Kackscheiße oder Mama was ist patriarchal Kack-Scheiße?
00:13:48: Oder so angelehnt an dieses Scheiß?
00:13:50: sagt man nicht dann wieder so dieses Ja aber patriarchale kackscheiße darf man doch schon sagen oder?
00:13:57: Und dann
00:13:58: sind wir mit diesem Satz mussten wir uns da so kaputt lachen und das mit dem Satz mehr oder weniger dann so stehen geblieben und waren so ja... Das ist eigentlich geil.
00:14:06: Lass mal aufschreiben.
00:14:07: und meine Lektorin meinte aber, ja lass uns das aufschreien Alex!
00:14:11: Aber ich sage dir jetzt schon es wäre wahrscheinlich ein Working Title.
00:14:15: Das wird's nicht werden.
00:14:16: Die werden wahrscheinlich irgendwann ein bisschen downshiften.
00:14:21: Und dann sind sie... Also nur so funktionieren diese Prozesse auch als Autorin.
00:14:26: Ich bin ja nicht angestellt beim Verlag,
00:14:27: d.h.,
00:14:28: ich bin frei.
00:14:29: Wir besprechen das alles und dann geht meine Liktorin als mein Stellvertreterin in diesen Verlag Konferenzen und pitcht dann halt diesen Titel.
00:14:38: Und dann meinten sie auch zu mir, und alle so wohl Marketing die ja auch ganz anders denken.
00:14:43: Die sind ja dann so verkauft sich das schreckt das die Leute ab?
00:14:47: kriegen wir dann Probleme keine Ahnung bei Amazon?
00:14:50: oder kriegen wir da Probleme bei dem Buch bei den online Buchhändlern weil die dann sagen oh nee das müssen wir denn irgendwie zensieren in Achsomstrichen oder was auch immer?
00:14:58: Oder wird es dann vom Algorithmus irgendwo einsortiert?
00:15:01: bei ich keine Ahnung Verdauung, ich weiß nicht.
00:15:07: Das heißt das spielt alles mit rein.
00:15:08: und trotzdem war Marketing so finde ich super das knallt was machen wir?
00:15:12: Und wirklich auch irgendwie keine Ahnung irgendwelche anderen Instanzen und irgendwelchen juristischen Instancen und dann wirklich hoch bis
00:15:19: zum
00:15:20: Verlagschef und Programmschefs und wie sie da nicht alle heißen oder Chefinn und die waren alle begeistert und meint doch dass knallts und das ist super und das bei Das machen wir.
00:15:31: Und dann ist meine Lektorin zu mir, mit einem Anruf und meinte du die haben das durchgewunken ich schätze denn du heißt jetzt aber Patrouille für alle Klackscheiße darf man schon sagen oder?
00:15:39: Und dann war ich auch kurz so max oh Gott!
00:15:41: Wir haben das noch gar nicht so ernst genommen.
00:15:43: Meinst Du jetzt echt?
00:15:44: Ah ja ok, nein doch doch finde ich es doch gut.
00:15:47: Und so nahm das dann seinen Lauf.
00:15:50: Es passt ja auch perfekt in die Reihe.
00:15:52: Das ist ja dein drittes Buch.
00:15:54: Sind doch alle längst gleichberechtigt, war das erste?
00:15:57: Was wollt ihr denn noch alles?
00:15:58: War das zweite?
00:15:59: Ich finde da passt es hervorragend rein und Pipikaka-Witze funktionieren immer.
00:16:04: Also ich mag das mit meinen Kindern auch gerne!
00:16:07: Und da wären wir auch schon beim Thema.
00:16:09: der Untertitel ist Bekenntnisse einer feministischen Mutter.
00:16:12: Das is die Herausforderung, der wir uns alle stellen müssen.
00:16:15: für viele Erweckungserlebnis tatsächlich, wenn sie dann versuchen Vereinbarkeit zu leben.
00:16:23: Das ist für viele
00:16:24: gerade in Corona war das noch mal so ein Brennglas drauf.
00:16:28: Wenn man auch sonst es vielleicht noch ganz gut gemanagt hat, hat man in Corona das nochmal deutlicher gespürt.
00:16:35: Mutterschaft für viele so einen Moment wo man denkt okay jetzt kann ich sehen wo das System absolut nicht funktioniert
00:16:44: Kann ich sehen, wo die ganzen Bühnen und Feministern herkommen?
00:16:47: Jetzt verstehe ich sie.
00:16:48: Ja genau!
00:16:49: Und du machst ja so ein bisschen den doppelten Stand.
00:16:52: wir sind ja alle noch auf dem Weg und ich habe schon gesagt das ist so.
00:16:56: deine Bücher sind so niedrigschwellig die kann man so wegsnecken.
00:16:59: da hat man muss mal keine Angst vor haben dass es intellektuell einen überfordert weil das jetzt so ein krasses Sachbuch ist was die ganze Zeit nur mit Fakten um sich wirft.
00:17:08: das soll dein Dein Buch nicht schmällern, weil ich hab ja schon gesagt.
00:17:12: Es ist gleichzeitig, wie du schon sagst, es ist fachfaktenreich und studienreich Und das bringt einen total zum Nachdenken, weil man volle Kanne anfängt so seine eigene Herkunft und Sozialisationen und Denkweisen und Denkmuster zu hinterfragen.
00:17:26: Aber es ist in einer Sprache geschrieben.
00:17:28: Ich weiß genau was du meinst.
00:17:29: Das war ja auch total meins.
00:17:31: Es ist in einer Sprache geschrieben, in einer gesprochenen Sprache geschrieben.
00:17:35: Also so wie wir uns jetzt unterhalten ähnlich würde ich es auch verschriftlichen.
00:17:39: Es ist nicht verklausuliert mit dreißigtausend Schachtelwetzen und Fachvokabular oder das Gefühle des Gender-Stands studiert haben um nachverfolgen zu können.
00:17:47: Das ist nicht mein Anspruch.
00:17:48: bei meinen Anspruch Und mein Wunsch ist wirklich dass das alle egal welcher Bildungsstand lesen und verstehen können Egal was sie studiert gelernt oder gar nicht irgendwie Studiert gelernt sondern einfach autodidaktisch Berufen stecken, völlig egal in welchen.
00:18:02: Und dass sie das einfach alle nachvollziehen können weil es gesprochene Sprache ist und dann aber easy erklärt Feminismus-Patrarch hat, votangiert es uns und wir kommen wieder
00:18:11: raus.".
00:18:13: Das ist jetzt so ein bisschen der doppelte Stand.
00:18:15: also so wie ich ja auch eine Leserin bin und mich Buch für Buch den Themen nähere und weiter nähere neue Gedanken fasse und mir Dinge überlege und Sachen verstehe und durchschaue.
00:18:27: Wir müssen jetzt also praktisch zweigleisig fahren.
00:18:30: Also einmal uns selbst weiterbilden, anlernen Patriarchy – das Patriarchat irgendwie aus unseren Systemen kriegen zu versuchen neu und kreativer und freier zu denken.
00:18:41: Und dann müssen wir es gleichzeitig noch nehmen und uns überlegen wie wir unsere Kinder auf die heftige Bahn setzen.
00:18:50: Und das finde ich eine große Herausforderung und ich glaube, es ist ein großer Struggle den viele gerade haben.
00:18:57: also du machst so Pandoras Kiste auf und denkst verdammt nochmal auch das ja bei jedem einzelnen Ding dass du anfasst denkst so nein und dann schaust du die Filme und die sind alle dann fürchterlich schlecht gealtert.
00:19:11: auf einmal.
00:19:12: Du wirst zum Feminist Killjoy machst irgendwie alle Laune kaputt und dann, dann wirst du auch noch so zur Feminists Killjoy Marm.
00:19:20: Also machst auch deinen Kindern so ein paar Sachen naja kaputt ist vielleicht das falsche Wort weil die sind da durchaus hartnäckig.
00:19:27: wir fangen an Glitzer zu hinterfragen blaue Hosen, Hosengrößen hellblau rosa Pokémon Duschgel dass nach Moschos riecht habe ich heute Morgen wieder gedacht Ekelhaft, warum muss mein Kind so riechen?
00:19:42: Das sieht aus wie eine kleine Blume und riecht wie ein Mann.
00:19:45: Komisch!
00:19:47: Und all diese Genderrollen, alle diese Rollenmuster und Aufgaben die damit dann herkommen das heißt wir dröseln es gerade für uns auf in unserem eigenen Leben mit unseren Partnern und dem gleichen Artenzug müssen wir sagen Ja, okay.
00:20:04: Also damit wir unsere Kinder einigermaßen cool in die Zukunft schicken, müssen wir eigentlich die ganze Zeit mit denen auch Dinge hinterfragen?
00:20:14: Ja!
00:20:15: Wow... ja ich weiß.
00:20:18: Ich weiß.
00:20:19: So ging es mir auch und so geht das mir auch.
00:20:22: Und einerseits ist es so niemand hat gesagt, dass würde einfach sein.
00:20:29: Also nobody said it was going to be easy.
00:20:34: Wir reden hier immerhin von etwa fünftausend Jahre alten Denkmustern.
00:20:45: Patriarchalen Systemen, die auf die Menschheit oder die die Menschzeit geformt haben und die Art wie wir leben.
00:20:53: Wie wir zusammenleben.
00:20:55: Die Kleinfamilien das heteronormative.
00:20:58: Die Frau bleibt zu Hause kümmert sich um die Kinder darf nicht arbeiten darf kein Geld verdienen.
00:21:03: je nach Epoche ist quasi ihr Eigentum juristisch gesehen des Mannes.
00:21:08: Der Mann ist aber der Beschützer, der Macher, der Grundherr-Besitzer.
00:21:15: Wie heißt das?
00:21:16: Grundbesitzer, Bauherr, Großherr ... Besitzer von Herrenhäusern.
00:21:22: Also da sind sehr viele Herr in diesen Begrifflichkeiten.
00:21:26: Ist derjenige, der näherer ist und Geld nach Hause bringt, der Starke oder Versorger.
00:21:33: Das ist ja fünftausend Jahre alt dieser Erzählungen!
00:21:36: Und die aufzubrechen bei einem selbst oder noch früher zu verstehen, dass wir immer noch in diesen Zeiten leben.
00:21:45: Das ist ja super schwer!
00:21:47: Also das ist ja wie der Fisch, der irgendwie feststellt... ...das Wasser um ihn herum ist quasi irgendwie verseucht und er hat es gar nicht mitbekommen.
00:21:53: Es gibt auch so einen Spruch.
00:21:56: Irgendwas mit Fischen und irgendwas mit Wasser.
00:21:58: Dass Fische gar nicht checken, dass sie im Wasser sind.
00:22:01: Und wenn das Wasser quasi das Patriarchat ist, dann müssen wir als Fische überhaupt checken, dass wir im Patriarchaten zuständigen leben.
00:22:09: Das allein ist ja schon voll der... wie soll ich sagen?
00:22:15: Voll des Aufwachen, das Awakening und dann auch noch anzufangen, sich selbst kritisch zu hinterfragen.
00:22:23: Wo habe ich diese Rollbilder verinnerlicht?
00:22:26: Wo bin ich in meinem Leben mit meinem Lebenslauch auch patriarchal abgebogen und habe mir vielleicht Kinder bekommen weil ich dachte dass ich sie kriegen muss, weil das zum Frau sein dazu gehört?
00:22:41: Aber wollte ich die überhaupt?
00:22:43: Darf es mich dafür jetzt irgendwie schämen, dass sich das denke, dass ich eigentlich Regretting Motherhood in mir trage.
00:22:48: Dass ich vielleicht diese Kinder gar nicht haben wollte... Bin ich vielleicht mit einem Hetero in einer Hetero-Partnerschaft, obwohl ich eigentlich tiefer mir drin gedacht habe.
00:22:56: Vielleicht bin auch ein Tickenqueer.
00:22:59: Wollte ich eigentlich Karriere machen?
00:23:01: Hab total Bock!
00:23:01: Ich liebe meinen Job und hab das jetzt alles an die Nage gehängt für Kinder und Familie.
00:23:06: Habe ich das wirklich aus freien Stücken gemacht oder wurde da quasi reingetrieben?
00:23:10: Und wann hätte ich irgendwie wie das anders entscheiden sollen... Bin ich selber daran schuld?
00:23:15: Nein, bist du nicht.
00:23:17: Wurde ich da reingetrieben durch Politik und die politischen Maßnahmen um uns herum weil es einfach mehr Geld bringt durch das E-Gattensplitting in einer Familie Wenn sie so gut wie gar nicht arbeitet und eher das Geld nach Hause bringt, wurde ich da reingedrückt durch gesellschaftliche Anforderungen.
00:23:33: Durch Großeltern, Familienfeiern.
00:23:36: Wann ist es denn bei euch mit dem Nachwuchs soweit?
00:23:38: Eine Frau ist nur vollständig mit Kindern.
00:23:40: also dieser ganze Wahnsinn darfst du zu sagen erst mal aufzureißen und zur Hinterfragen für sich selbst Ist ja auch nochmal ein krasser Schritt.
00:23:48: Und dann das, was du sagst.
00:23:49: Dann auch noch den Schritt zu gehen und zu sagen okay wow ich habe es verstanden wir leben immer noch im patriarchalen Zuständen.
00:23:55: Das ist krass das tut weh das ist voll der Gedankenakt.
00:23:58: Dann wo hab ich im Rahmen dieser patriarchalen zustände vielleicht Lebensentscheidung getroffen die ich vielleicht so gar nicht getroffen hätte?
00:24:03: würden wir in dem patriarchal zuständigen Leben?
00:24:05: dass ja auch nochmal ein krasser gedanktes schritt.
00:24:07: und dann noch mal drittens Achso!
00:24:09: Und dann habe ich auch noch Kinder und bestenfalls will ich sie ja davor machen in all diese beiden zu tappen Und wenigstens, dass sie erst Mitte dreißig wäre bis die das alles verstanden haben.
00:24:19: Also bringe ich Ihnen das am besten schon im Kindheitsalter bei und stelle mich wie so ein feministisches Ballwerk gegen diese ganzen Podcasts.
00:24:26: Wahnsinn, Social Media Wahnsinn in physistischer Serien Körperbilder, die alle aussehen irgendwie aus ne?
00:24:35: Wie so'n essgestörten Körperbildervorbildfunktion hier.
00:24:40: So siehst du dann bitte später auch als Mädchen in Scheisse doppelt zero die heute wieder zurückkommen über Social Media und über die ganzen Serien.
00:24:48: Also das dann auch noch zu leisten, während man Parallel- und Bekehrarbeit macht und Tudus und Job und noch Angehörige pflegt und so
00:24:55: ist natürlich
00:24:57: ultra, ultra, ultranstrengend!
00:25:00: Und wie gesagt, niemand hat gesagt es würde einfach sein und gleichzeitig thematisiere ich das aber auch in meinem Buch dass sich doch nicht sagen kann, dass das jetzt schon wieder Aufgabe von meist Frauen Aufgabe schon meist Müttern ist.
00:25:14: Zusätzlich zu diesem ganzen Wahnsinn an Mental Load, Emotion in Load und was es nicht da draußen gibt jetzt auch noch... dieses humanistische Erziehungsarbeit zu leisten.
00:25:23: und gehen wir das nicht besser vor allen Dingen für Familien, die diese Ressourcen nicht haben.
00:25:28: Die Sprachbarrieren haben, finanzielle Nöte haben, die vielleicht allein erziehend sind, die Angehörige pflegen, die einfach aus verschiedensten Gründen, die in der Waldbeziehung leben keine Ressoursen und keine Zeit und Geld und Kraft und vielleicht was sprachbarrierend haben um sich damit auseinanderzusetzen?
00:25:44: Und dann thematisiere ich immer wieder meine Buch Ja, es müsste anders gehen für ganz viele Familien.
00:25:50: Eltern und Mütter, die das nicht leisten können.
00:25:52: Das heißt diese Themen müssen in die Schulen.
00:25:54: Diese Themen müssen an die Kitas.
00:25:55: Diese Dinge müssen in der Politik, in die kultus-Ministerkonferenz.
00:25:59: Es muss einfach ein gesellschaftlich politischem feministischen Ruck geben dass die ganzen Entscheidungsträger und Trägerinnen entstehen.
00:26:11: Das Patriarchat steckt überall und jegliche Gesetze, die wir erlassen müssen im Grunde durch so einen feministischen Check.
00:26:21: Wir müssen checken werden diese Gesetzer dem Feminismus dienen oder werden sie den Patriarchaten dienen?
00:26:28: Und die patriarchalen Rollenbilder weiter zementieren?
00:26:30: Und das müsste man eigentlich immer durchlaufen... Ich meine, dass die Grünen so was ähnliches mal vorhatten.
00:26:36: Dass es einen Gleichstellungs-Check geben sollte in der Abgeordnete Regierung.
00:26:39: Dass jedes neue Gesetz darauf abgeklopft werden sollte, kam dann halt nie.
00:26:42: Wir wissen alle wie das geendet hat.
00:26:44: Aber so ein Herr Helmgehensweise wäre super gewesen.
00:26:47: weil zu einer Frage zurück... Es ist natürlich sehr anstrengend, dass nur im Privaten seinen Kindern alles beizubringen.
00:26:53: Und das kann halt auch nicht das Ziel sein, weil dann ziehen sich die ganzen Systeme ja schon wieder zurück, lehnen sie sich zurück und sagen, oh, es ist nicht unser Bier!
00:26:59: Erziehung ist der Privatangelegenheit.
00:27:01: Wenn du unbedingt für Ministrische ziehen willst, dann mach mal aber wir sind
00:27:04: raus.".
00:27:05: Und so kann's nicht weitergehen.
00:27:06: Also niemand darf da raus sein.
00:27:07: Es müssen alle ihren Beitrag leisten gerade diejenigen, die für die Strukturen verantwortlich sind und dir immer noch verträchtig sind.
00:27:14: Vor allem hatte ich so einen Gedanken und der ist vor einem Systemisch.
00:27:18: Du schreibst im Buch, dass im Alter von drei bis fünf Jahren Kinder alle gesellschaftlich vorherrschenden Vorurteile schon erlernt haben.
00:27:26: Also was ist dick?
00:27:27: Was ist dünn?
00:27:28: Was wird lieber gemocht?
00:27:29: Was is Glitzer?
00:27:30: Was iss Einhorn?
00:27:31: Ich kann hier auch aus Erfahrung sprechen – ich hab sehr kleine Mitbewohner auch!
00:27:36: Und die haben schon im Kindergartenalter das ziemlich schnell wiedergegeben und reproduziert.
00:27:40: Was ist ein Mädchen?
00:27:41: Was jest ein
00:27:42: Junge?!
00:27:44: Da sieht man ja schon, was systemisch alles falsch läuft.
00:27:47: Wenn wir frühkindliche Erziehung als so nice to have haben... Also etwas, was so naja wenn du dir das leisten kannst, dann kannst du dein Kind in den Kindergarten geben oder vielleicht sogar in die Krippe.
00:28:01: Das ist schon sehr teuer.
00:28:01: da würde ich von abraten bis zum dritten Lebensjahr sehr, sehr teurer.
00:28:04: Guck
00:28:04: mal wieder!
00:28:05: Wir sind ja so krank.
00:28:06: D.h.,
00:28:06: Du formulierst an einem öffentlichen Podcast in einem Jahr und fangt sie sechsundzwanzig und ich weiß Also du meinst jetzt natürlich auch ein Stück weit sarkastisch.
00:28:14: Ja, aber es ist schon so!
00:28:15: Man formuliert also zwanzig sechsundzwanzig von einer Mutter an die andere und in den Zuhörerinnen.
00:28:20: Achso hier in Baden-Württemberg würde ich davon abraten sein Kind, den Nikita in die Krippe zu geben weil das zu teuer.
00:28:25: Über sieben Hundert Euro zahlst Du für einen Kind wenn Du's in der Kripe gibst?
00:28:29: Ist ja völlig Gugu Und ähm... Das ist Antifeminismus und keiner schnallt´s.
00:28:35: Und dann hast du also Kinder zwischen drei und fünf, die haben schon alles erlernt.
00:28:40: Wie viel mehr Mühe und Geld müsste man in frühkindliche Erziehung
00:28:44: stecken?
00:28:45: Wie soll man diesen Menschen erklären dass es nicht nur Aufbewahrung ist und die Spielen und Lernen mit der Schere schneiden sondern das ist eine soziale gesellschaftliche Aufgabe.
00:28:57: und es fängt an bei Das ist kein Mädchen oder das ist kein Junge auf der Schaukel.
00:29:02: Sondern schau mal das Kind Schaukelt jetzt fertig.
00:29:05: Dieses Kind schaukelt,
00:29:07: jetzt fertig!
00:29:08: Das sind so ganz kleine Dinge, die von den Kindern dieses Rollendenken einfach wegnehmen.
00:29:15: und mein eines Kind... Gott, jetzt hätte ich mich fast verplappert.
00:29:19: ein eines meiner Kinder kam mit vier, fünf schon aus dem Kindergarten und hat gesagt Mädchen sind blöd.
00:29:29: Ja.
00:29:30: Mädchen ist blöd und ich so
00:29:32: Bitte.
00:29:33: Also, wie kommst du auf die Idee?
00:29:36: Und das andere Kind liebt Glitzer und Rosa und hat jetzt auch in die Hosenverweigerungsphase gegangen ist schon das zweite
00:29:42: Kind in der Familie.
00:29:43: Großartige Wort!
00:29:44: Hosen-Verweigerungssparse.
00:29:46: Ja,
00:29:46: d.h.,
00:29:47: ich kann alle Thermolegins wieder rausholen... Das ist von drei bis fünf.
00:29:53: Da müsste man ja eigentlich sagen, ey und dann ist Hopfen und Malz eigentlich verloren weil die wissen schon genau was sie sein sollen.
00:30:01: Und das erkennt man ja auch wenn wir überlegen wie Kinder sich anpassen Wie wie Kinder gemocht werden wollen Wie ihre Gefühle äußern Dass Jungs wütend sein dürfen Mädchen aber nicht dass Jungs aber nicht weinen sollen Mädchen Aber Schon Unmittelbar.
00:30:23: und das würde so viel verändern, wenn man da mehr Augenmerk hätte.
00:30:28: Warum verdienen Kindergärtnerinnen weniger als eine Lehrkraftsekundarstufe zwei am Gymnasium?
00:30:35: Warum ist es weniger Erziehung was die denen alles beibringen?
00:30:41: Es stecken ja sehr viele verschiedene Aspekte und Fragen auch in deiner Frage.
00:30:46: also zuerst Ich würde gerne, damit nicht sozusagen alle schon so kollektiv sich den Strick nehmen wollen nach diesem Set zu sagen.
00:30:56: Hopfen und Malz verloren?
00:31:00: Ja und nein!
00:31:01: Einerseits ist es tatsächlich so... Und es ist.
00:31:04: diese Zahl habe ich aus dem sehr, sehr guten Buch.
00:31:07: Das kann ich empfehle hier auch.
00:31:08: jedes Mikro in das ich sprechen darf.
00:31:11: mit Kindern über Diskriminierung sprechen ist ein sehr, sehr gutes Buch von Ola-Olu Fajambola und Tboko Nimindi.
00:31:22: Das ist ein gutes Buch weil sie in jedem Kapitel verschiedene Diskriminierungsformen aufdröseln und sagen mit Kindern über Körpersprechen, Fatshaming oder Rassismus sprechen wenn Kinder verschiedene Hautfarben haben, dunkel auf Kala, schwarz-braun.
00:31:45: Dann mit Kindern über Klassismus sprechen wenn einige Kinder weniger Geld haben und die Eltern weniger finanzielle Möglichkeiten haben als andere Mit Kindern über Ableismus sprechen Wenn Kinder Behinderung haben, Sichtare oder mentale gesundheitliche Zustände und so.
00:32:03: Also die Drösen ganz viele verschiedene Diskriminierungsformen auch und erzählen immer wie man diese mit Kindern bestricht, wie man diesen Kinder vermittelt und sie dahingehend erzieht dass sie dann eben antidiskriminierungsmäßig unterwegs sind.
00:32:14: und wenn Sie sowas hören sowas outcalling und so und ja die beiden Autorinnen beschreiben das es Studien darüber geht dass Kinder wirklich zwischen drei und fünf all diese Diskriminierungsform schon verinnerlicht haben.
00:32:27: Sie gehen quasi schon mit diesen Klischees in die Kindergärten oder aus den Kindergärtn, mit den Klischee nach Hause und da gibt es Untersuchungen drüber dass sie mit dickeren Kindern weniger gern spielen als mit dünneren, mit Kindern auf Kala weniger gerne spielen als Mit weißen Kindern, mit Kindern mit Behinderung weniger spielen wollen als mit Kindern ohne Behinderungen.
00:32:47: das ist alles mit denen bei denen schon angelegt.
00:32:49: drei bis fünf aber und deswegen die Hoffnung ist nicht verloren Man kann auf jeden Fall, hat man da noch Einflussbereich?
00:32:56: Auf jeden Fall.
00:32:57: Das belegen auch Untersuchungen.
00:32:58: So das Eltern da einen riesengigantischen Hebel haben, dass pädagogische Kräfte dort auch ein Riesengigantschen Hebel habe.
00:33:06: es ist möglich diese drei bis fünf Vierigen die das alles schon sozusagen verinnerlicht haben Es wieder aus ihnen diese Paträchern denkbar sind aus ihnen wieder heraus zu ziehen.
00:33:16: Es ist auf jeden fall möglich so.
00:33:18: Das ist erstens Weitens, das fände ich auch ganz interessant, schreibt Anne Dittmann was auch eine Autorin ist die sehr viel zu diesen ganzen Erziehungsthemen.
00:33:29: Sie hat einen Sohn gerade auch in Bezug wie wir Jungs erziehen und groß ziehen damit sie nicht in diese Fänge der Manusphäre und toxische Männlichkeiten und so geraten.
00:33:39: Und sie hat auch recherchiert dass beispielsweise dieses typisch Krischeehafte im Kindergarten, was die Kinder da oft haben.
00:33:46: Weil sie sich da... Da entwickeln Sie Ihre Identitätsbildung und verstehen für sich Wenn wir in diesen Binären sind, ich bin ein Mädchen.
00:33:54: Da ist die Mädchengruppe und da fühle ich mich zugehörig.
00:33:56: Ich bin ein Junge, da ist die Jungsgruppe und das fühl ich mich zugehörig, was natürlich auch schon wieder schwierig ist für Kinder, die sich weder noch zugehört fühlen.
00:34:02: Wo gehen sie denn dahin?
00:34:03: Damit fängt es ja auch schon an!
00:34:04: Wenn Kindergärten sowas nicht zur Verfügung stellen, dass sozusagen alle neutral sind und eben nicht rosa oder gelblau, sondern einfach sämtliche Farben und sämtsliche Spielsachen für alle Kinder.
00:34:15: Aber wenn dem so ist... fühlen sich Jungs und Mädchen ihren Gruppen zugehörig oder sie beobachten ganz viel.
00:34:21: Und wenn dann größtenteils da nur Rosa und Glitzer in der einen Gruppe, und Helblau und Bagger in einer anderen Gruppe?
00:34:28: Dann verinnerlichen Sie das Dolle und verteidigen das auch ganz doll nach außen.
00:34:32: Das heißt, in diesem Kindergartenalter werden Kinder ganz oft auch zu diesen größten Verfechtern von diesen Gender-Klischee, Marketingspielsachen und Klamotten.
00:34:41: aber das löst sich im Laufe des Grundschulleiters auf.
00:34:44: Das kennen glaube ich viele Kinder, viele Eltern von Grundschulkindern.
00:34:48: In der Grundschule löst sich das dann auf und die... Ich bestütze jetzt Glitzer-Rosa-Mädchen greifen auch zu anderen Farben und anderen Spielsachen in anderen Interessen Und die hellblauen Baggerfischballjungs greifen dann auch zur anderen Ding.
00:35:00: D.h.,
00:35:00: ich will sozusagen hier wieder die Hoffnung geben Es muss nicht nur weil es ihnen mit drei bis fünf verinnerlicht wurde, muss das so nicht bleiben.
00:35:06: Man hat sehr viel Einfluss und teilweise beeinflussen die Kinder sich da auch selber und kommen da sozusagen selber heraus.
00:35:13: Und nun zu deiner Frage.
00:35:14: Was müsste getan werden?
00:35:15: Wie kann das sein, dass wie du schon sagst Kita-Ezieher in so viel weniger Geld verdienen als beispielsweise Grundschullehrerin und gleichzeitig Grundschulpädagogen ja auch weniger verdient als beispielsweise Gymnasiallehrer und Lehrerinnen?
00:35:30: Das steigert sich ja alles und das hängt mit dieser patriarchalen Denkweise zusammen, um Kinder zu kümmern mit ihnen, wie du schon sagst, irgendwie zu kleben und zu basteln.
00:35:42: Und mit der Schere backe-backe Kuchen irgendwie zu singen?
00:35:46: Dass das halt alles gedöns ist!
00:35:48: Dass es unwichtig ist, dass das in kapitalistischen Sinne kein Geld bringt auch wenn sich die Forschung den Mund fuzzelig redet und immer wieder der Politik erklärt... Da gibt's ja auch so Untersuchungen drüber und Studien drüber, irgendwie jeder investierte Euro in Bildung.
00:36:07: jetzt wird sich in zwanzig, dreißig Jahren irgendwie doppelt dreifach reinvestieren.
00:36:14: Weil du ja die Arbeitnehmerinnen von morgen heranzüchtest auch sehr im kapitalistischen Sinne weil wenn du jetzt in Bildung investierst heißt das dann die Leute haben dann höhere Abschlüsse teure Jobs bessere Gehälter Investitionen und das würde sich sozusagen im Bruttoinlandsprodukt widerspiegeln.
00:36:31: Und Ja Das Wird In Zwanzig Bis Dreißig Jahre So Sein.
00:36:35: Aber Politik ist nun mal sehr, sehr kurzzeitig gedacht.
00:36:40: Die Allermeisten werden gewählt für je nach Landtag, Bundestagswahl die auch immer, vier, fünf Jahre wollen dann wiedergewählt werden und es ist sehr politisch unlokrativ jetzt in irgendwie Bildung zu investieren, die sich aber erst finanziell – die du dir als Politiker auf die Fahnen und auf die Schulter klopfen darfst – die sich finanzieller bei ersten dreißig Jahren sozusagen für dich lohnen wird weil Leute denken so irgendwas hat er denn getan?
00:37:07: oder kannst du sagen ja aber ich habe in Bildung eure Kinder investiert, wo?
00:37:11: jetzt würde man sogar sagen davon merkt man ja jetzt was?
00:37:13: Weil die Schulen sind ja so runtergewirtschaftet und die Kita ist so marode.
00:37:16: Man würde es sogar kurzfristig sehen!
00:37:18: Aber die Denkweise ist immer noch so.
00:37:19: Ja, aber so richtig wird sich das für uns erst in zwanzig dreißig Jahren lohnt.
00:37:23: Nee lass mal lieber jetzt irgendwas kurzfristigeres machen, was langfristig gar nichts bringt, aber wenigstens werden wir dann wieder gewählt.
00:37:29: Das heißt, das ist das Problem.
00:37:31: Dass Politik das jetzt halt etwas langfristig gedacht hat, aber Politik denkt immer sehr kurzfristig und egoistisch.
00:37:36: Hauptsache ich werde nach vier, fünf Jahren wieder gewählt.
00:37:38: Deswegen wird Langfristig sehr wenig investiert beispielsweise in Bildung.
00:37:42: Und gleichzeitig wird es halt immer noch verortet als Gedöns-, als privates Familien-Mutterzeug und alles was im patriarchalen System im Moment jetzt kein Gewinn bringt Und gleichzeitig etwas ist, was sehr weiblich konnotiert ist.
00:38:01: Erziehung, Kleben, basteln sich und Kinder kümmern mit ihnen irgendwie.
00:38:06: Bastelscheuts machen ein kleinkind Unterricht, Grundschule... Das wird halt alles als nicht professionell genug!
00:38:13: Das ist halt alles so'n bisschen gedöns', das ist alles so n bisschen Frauenarbeit.
00:38:19: Das ist immer noch die patriarchale Denkweise.
00:38:21: Und gleichzeitig sitzt in der Politik immer noch zu sechzig Prozent Herren ältere Weiße Herren, die diese Denkweise immer noch stärker verinnerlicht haben als jetzt jüngere Männer beispielsweise und erst recht anders denken darüber als viele Frauen.
00:38:36: Das heißt, so schließt sich halt der Kreis.
00:38:38: Wenn in einer Politik, wenn sie immer noch männlich dominiert ist altweilsmännlich dominierte, werden diese Lebenswelten die in diesen alten weißen Herren nicht stattfinden und bei den meisten von ihnen fand das eine Stadterziehung mit den Kindern da sein Hausarbeit Teilzeit Eltern Zeit das haben die allermeisten dieser Männer statistisch einfach nicht genommen und diese Lebenswelt nicht erlebt dann findet es im ihren Köpfen nicht statt.
00:38:58: Ergo machen Sie Politik eher für Menschen wie Sie Und denken an sowas wie Belange von Familien von Müttern von der Lanzehnte nicht mit.
00:39:08: Und deswegen diese riesengroße Diskrepanz.
00:39:10: würde man aber auf die Studien hören.
00:39:12: und ich höre gleich auch mit meinem Vortrag, und ich habe das auch in diesem in meinem Buch immer wieder runtergeschrieben, dass am Ende feministische Erziehung demokratiefördernd ist und friedensstiftend.
00:39:25: Das klingt sehr groß!
00:39:26: Aber wenn man darüber nachdenkt, wenn man beispielsweise Jungs schon früher zieht denkt, lebt eure Gefühle aus unterdrückt sie.
00:39:34: Ihr dürft weinen, ihr dürft euch Hilfe holen.
00:39:36: Ihr müsst nicht immer der Starke sein, der irgendwie alles weilt und irgendwie seine Gefühle unterdrückt bis er sie dann irgendwann auf dem Schlagtsfeld rausballert weil Jungs keine Therapien, Männer keine Therapie machen dürfen und sie das sozusagen ausfechten mit Fäuchten oder Kanonen auf Schlagtfeldern usw.. Diese ganzen toxischen Männlichkeitsbilder, die beginnen ja schon früh in der Kindheit.
00:40:00: Und am Ende was das dann bringt und was es dann macht sehen wir ja in den Kriegsgebieten und auf den Schlachtfeldern, die ja quasi patriarchale Gewalt pur sind.
00:40:09: Das heißt wenn wir das schon anfangen würden feministische Erziehung bei Kleinkindern anzusetzen ist das buchstäblich demokratiefördernd und friedensstiftend.
00:40:20: später Und dass das nicht gesehen wird dieser Zusammenhang ist sehr, sehr traurig.
00:40:25: Sollte aber gesehen werden wenn wir denn als Menschheit überleben wollen um es mal ganz pathetisch auszudrücken.
00:40:32: Ja und du schlägst ja immer die Brücke in den Kapitalismus Aber klar in heutigen Zeiten ist es auch eine Brücke In den Militarismus wie Du schon gesagt hast.
00:40:40: Schlachtfelder zur Waffe greifen Nicht nachdenken machen Rambo
00:40:46: Genau Gefühle unterdrücken alles nur mit Fäusten klären und nicht mit Dialogen.
00:40:50: Genau,
00:40:51: ich meine das wird gebaut und da spielt natürlich genau dieser Backlash den wir gerade haben in diese Karten.
00:40:57: In die Zukunft, die uns da manchmal aufgezeichnet wird.
00:41:00: Und die Frage ist wollen wir die?
00:41:03: Ja, Weltfrieden ist... Wir packen einfach immer noch einen drauf.
00:41:09: Hey no pressure!
00:41:11: Ja es hängt halt alles mit allem zusammen.
00:41:13: Ich finde sich das zu vergegenwärtigen ist ja schon mal ein krasser riesengroßer Schritt.
00:41:18: Ja, ich habe dazu fälligerweise eine Lesestelle aus deinem eigenen Buch.
00:41:21: Das wird jetzt wieder ein bisschen cringe für alle Autorinnen die bei mir zu Gast kommen und ich lese dann was vor aber ich hab da
00:41:27: eine Lieblingsstelle.
00:41:29: Oh, ich find das war auch cringe!
00:41:30: Das finde ich ganz wunderbar.
00:41:32: Die verdeutlicht ist ganz toll, auf Seite sixty-sechzig folgende.
00:41:36: Wenn wir nicht wollen dass unsere Mädchen nur Rosa und Glitzer tragen, nicht wollen das sie sich schminken?
00:41:41: Keine Rüschenkleidchen tragen nicht wollen, dass Sie Annika sind sondern Pippi!
00:41:46: Dass sie Abenteuer erleben sich im Dreck suhlen, auf Bäume klettern und mit Löchern und Flecken auf ihren Kleidern abends vom Spiel nach Hause kommen glaube ich ganz fest ,dass wir damit die besten Absichten haben.
00:41:56: Wir wollen das Mädchen all das erleben, was auch Jungs erleben und sich nicht aus Angst ihre Schuhe zu ruinieren davon abhalten lassen.
00:42:05: Und ich bin ehrlich, auch ich dachte das lange Zeit und verdrehte immer wieder innerlich und wahrscheinlich auch äußerlich die Augen wenn meine Tochter zu allem Griff was irgendwie aus Rosatül oder Strassteinen bestand.
00:42:16: Das Problem dabei ist nur dass Ich und dass wir damit das Leben der Jungs-und Männer als das Non plus Ultra hochstilisieren!
00:42:24: Als den Maßstab schlechthin an dem unsere Töchter sich orientieren sollen um ein erfolgreiches Leben zu führen.
00:42:31: und die Frage ist wohin das führt?
00:42:33: Spiel wie ein Junge Kletter wie ein Junge, Zulich im Dreck wie ein Junge.
00:42:38: Ich verstehe warum wir das für unsere Töchter wollen!
00:42:41: Nur was folgt daraus?
00:42:42: Wollen wir das mal gemeinsam durchspielen?
00:42:45: Wirf wie ein Junge, renn' wie Ein Junge... Na tut's schon weh!
00:42:50: ...deidige
00:42:51: wie ein Jonge oder später eben Mann unterbricht Andere wie ein Mann.
00:42:56: Reisewitze über andere Frauen wie ein Man.
00:42:58: Sei aggressiv wie ein man.
00:43:00: Mach Karriere, kostet es.
00:43:01: Was ist Wolle wie ein MAN.
00:43:03: Kümmere dich nicht um Babys, alte.
00:43:06: Um Kehrarbeit wie ein Mann!
00:43:08: Achte nicht auf deine Gefühle oder die Gefühler anderer als ein Mann.
00:43:12: Lebe gefährlicher, gehe seltener zum Arzt, achte nicht auf Deine Gesundheit wie ein Mann.
00:43:17: Habe Deine Gefühlen nicht unter Kontrolle wie ein mann.
00:43:20: Nimm Drogen wie ein Mann.
00:43:22: Staate Kriege wie ein MANN und werde eine Unterstützerin des Patriarchats wie
00:43:27: Einmann.".
00:43:29: Und genau das ist es ja.
00:43:30: Das ist ja genau der Gedankenprozess, den wir in uns haben und den ich ganz oft denke wenn ich denke Wir wollen alles gleichzeitig.
00:43:40: Herr Merz möchte dass wir alle mehr arbeiten und er möchte Dass wir leben wie Männer.
00:43:46: Dass wir alle Leben wie Männer.
00:43:49: Aber genau die alte
00:43:50: weiße Männer.
00:43:50: Ja wir
00:43:51: sollen alle leben wie alte weißen Männer.
00:43:53: Also ich würde gerne leben wie ein alter weißer Mann in Rente.
00:43:56: Ja, da habe ich ein paar im Gemeinderat.
00:43:58: Das ist sehr erstrebenswert und dabei ist der Schlüssel Zeit also selbst wenn du dein persönliches feministisches Awakening hast, wenn deine Kinder schon drei bis fünf Jahre alt sind und alles schon den Bach runter ist Zeit zu haben für die Kinder, im Gespräch zu bleiben.
00:44:16: Dinge zu erklären den Kontext zu liefern.
00:44:19: Zu sagen stopp ich drück jetzt auf die Taste und sag ist dir schon mal aufgefallen dass bei Paw Patrol nur ein Mädchen gibt in den alten Folgen zumindest?
00:44:28: Du kannst aber genauso gut Marshall sein wollen als Mädchen das ist voll in Ordnung!
00:44:33: Und du kannst auch Sky sein wollen, als Junge weil verdammt die kann fliegen.
00:44:37: Dass man Dinge erklärt, dass man im Gespräch bleibt.
00:44:40: Dass die Kinder einen offenen Kanal haben.
00:44:42: Dass man auch erzieherische Konsequenzen manchmal über den Haufen wirft.
00:44:46: Das ist mir mal ganz wichtig und sagt es mir scheißegal wie das Zimmer aussieht.
00:44:51: Hauptsache das Kind erzählt mir jetzt wie sein Tag war.
00:44:54: Zeit haben is der Schlüssel und im Gesprich bleiben.
00:44:58: Und genau das sollen wir uns ja schon wieder abgewöhnen.
00:45:01: Wir sollen ja gar keine Zeit haben für unsere Kinder.
00:45:03: Wir sollen das irgendwo hin auslagern An Schulen, die dann aber wiederum den Lehrauftrag an uns zurück auslagern.
00:45:11: Und wir sollen lieber Vokabeln lernen und abfragen und lesen üben mit den Kindern.
00:45:15: Es scheint uns aber nicht so wichtig zu sein... es ist so eine komplexe Welt!
00:45:20: Aber im Prinzip?
00:45:21: Ist das doch der Maximum Flex oder viel mit den Kindern
00:45:25: sprechen?!
00:45:27: Ja, also ich will noch einen Punkt dazu ergänzen weil du ja richtig sagst, es funktioniert gar nicht.
00:45:35: Physiologisch, biologisch und physikalisch.
00:45:39: Es ist nicht möglich!
00:45:40: Man kann nicht... Also wie soll ich Vollzeit arbeiten?
00:45:46: Wie mehr?
00:45:46: Und einfach die ganzen konservativen Parteien, dass wir uns wollen.
00:45:50: Weil das wollen sie ja.
00:45:51: Frauen sollen früh in den Beruf zurück.
00:45:53: Frauen und Mütter sind diese unentdeckte Wirtschaftskracht, die jetzt die ganzen Fachkräfte Löcher stopfen soll und so.
00:46:03: wenn wir Kinder haben, Angehörige die wir pflegen.
00:46:07: Wie soll ich da parallel bis achtzehn Uhr Vollzeit arbeiten?
00:46:12: Gleichzeitig aber Pisa und die Lehrkräfte und Karin Prien als Bildungsministerin von mir erwarten wie du hast keine Zeit mit deinen Kindern Latein zu lernen und Mathe um fünfzehn uhr!
00:46:25: Und du behältst dein Kind irgendwie bis die siebzehn-achzehn Uhr im Kindergarten.
00:46:28: das geht doch gar nicht.
00:46:29: was bist denn du für eine Mutter?
00:46:31: Wie soll das gleichzeitig funktionieren?
00:46:33: Wie soll ich vollzeit bis acht Uhr arbeiten, aber parallel mein Kind am besten schon um drei Uhr aus dem Kindergarten holen damit es nicht zu lange in der Kita ist und parallel um fünf Uhr mit meinen großen irgendwie Latein- und Mathe üben.
00:46:44: Und dann auch noch irgendwie keine Ahnung, Backen, monströse Super-Torten und auch noch Adred aussehen.
00:46:50: Dann auch noch Sport greiben weil ich soll mich ja nicht gehen lassen.
00:46:53: Dabei auch noch in Würde eiltern, weil ich so mich natürlich auch da nicht gehen lasse.
00:46:57: Wie soll das gleichzeitig funktionieren?
00:46:59: Da ist ja noch nicht mal Hobbys die ich habe um Zeit für mich zu schlafen.
00:47:03: Das ist quasi noch gar nicht inbegriffen.
00:47:05: Dann hab' ich vielleicht Angehörige, die ich pflege... ...und dann bin ich ja noch super privilegiert, hab ein Partner was es wenn ich alleine zieht bin, dann hab' lehnen kann, ne?
00:47:14: Also das funktioniert gar nicht.
00:47:16: Das ist pünktlich Wahnsinn und es ist auch schon so absurd!
00:47:21: dass das gestandenen, erwachsenen Studierten Menschen die quasi uns alle leiten und führen und politisch sozusagen uns geigen sollen.
00:47:32: Dass denen das nicht aufgeht, dass ein Vierundzwanzig-Stunden-Tag nicht funktioniert und nicht alle Menschen sich Nennys und Operas und Putzkräfte ... Und weiß der Geier was leisten können?
00:47:42: Zumal diese Nennies und Opers und Putzkräfte meistens ja dann wieder aus weniger privilegierten Familien kommen, oft mit migrantischen Wurzeln.
00:47:50: Auch mit weniger Geld.
00:47:51: Das heißt sie nehmen dann unsere Kehrarbeit und üben sie aus aber die haben ja auch Angehörige, die sie pflegen und Kinder zuhause.
00:47:59: Wer übernimmt denn die Pflege?
00:48:00: Und das ist nicht die Kehrarbeit für die!
00:48:02: Das heißt wir lagern es im Endeffekt nur aus wie du schon sagst weil niemand von uns hat einen weiß ich nicht Zeitumkehrer oder Zeitverlangsamer der aus vierundzwanzig Stunden mal eben achtundvierzig Stunden macht.
00:48:14: Ich rede mich in Rage, weil ich immer denke, ich verstehe das nicht.
00:48:19: Wie das nicht in deren Köpfe reingeht?
00:48:21: Wie geht so was?
00:48:22: Also wie kann man sagen, geht alle Vollzeit arbeiten aber gleichzeitig für ihre Kinder da?
00:48:27: Merkt ihr nicht, dass das nicht funktioniert?
00:48:29: Das regt mich immer wahnsinnig auch auf jeden Fall und du hast natürlich recht es ist nicht das Ziel.
00:48:35: Das Ziel ist nicht und Feminismus will nichts, dass jetzt alle Frauen und Mütter einfach losrennen ihre Gehälte verhandeln die Männer den Gender Pay Gap aushebeln ihre Männer zwingen in Elternzeit und Teilzeit zu gehen, damit die Frauen jetzt alle Karriere machen können.
00:48:52: Und wir sozusagen bleiben viele CEOs in den ganzen Abteilungen haben... ...und dann können wir in die Hände klatschen und sagen so auch Feminismus erreicht.
00:48:59: So funktioniert das nicht!
00:48:59: Das ist nicht das Ziel weil dann ja schon wieder wie ich gerade gesagt habe, wer kümmert sich da um all unsere Alten?
00:49:05: Um all unsere Kinder?
00:49:06: wird ausgelagert an andere Frauen.
00:49:08: Das Ziel ist genau wie du sagst zu verstehen, dass das alles Zeit braucht und dass es völlig legitim ist wenn Eltern, Eltern werden oder Angehörige pflegen.
00:49:19: Und sagen mir ist das aber wichtiger als der Job.
00:49:23: Ich gehe dafür gerne in Teilzeit, ich habe Kinder in die Welt gesetzt damit ich mit ihnen aufwachsen kann.
00:49:28: Damit ich sie aufwachen sehen kann und mit ihnen spielen und Zeit verbringen kann Und nicht sie sozusagen mit irgendwie sechs Monaten bis acht Uhr im Kindergarten lasse.
00:49:35: Wenn es die Möglichkeit nicht gibt super.
00:49:37: aber wenn das die Möglichkeit gibt dass sich mir das aussuchen kann würde ich mir gern auch aussuchen Können bei ihm zu Hause zu bleiben und Das zu verstehen und Teresa Bücker schreibt ja auch Super darüber in ihrem Buch.
00:49:50: alle zeit Dass wir über die sogenannte Zeitpolitik reden müssen und die bedeutet, dass wir aufdröseln müssen.
00:49:58: ist der acht-Stunden-Tag überhaupt noch Realität.
00:50:04: Realitätsnah und nicht völlig realitätsfernt.
00:50:07: Und das ist ja nicht, ein acht-Stunden-Tag wurde damals initiiert für eine Person im Haushalt die acht Stunden im Büro arbeitet und einer anderen Person meistens die Frau zu Hause arbeitet, Kehrarbeit leistet.
00:50:19: wenn wir jetzt aber verlangen dass beide Eltern wenn wir bei diesem Elternbeispiel bleiben in Vollzeit arbeiten Dann sind es ja zwei Personen, dann müsste eigentlich die Folge daraus sein.
00:50:30: Vorher hat also eine Person acht Stunden Büro gearbeitet und die andere acht Stunden oder mehr zu Hause.
00:50:35: Wenn jetzt beide arbeiten,
00:50:36: dann machen
00:50:37: wir jeder von denen geht vier Stunden ins Büro Am Tag, also quasi nicht vierzehn Stunden die Woche sondern jeder geht zwanzig Stunden.
00:50:45: Die Woche ins Büro, die teilen sich diese vierzehnt Stunden auf und die anderen zwanzige Stunden diese zur Verfügung haben kümmern sie sich um sich, um ihre Hobbys, um ihrer Freunde, um Ihre mentale Gesundheit und ihre Kinderangehörigen usw.. Das müsste eigentlich die Quintessenz daraus sein.
00:50:58: Und wenn jetzt alle sagen so, ja nee aber das hat sich schon ein bisschen derweilig von mir aus, dann lasst sie halt dreißig Stunden alle ins Büro gehen.
00:51:04: Aber so müsste die Unterhaltung sein!
00:51:06: Die Unterhaltungen darf nicht sein... Ah ok vorher hatte jemand einen vierzig-Stunden Job und jetzt haben wir zwei Eltern, die arbeiten, dann machen wir jetzt in achtzig Stunden Job draus.
00:51:15: So funktioniert das nichts.
00:51:16: Also es funktioniert nur da, wenn wir eine Zivilisation aussterben weil niemand mehr Kinder kriegen kann und sich um sie kümmern kann.
00:51:22: Kann man so machen?
00:51:23: Aber dauert dann halt hundert Jahre und sind wir alle tot.
00:51:25: Aber es funktioniert nicht.
00:51:26: Um diese Gedanken müssen wir fühlen und ich glaube ganz fest daran, dass die politischen Parteien nicht drum herum kommen werden sich diesen Fragen zu stellen.
00:51:34: Es gibt ja immer mehr jetzt auch progressivere linkere Parteien, die dieses Thema der Zeitpolitik immer wieder ins Gespräch bringen und immer wieder sagen was funktioniert nicht?
00:51:43: Der acht-Stunden-Tag hat funktioniert nicht, die flutze Stundenwoche sie funktioniert nicht wenn du so zurück, weil wir noch nie so viele Krankschreibungen hatten die bisher quasi in einer modernen Zeit weil Menschen sich kaputt arbeiten.
00:51:56: Und diese Unterhaltung werden wir führen, aber sie werden wir erstführen wenn dieser aktuelle konservative Rechtsruck in dem wir leben und den wir gerade erleben pö-a-pö durch einen Linksrück abgelöst wird.
00:52:10: und ich glaube ganz fester daran was das passieren wird.
00:52:12: In Teilen teutetoi sehen wir es da grade in Berlin so dass die Linksrucke um sich greifen nach den Landtagswahlen.
00:52:21: Aber diese Unterhaltung müssen wir führen, das ist genau so wie du sagst.
00:52:24: Das Thema ist Zeit und wir müssen verstehen dass wir alle noch vierundzwanzig Stunden haben und es funktioniert physikalisch nicht wenn jetzt beide Vollzeit arbeiten.
00:52:35: Das geht sich nicht aus sagt man in Österreich.
00:52:39: Ich liebe das auch!
00:52:40: Es geht sich nichts aus.
00:52:42: Du hast es schon gerade angesprochen.
00:52:45: Es gibt da einen Faktor den auf konservativ biologischer Art und Weise braucht, um Kinder zu bekommen der oft auch im eigenen Haushalt lebt.
00:52:58: Also wir haben ja öfter mal Männer an unserer Seite und du sagst ganz klar in Buches ist nicht unsere Aufgabe die Männer auch zu erziehen weil das was du gerade alles ausgeführt hast es wollen anscheinend Männer ja auch alle Statistiken sagen Männer möchten mehr Zeit mit ihren Familien verbringen tun es aber dann
00:53:17: nicht Mhm.
00:53:20: Wir klammern jetzt die Männer einfach aus, wir gehen davon aus das es ab und zu welche da vorhanden sind.
00:53:26: man kann immer nur mit städtentropfen die steine hüllen.
00:53:30: ich glaube auch da geht's ums Vorbild sein wie oft rufe ich durchs Haus JETZT DAS KIND TRÖSTEN!
00:53:38: Ja, ich weiß.
00:53:40: Gut okay ich mach' das aber ich leg' auch mal ein Buch hin Und dann muss es das aber auch gewesen sein und ansonsten muss einfach mein Gemotze und Genöle ertragen werden.
00:53:50: Noch mal zurück zu den Kindern, also vielleicht habe ich Kinder bekommen und erst so wenn die drei oder fünf sind – das ist eigentlich ziemlich realistisch – hab' ich wieder Muße und Zeit meinen Buch in die Hand zu nehmen.
00:54:03: und es ist dein Buch!
00:54:04: Aber patriarchale Kackscheiße darf man schon noch sagen.
00:54:07: Bekenntnisse einer feministischen Mutter und ich denke, na geil!
00:54:11: Mein Sohn spielt nur mit Bagger und meine Tochter liebt Glitzer & Barbie.
00:54:16: Was jetzt?
00:54:17: Was sind so die drei schnellen Tipps, die du uns mitgeben kannst wenn es heißt Jetzt Hands On Ich möchte den Karren rumreißen.
00:54:26: Ich möchte das was ich gerade selber alles lerne auch Stück für Stück meinen Kindern ein bisschen weiter geben.
00:54:33: Ja Also was ich tatsächlich einfach instinktiv und intuitiv getan habe, ist wenn ich in Kinderbüchern Klischees gelesen habe.
00:54:47: Konni wird krank!
00:54:49: Wer bleibt bei Konni zu Hause?
00:54:50: Natürlich die Mama so... Und wenn die Mama auf Dienstreise ist dann weiß der Papa nicht die Wadenwickel gehen und muss natürlich panisch die Oma anrufen, natürlich die OMA nicht den Opa um sich das erklären zu lassen.
00:55:02: So was, da setze ich ab und bespreche und thematisiere.
00:55:05: Und sage, ja bei der Papa müsste das eigentlich auch können?
00:55:08: Warum ist es immer die Mama, die zu Hause bleibt?
00:55:10: Bei uns ist es zum Beispiel anders.
00:55:12: Wenn du später dann Kinder bekommen solltest, liebe Tochter oder lieber Sohn, dann wisse... dass das so nicht sein muss.
00:55:19: Das kann man auch anders machen, es kann man noch drehen.
00:55:22: Selbiges bei Bobo, diese ganzen Bobo-Geschichten haben wir ja auch von runter gelesen.
00:55:27: Bobos Mama geht mit Bobo natürlich immer auf den Spielplatz und zum Arzt und ins Schwimmbad.
00:55:32: Und Bobos Papa ist derjenige, der dann morgens früh zur Arbeit geht
00:55:37: Und einmal ein Baumhaus baut.
00:55:39: Er baut einmal ein Baumaus, aber auch völlig dilettantisch!
00:55:43: Aber das ist ein anderes Thema.
00:55:44: Ja
00:55:45: was macht der Kappa?
00:55:46: natürlich mit Werkzeug?
00:55:47: Da ist Papa dann am Schalfer und das kann die Mama ja nicht.
00:55:50: Ich weiß nicht, ich meine... Meine Kinder sind wie gesagt schon älter.
00:55:53: Sie sind neun und dreizehn.
00:55:54: das heißt Bobo neue Auflagen von Conny und Bobo finden bei uns zu Hause nicht mehr statt.
00:56:00: aber ich meine auch dass die Bücher sich da ja auch weiter entwickeln und dass die AutorInnen hoffentlich und die Verlage auch im Jahr zwanzig sechsundzwanzig langsam ankommen.
00:56:08: Ich war in Conny und der Kranich.
00:56:10: Ja?
00:56:11: Ja, ich weiß!
00:56:11: Dann seid ihr jetzt neidisch...
00:56:13: Es ist ein Kinofilm.
00:56:14: Denn ich kenne es nicht.
00:56:15: Ist ein Kinophilm, das war sehr heiß und ich dachte klimatisiertes Kino ist eine tolle Idee.
00:56:20: Und wir
00:56:21: haben Conny unter Kranig geguckt.
00:56:22: alle haben gut durchgehalten und da sind Conny bei ihrem Opa und dürfen auch direkt noch Freunde zum Übernachten kommen.
00:56:30: was ich dachte wow der Opa hat's drauf Mutter repariert noch ein Wasserhahn.
00:56:36: Und was aber sehr amüsant war, so random kam dann immer Herkler-Witter ins Bild und hat so völlig außerhalb des Zusammenhangs gesagt... Ich liebe dich!
00:56:47: Das ist zweimal
00:56:49: passiert in dem Film und ich war total
00:56:51: irritiert,
00:56:52: dass wir sie versuchen da irgendwie...
00:56:54: Sie
00:56:55: versuchen sich ein bisschen zu öffnen, aber es finde
00:56:58: ich cool.
00:56:58: Es ist wichtig!
00:56:59: Es sind kleine Schritte, es dauert.
00:57:01: Das ist dann wieder so wo ich dann die Ungeduldige bin, wo ich denke, mein Gott, könnt ihr nicht mal schneller irgendwie zu Porte kommen?
00:57:07: Aber es tut sich was auch in den Disney-Filmen, ne?
00:57:10: Ich meine zwischenzeitlich... hat ja Trump über Disney geschimpft in den USA und meinte, Disney ist mittlerweile zu Vogue geworden.
00:57:18: Das muss man sich mal überlegen, Disney wo wir von Höhlen reden wie Ariai hielt ihre Stimme ab um bei einem Tüten zu sein den sie kaum kennt oder wildfremde Prinzen die herumlaufen und bewusstlose Frauen wachküssen angeht.
00:57:31: Und das ist dann sozusagen das happy end of the story.
00:57:35: Es findet ein wandelstaat, dass es so ist... Und das thematisiere ich eben viel.
00:57:41: Da habe ich viel mit meinen Kindern thematisiert, schon von klein aus und ich habe da beispielsweise auch mit meiner Tochter anders darüber geredet als mit meinem Sohn.
00:57:49: also ich hab mir bei meinem Sohne auch festgestellt dass nach einer Weile des Erzählens vorhin auch was ist nicht schade, dass da jetzt schon wieder kein Mädchen isst und es ist nicht Schade, das es schon wieder nur ein Gruppenmädchen ist.
00:57:59: und es Ist nicht schadet, dass jetzt schon die Prinzessin gerettet werden muss, dass sowas bei ihm schon nach einer weile so ja.
00:58:08: Und dann habe ich verstanden, ich muss doch mehr an seiner Lebenswelt entlang erzählen.
00:58:12: Also hab' ich es dann ein bisschen gedreht und mein zum Beispiel so da war ja auch noch im Kindergarten.
00:58:16: Und meine zum Beispiel weiß sowas wie ist das nicht total doof dass Bobo's Papa ständig in Büro ist und mit Bobo gar nicht diese tollen Abenteuer erlebt?
00:58:26: Und das habe ich richtig gecheckt, dass bei ihm richtig so ein Schalter umgelegt wurde.
00:58:30: Und er dann richtig meinte, ich fände dafür auch voll blöd!
00:58:33: Ich will später nicht im doofen Büro bis zwanzig Uhr bis spät abends sein... ...ich will doch später mit meinem Sohn Eis essen gehen und irgendwie ins Schlinnbad und aus dem Spielplatz.
00:58:42: Das war richtig so, da hab' ich gedacht zu ja, das möchtest du mein Sohn?
00:58:45: Das nennt sich Elternzeit!
00:58:47: Genau solche Sachen.
00:58:48: oder wirklich auch das ist wirklich genau so passiert.
00:58:51: Habe ich dann auch in den Märchen gesagt, das gedreht.
00:58:54: Es ist nicht total doof, dass der Prinz sich ständig in Gefahren bringen muss in diesen ganzen Märchen.
00:58:59: Der muss ständig sein Nebenaufspiel setzen, muss stendig irgendwelche gefährlichen Kämpfe mit irgendwelchen Drachen ausrechnen... Warum kann der nicht einfach mal im Schloss sein und warten bis er gerettet wird?
00:59:10: Und auch das hat einen totalen Scheiter in ihm umgelegt und war richtig so voll!
00:59:14: Warum kann den nicht, zittert ab, warum kann dem nicht im Schlost
00:59:18: schinnen?!
00:59:20: Und wir waren bis die Prinzessin ihnen gettet.
00:59:23: So was habe ich dann so was thematisieren, seit Jahren tatsächlich mit meinen Kindern und es wirkt mittlerweile wie gesagt sie sind neunundreißen wenn wir Filme gucken und das passiert ja immer wieder in Serien Es gibt ja es ist immer noch sie bethren sich aber es wird immer noch durchsäust sozusagen Mit Klischees und irgendwie irgendwelche Jugendfilme wo ein junger eine Mädchen hinterher pfeift Und das wird null eingeordnet, null thematisiert.
00:59:46: Das Mädchen findet das sogar noch irgendwie als Kompliment, wo ich mir einen Kopf fasse und denke okay, X-Fanzig, XXXVI, das ist in mehreren europäischen Ländern Kälte selbst verboten.
00:59:55: Und hier wird es einfach so random so, ach so zu zahlen, ne?
00:59:58: So ein Junge hat den Mädchern komplement gemacht was wäre sie ein Tier und hat ihr hinterher gepfiffen obwohl sie nicht danach gespacht hat.
01:00:04: Naja und das sind dann so Sachen die muss mich teilweise gar nicht mehr thematisieren.
01:00:09: Dann greift sie so meine Hand zur Fernbedienung und will schon auf Pause drücken.
01:00:13: Und meine Kinder sind schon so, nein!
01:00:17: Also Sie sagen dann schon, Sie gucken dann schon zu mir.
01:00:20: also wirklich ist es dann schon unsere Blickgetreffensicht der Film läuft weiter.
01:00:25: Unsere Blicke treffen sich mit einem Grinsen im Gewicht Weil sie mir damit sein, Mama wissen wir.
01:00:32: Ich weiß, musst du nicht mehr?
01:00:33: Alles gut!
01:00:34: Wir können weiter
01:00:34: gucken.".
01:00:35: So und das sind so Momente die machen mich halt total happy weil ich weiß es wirkt, es funktioniert.
01:00:40: Und wenn du mich gefragt hattest auch bei kleineren Kindern.
01:00:42: Also ganz viel wirklich tatsächlich beim Vorlesen beispielsweise wenn Sie's noch nicht checken Die Rollen umdrehen Das ist glaube ich so ein typischer Heck?
01:00:51: Ne dann ist es nicht Conny's Mama die bei Conny zu Hause bleibt sondern Conny Papa der bei Connie Zuhause bleibt.
01:00:57: thematisieren ganz viel wirklich absetzen vom buch und kindgerecht ohne jetzt ein riesen vortrag zu halten.
01:01:02: also schwer zu glauben weil ich ständig für diesen vorträge halte.
01:01:06: aber man kann das der kindgereich den kindern super easy einfach runter erklären wie es gerade meint.
01:01:10: mit warum muss er prins sich in mein gefahr bringen?
01:01:12: warum ist der papper ins bureau?
01:01:14: warum darf der nicht mit dem baby spielen und tatsächlich einfach darauf zur achten grad als eltern wenn wir schon in diesem eltern kosmos sind oder auch Onkel und Tanten, die mit Kindern nur mit ihren Näsern und Nichten zusammen sind oder auch Großeltern.
01:01:26: Die mit ihren Enkelkindern zusammen sind.
01:01:28: Oder pädagogische Kräfte, die wirklich arg doll darauf zu achten dass alle Kinder egal welche Geschlechtsidentität alles Spielsachen an Beboten bekommen nicht den Fehler zu machen zu sagen Ach, ich schenke den Mädchen jetzt doch noch mal die hundertachzigste Barbie und nicht das Experimentierset.
01:01:50: Ich überspürte es jetzt!
01:01:52: Weil dafür interessiert sie sich doch eh nicht.
01:01:54: oder beim Jungen ne?
01:01:55: Ich schenk ihm jetzt doch nochmal den Fußball weil was soll er denn mit...ich weiß nicht einem Gymnastikband anfangen?
01:02:03: Dafür interessiert er sicherlich also sich selbst quasi die eigenen Schubladen die uns daran hindern geschlechtsoffen und geschlechtsneutral unsere Kinder zu beschenken.
01:02:13: Diese Schubladen wirklich aktiv zur Hinterfrage, aktive im Hirn zu schließen oder am besten sie gleich zu zertrümmern Und nicht den Fehler zu machen unseren Kindern nur weil wir meinen dass Sie sich dafür interessieren oder nicht interessieren würden da schon anfangen sie in Gender-Schubladen zu stecken.
01:02:31: Das Gleiche gilt auch für Kleidung, ne?
01:02:32: Es spricht überhaupt nichts dagegen Jungs irgendwas mit Glitzer zu kaufen!
01:02:37: Warum auch nicht?
01:02:38: Glitzer ist ja auch nicht... Also es ist allein die Vorstellung, Glitzer is noch was für Mädchen.
01:02:41: Why?
01:02:42: Glitzer ist ja wenn man das aus Kinderaugen betrachtet.
01:02:45: oder ob Rosa und die ganzen Pastelltöne, das sind hier einfach total Die grönliche Farben.
01:02:52: Glitzer, Wolf total hübsche Muster wenn die Sonne drauf fällt je nach
01:02:56: Lichteinfall.
01:02:57: das regt die Fantasie ein.
01:02:59: Das sind wirklich hütsche Farben.
01:03:00: das ist ja so als würde man Tuschkästen für Jungs.
01:03:04: Oh Gott vielleicht gibt es doch sogar!
01:03:05: Tusch Kästen für jungs mit so...
01:03:07: Es gibt viel Stiftzett für Jungen.
01:03:10: das sind hauptsächlich Knallfarben kein Rosa eher Dino Stifte setten Oh
01:03:16: Gott mit am besten nur so blau-grau-grün-Tönen oder so.
01:03:20: Ja, Beruf
01:03:21: gibt's auch für Vulkanen aber...
01:03:23: Achso und Feuer!
01:03:24: Ja genau, Flügel.
01:03:27: Aber
01:03:27: kein Rosa, kein Lila.
01:03:28: Natürlich
01:03:29: nicht.
01:03:29: Oh Gott da kotze ich im Strahl.
01:03:31: Genau, aber da wieder zu den Eltern zurück einfach immer wieder allen Kindern alle Farben anzubieten, allen Kindern alles Spielsachen anzubieten von bis allen Kindern, alle Bücher anzubieten gerade Jungs Bücher anzubieten mit Mädchengeschichten, also vermeintlich.
01:03:48: Mit Mädchen-Hauptfiguren, mit Erzählsträngeln wo Mädchen drin vorkommen, wo Mädche Abenteuer leben weil später in der Schule – da sind wir wieder beim Thema System-, der sogenannte Kanon und das was gelesen wird in den ganzen Klassen später eine weiterführende Schule bis hoch zur Oberstufe immer noch sehr, sehr männlich dominiert.
01:04:07: männliche Autoren, mehr männliche Sichtweisen.
01:04:10: Ich kann nicht ein Wertas leiden!
01:04:12: Wir sind alle aufgewachsen über Jahrzehnte mit den Leiden dieses Wertas und mit dem Leidens von
01:04:18: Faust.".
01:04:20: Und wie sie nicht alle heißen, so Kabale und Liebe.
01:04:23: Und diese ganzen männlichen Sichtweisen auf die Welt.
01:04:26: Das haben wir bis zum Erbrechen werden dass auch unsere Kinder noch genug erfahren.
01:04:31: einen männlichen Denkweise und Überschuss in diesen Büchern werden wir in der Schule unsere Kinder damit sozusagen wirklich ins Hirn geprügelt.
01:04:39: deswegen bringt ihn jetzt schon bei weibliche Autorinnen zu lesen über weibliche Heldinnen zu lesen oder zumindest Geschichten, wo es helftig, helftig verteilt ist.
01:04:49: Damit sie sich auch in Mädchen-Lebenswelten hineinversetzen und so Empathie lernen.
01:04:55: Und selbiges auch weiße Kinder ein Bücher zu schenken über schwarze Kinder mit schwarzen Identitäten, mit ihren Lebenswelten einer Familie auf Krala damit weiße Kindern sich hinein versetzen in Lebenswelte von Schwarzen Kindern, von Kindern aus Kralas Also neue Kindern Bücher zu schenken, wo ganz selbstverständlich Kinder mit Behinderung stattfinden.
01:05:19: Die ganz selbstständig eingeflochten sind in die AC-Strenger also auch da immer wieder in unseren Kindern.
01:05:24: empathische Schulen für Kinder und Menschen mit anderem Lebenswelten.
01:05:29: das ist ein riesengestiger aus ihr demokratiefördernder und friedensstiftender Ansatz der im Grunde ganz leicht zu schulen ist indem wir einfach von den Kindern Büchern Fabium und Klamotten und Spielsachen schenken, die nicht nur ihre Lebenswelt bedienen sondern einfach auf andere Lebenswelten übergrafen.
01:05:50: Ach wenn man dir so zuhört dann hat man schon genau das Feeling dass man auch im Buch hat.
01:05:56: So eine total authentische Wut
01:06:01: Ja,
01:06:02: die einen dazu bringen soll was anzuziehen.
01:06:06: In diesem Fall in diesem Buch ist es so dass es ein dazu anstiften soll mit seinen Kindern im Gespräch zu bleiben und auch vor allem die schwierigen Sachen irgendwie zu besprechen.
01:06:17: Im Buchklub wurde diskutiert Was ist das für'n Buch?
01:06:20: Ist es wieder so eins wo schon lauter Sachen drin steht wie wir schon kennen?
01:06:24: Nein finde ich nicht weil du total hands-on bist und nochmal Sachen wirklich auf den Punkt bringst.
01:06:30: Wie spreche ich mit meinem Kind darüber, was sexy ist?
01:06:33: Wie sprech ich mit meinen Kindern über Porno?
01:06:36: Wie verbiete ich meinem Kind Gangster Rap oder nicht?
01:06:39: Also wirklich so ganz konkrete Dinge.
01:06:41: das hat mir sehr gut gefallen!
01:06:43: Und weil Du es wieder schaffst alles mit Deiner persönlichen Wut und mit Deine Kraft zu rüberzubringen und eben auch mit Fakten zu untermauern.
01:06:54: Es geht einfach darum, mit unseren Kindern im Gespräch zu bleiben und nichts weniger wollen wir als den Weltfrieden.
01:06:59: Das steht auch genau so im Buch!
01:07:01: Ich mache hier keine Sprüche es steht genauso im Buch.
01:07:03: sucht die Stelle.
01:07:07: Ähm ich bin ganz fröhlich dass sich noch ein Buch verlosen kann und weil ich immer so viele Einsendungen bekomme verstecke ich immer einen Code Wort In den Podcast folgen und diesmal ist das geheime Wort, dass ihr mir schicken müsst an die Leserinnen-Podcast at gmail.com Ist das Wort Marmgild.
01:07:30: Denn ich finde gerade bei der Erziehung Genauso wie bei Schulnoten, bei Kindern die schlecht essen.
01:07:36: Bei Kindern, die viele Trotzphasen haben in der Öffentlichkeit.
01:07:40: Am Ende fällt es zu uns zurück als wäre es nur unsere Aufgabe.
01:07:43: Es ist auch eine Gesamtgesellschaftliche.
01:07:45: Es sind auch kleine Menschen, die wir erziehen.
01:07:48: Da schlägt immer da Adultismus durch.
01:07:50: Kleine Menschen sind nicht weniger Menschen Die haben ihre eigenen Charaktere Vielleicht auch Neurodivergenzen, die man vielleicht von außen nicht sofort erkennt.
01:08:00: Eine abschließende Frage sei mir noch erlaubt.
01:08:02: Bist du auch manchmal müde oder trägt dich deine Wut immer weiter?
01:08:07: Ich bin auf jeden Fall manchmal müder und ich bin sehr dankbar für den Begriff, den ich auch gelernt habe im Laufe dieser Recherche für dieses Buch.
01:08:15: Er nennt sich Feminist Fatigue.
01:08:18: Also das ist auch ein Fachbegriff tatsächlich in der ganzen Gender-Forschung, dass man irgendwann einfach müde wird davon.
01:08:25: Das alles ständig zu hinterfragen, das alles stendlich zu sehen weil es ja wirklich so wenn man einmal durchschaut hat sieht man diese Dynamiken und diese Machtmechanismen ja und diese ganze Sprüche, patriarchalen Versäuchungen Man sieht sie ja dann plötzlich und hört sie überall!
01:08:42: Man kann gar nicht sie nicht mehr nicht sehen.
01:08:45: Und natürlich bin ich müde, weil man dann immer denkt wie viel denn noch und wo muss sich denn jetzt noch dazwischen grätschen?
01:08:51: Und bringt das überhaupt überhaupt irgendwas.
01:08:55: Das ist auch okay immer wieder müde zu sein und es ist auch ok sich die Zeit zu nehmen sich dann kurz zurückzuziehen und einfach mal zu sagen Okay diesen feministischen Kampf kämpfe ich heute Abend mal nicht und da winke ich jetzt ab.
01:09:07: Und da sage ich dann scheiß doch der Hund drauf, wenn wir schon bei Kackscheiße und so sind.
01:09:12: Da lass ich fünf Begrade stehen, dann soll er oder sie einfach diese Folge gucken selbst wenn es irgendwie voll ist mit sexistischer Kackcheiße.
01:09:21: bestenfalls klingeln bei meinem Kind ja schon alle Red Flugs unter hat meine Stimme im Kopf und weiß das einzuordnen und wenn nicht wird ihn dieser eine Folge Jetzt auch nicht fürs Leben schädigen, weil es eben viele Gespräche sind wie bei allen Erziehungsthemen und bestimmte Werte.
01:09:38: Das sind die wir vermitteln.
01:09:39: Es ist ja nicht nur ein das eine Gespräch was wir dann führen wenn das Kind irgendwie acht und halb ist Und dann wird das ihm durchs Leben tragen.
01:09:45: Sondern das ist ja immer wiederkehrend und immer wiederkehrend Wenn wir mal an einem Abend oder auch noch in zwei Abenden Oder auch meine ganze Woche lang sagen ich bin jetzt raus lasse mich in Ruhe Dröhnt euch voll mit der sexistischen Scheiße.
01:09:58: Ich nehme jetzt eine Woche Urlaub davon und komme gestärkt wieder zurück, macht dann weiter mit meiner feministischen Dauerwerbesendung wie ich sie nenne.
01:10:07: Auch das ist in Ordnung!
01:10:08: Weil das System will das ja.
01:10:10: Das Patriarchat will uns zermürben, es will uns müde machen, es wird uns kaputtmachen, dass wir irgendwann resigniert zusammensinken und sagen, ich kann nicht mehr, ich bin durch, dann lass sich's halt.
01:10:21: Und das soll nicht passieren sondern... Förderlicher und besser, wenn wir zwischendurch auf jeden Fall fünf Begrade stehen lassen.
01:10:29: Und den Kampf dann halt mal abends nicht weiter fechten und wissen ich nehme morgen frei und mache das übermorgen weiter.
01:10:36: Das bringt sozusagen im Kampf viel mehr!
01:10:38: wenn alle bei Laune sind und bei Kräften, als wenn wir uns ins Burnout, ins feministische Burn-Out manövrieren.
01:10:47: Das bringt niemandem was.
01:10:48: Deswegen natürlich bin auch ich müde und sauer und nehme mir mal zwischenzeitlich frei, wenn ich überhaupt die Ressourcen habe mir frei nehmen zu dürfen.
01:10:56: das ist ja auch ein riesen Privileg.
01:10:57: viele Frauen haben diese Ressource nicht.
01:11:00: Die beispielsweise in weiß ich nicht eine gewaltvolle Beziehung leben die können sich nicht davon frei nehmen.
01:11:04: oder wenn sie ständig irgendwie raffnistische Erfahrungen machen, auch das ist ja Feminismus.
01:11:09: Er will ja auch den Rassismus bekämpfen.
01:11:13: Die können sich diese freie Zeit dann nicht nehmen und nicht sagen ich ziehe mir die Decke über einen Kopf und tue jetzt mal so als würde das alles draußen nicht existieren.
01:11:21: aber diejenigen die dieses Privileg haben nimmt er schweil zwischendurch damit ihr morgen oder übermorgen wieder weiter kämpfen könnt.
01:11:29: Da zitiere ich dann auch noch ein schönes Wort was ich in deinem Buch gelernt habe Und die brauchen wir alle.
01:11:34: Nicht nur wollen wir das unseren Kindern beibringen, sondern wir brauchen sie auch
01:11:37: Patriarchatsresilienz.".
01:11:39: Ich liebe diesen Begriff!
01:11:40: Der ist nicht von mir, der ist von Susanne Mieraus.
01:11:42: Das will ich dazu sagen und ihren Büchern...
01:11:44: Aber bei dir habe ich ihn jetzt gelernt und man muss dazusagen dass es ein wunderbarer Begriff weil auch wenn man resilient ist heißt es nicht, dass eigentlich irgendwie zwischen drin Dinge Betroffen machen und fertig machen.
01:11:56: Und
01:11:57: kaputt
01:11:57: machen, sondern es geht darum immer wieder die Kraft zu haben das zu durchschauen, zu wissen woher's kommt und warum es sich lohnt weiterzumachen.
01:12:06: Das ist auch mein Wunsch an dich mach bitte weiter schreib.
01:12:10: so schöne Bücher
01:12:11: Mach ich
01:12:12: gerne auch mit grünem Cover.
01:12:13: Ich war ganz positiv überrascht.
01:12:15: nur die Schrift ist rosa.
01:12:19: Es war mir eine helle Freude, ein großer Wunsch ist in Erfüllung gegangen mit dir mal über den Buch zu quatschen.
01:12:25: Aber es ist direkt die Einladung wenn du das nächste Buch schreibst kommst einfach wieder!
01:12:29: Sehr gerne, komme ich sehr gerne wieder.
01:12:30: vielen Dank für die Einladerung.
01:12:36: Die Leserinnen ist ein unabhängiger Bücher-Podcast über feministische Bücher und funktioniert nur deshalb so gut, weil es Unterstützende gibt die Steady-Abos abgeschlossen haben.
01:12:48: Wenn dir der Podcast also sehr gut gefällt dann findest du alle Informationen zu den Steady Abos in den Show Notes!
01:12:56: ganz unterschiedliche Paketgrößen und natürlich auch ganz kleine Pakete, auch größere Pakete.
01:13:02: Und du könntest mich sozusagen jeden Monat auf einen virtuellen Kaffee einladen!
01:13:07: Mein
01:13:08: großer Dank und ganz herzlichen Grüße gehen raus an alle die den Podcast unterstützen und die jetzt hier am Ende des Podcasts wieder ihren ganz besonderen Platz bekommen.
01:13:20: Liebe Grüße an Anna-Maria aus Wiesbaden, Katrin aus Wildeshausen, Katrine aus Eichstedt.
01:13:26: Claudia aus Friedberg, Anna aus Marbach.
01:13:30: Jutta aus Friedberg, Nicole aus Wien.
01:13:33: Anna aus Sulzbach am Main, Maren aus Füssen, Gritt aus Berlin, Anja aus Norderstedt, Claudia aus Marrbach, Nikoll aus Winenden, Annette aus Felgentreu.
01:13:45: Jeanie aus Kirchberg an der Moor, Monika aus Marbach, Yvonne aus Berlin, Farina aus Mühlheim an der Ruhr, Nikola aus Heidelberg und Leene aus Aachen, Ingeborg aus Siegen, Michaela aus Bielefeldt und Laura aus Hahn.
01:14:04: Jana Lea, Marina, Sandra und Kasia!
01:14:09: Ich danke euch von ganzem Herzen.
01:14:12: Vielen Dank, dass ihr diesen Podcast unterstützt.
01:14:14: Moment!
01:14:15: Ich glaube ich habe noch Michelle aus Bielefeld vergessen.
01:14:18: Jetzt sollten aber alle dabei sein.
01:14:21: Vielen vielen dank.
01:14:51: Das war der Podcast.
01:14:52: Die Leserinnen Redaktion und Moderation Christina Häusler Produktion Christina Hösler Musik Bernie Meyer.
01:15:03: Danke fürs Zuhören.
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