Ich bin doch hier nicht die Feelgood Managerin mit Autorin Laura Fröhlich
Shownotes
Laura Fröhlich hat - ich möchte mich da direkt festlegen - den lustigsten feministischen Buchtitel des Jahres verfasst. "Ich bin doch hier nicht die Feelgood Managerin" trifft den Nagel auf den Kopf. Das Thema emotionale Arbeit fluffig aufbereitet für alle, die noch nie darüber nachgedacht haben, ob sie eventuell Feminist*in sind oder nicht. Aber auch für die, die ein bisschen positive Verstärkung brauchen im täglichen Struggle. Hör mal rein.
Der Song zur Folge ist klar: "Für die Sterne" - hier von Dota anhören.
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Transkript anzeigen
00:00:01: Ich bin doch hier nicht die Vielgutmanagerin.
00:00:04: Also das könnte ich sein, wie das sagt zu regelmäßigen Gelegenheiten hier im Familienkreis?
00:00:14: Vielleicht geht es dir auch so denn deshalb hat mich auch das neue Buch von Laura Fröhlich so angesprochen.
00:00:24: Wer diesen Podcast allerdings schon länger kennt, weiß dass ich eine große Abneigung gegen Selbsthilfebücher habe.
00:00:31: Ist das ein Selbsthilfepuch?
00:00:34: Das hab' ich Laura natürlich gefragt und freue mich sehr, dass sie in den Podcast gekommen ist!
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00:01:17: podcast über feministische
00:01:18: bücher
00:01:19: für alle die gerne lesen oder lesen lassen.
00:01:22: mein name
00:01:22: ist christina.
00:01:24: viel spaß beim hören laura.
00:01:34: fröhlich der name der verfolgt sich wahrscheinlich ein bisschen oder
00:01:40: ja absolut.
00:01:41: früher fand ich es auch gar nicht so schön aber heute bin ich sehr stolz auf so einen namen.
00:01:45: ich habe ihn auch behalten dass ich bin feieradet aber hat meinen nahm behalten.
00:01:49: Der passt auch ein bisschen ganz, also der passt hervorragend nicht nur ein bisschen zu deinem neuen Buch.
00:01:54: Ich bin hier nicht die Feelgood Managerin.
00:01:57: Das passt eigentlich wirklich wie die Faust aufs Auge, wie man so schön sagt, zu deinm Namen.
00:02:03: denn jemand der fröhlich heißt dem möchte man vielleicht auch unterstellen dass die Person immer fröhlig ist und das ist ja genau auch das was uns Frauen so ein bisschen belastet, dass wir immer diejenigen sein sollen, die eine gute Stimmung machen.
00:02:15: Die Ausgleichen, die irgendwie alle eine gute Zeit geben und für alles, was das angeht verantwortlich sind?
00:02:24: Absolut genau!
00:02:25: Darum geht es auch in meinem neuen Wohrer.
00:02:27: Also ich habe beschrieben, dass dieser Satz du bist bestimmt immer fröhlich den hab' ich so oft gehört Und er ist ja ganz lieb gemeint und es ist auch gar nicht so weiterschlimmer.
00:02:36: aber du hast etwas strukturelles angesprochen Was schlimm ist, dass Frauen.
00:02:40: Frauen wird erwartet, dass sie für gute Stimmung sorgen im beruflichen Kontext in der Familie.
00:02:45: Also Frauen sollen auch kommunikativ sein und möglichst freundlich.
00:02:50: Und wenn Frauen all dem nicht entsprechen das kennen sich ja Frauen die eben auch nicht immer fröhlich sind oder auch nicht fröhliche auftreten wollen Dass dann Ihnen so unterstellt wird, Mensch, die ist irgendwie schlecht gelaunt.
00:03:02: oder wenn Frauen wütend sind.
00:03:03: Sie sind aggressiv!
00:03:04: Oder wenn sie mal im beruflichen Kontext sagen ich möchte die Betriebsfeier nicht organisieren.
00:03:09: Mensch, wann bist denn du so wenig kollegial?
00:03:12: Und diese Erwartungshaltung ist das Problem, die setzt uns unter Druck.
00:03:15: und so habe ich auch im Buch geschrieben dass ich oft fröhlich bin obwohl es gar nicht so fühle.
00:03:20: aber ich hab das Gefühl Ich muss jetzt hier so gut gelaundet und strahlend den Raum betreten.
00:03:25: Du bist Autorin, Speakerin und einer der renommiertesten Expertinnen für Mental Load im deutschsprachigen Raum.
00:03:32: Das finde ich großartig weil dieses Wort mental load das hat in mir...das war Teil von meinem feministischen finalen Awakening.
00:03:42: Also ich hatte schon immer so eine Grundschwingung in meinem Leben, aber erst dieses Wort hat bei mir den Schalter umgelegt.
00:03:50: Ich möchte nicht von Pillen sprechen das ist leider schon besetzt mit den Pillen, aber wenn man einmal durch diese Tür gegangen ist dann ist es so schwer wieder zurück zu gehen.
00:04:00: und gerade mit diesem Feel Good Problem erschließt du ja noch mal einen neuen Bereich.
00:04:06: War das ein kleiner Schritt dahin oder hattest du's Gefühl, dass ist jetzt noch mal ein ganz anderer Aspekt?
00:04:13: Ich glaube es gehört alles irgendwie zusammen.
00:04:15: So dieses Alltagsorganisationsthema mit dem mental load also an alles denken zu müssen.
00:04:21: Das mache ich ja auch beruflich schon eine Zeit und mir ist aber aufgefallen, dass es gar nicht einmal nur um die Last der Tudus geht sondern auch um diesen emotionalen Aspekt.
00:04:33: Also, wir machen auch diese Alltagsorganisation ja auch oft damit alle anderen zufrieden
00:04:39: sind."
00:04:39: damit wir nicht anecken, damit wirklich auch alles erledigt ist.
00:04:43: Ja vom beruflichen Tudus über Haushalt für Sorgearbeit das alle zufrieden sind und ihre WhatsApp Nachrichten beantwortet sind, Geburtstagsgeschenke organisiert und diese ganzen Dinge.
00:04:56: Und deshalb ist dieser emotionale Teil so wichtig weil das ja nicht nur die Erwartung die Tudús abzuhaken sondern eben auch freundlich zu sein sich um andere zu sorgen.
00:05:07: Und mir ist es dann doch auch dadurch, dass ich jetzt schon so sensibel bin was mental load angeht und mir geht's da auch wie dir.
00:05:13: wenn man einmal das sieht sieht man es überall.
00:05:17: Dann habe ich immer mehr gemerkt Es ist eben auch noch dieses sich verantwortlich für die Gefühle anderer zu fühlen.
00:05:24: Ich hab so einen Moment beschrieben wo ich mich mit einem alten Freund getroffen habe und bemerkt habe dass ich ihn ganz viel frage und alles über ihn weiß, und auch wirklich interessiert bin.
00:05:34: Und er hat es auch total genossen.
00:05:36: Und Tinti hat zu mir gesagt, Mensch Laura, mit dir kann man ja super reden!
00:05:39: Und ist mir aufgefallen, dass er mich gar nichts gefragt hat.
00:05:42: Ich habe mir dann viele Gedanken darüber gemacht Mit anderen Frauen gesprochen, die kennen das Phänomen und es ist zum einen dass Männer gewohnt sind.
00:05:51: Dass sie viel Raum bekommen, dass gefragt wird, dass sich Menschen für sie interessieren.
00:05:56: ich habe aber auch gemerkt Es ist schon auch meine Art des Gesprächs so durchzumoderieren.
00:06:00: also Ich hab jede Lücke unseres Gespräch gefüllt mit einer Frage und hab dann hinterher gedacht Also beim nächsten Mal lass ich so eine Lücke mal stehen und guck mal, was passiert.
00:06:10: Weil ich hab ja auch Interessantes zu erzählen und da darf ruhig auch mal nachfragen.
00:06:16: Mir sind diese verschiedenen Rollen klar geworden und es ist eben nicht so ne individuelle Situation wie wir dann oft denken sondern indem wir als Frau in solch Erfahrung austauschen merken, wie krass das hat ja ein System.
00:06:31: Ich finde gerade auch... Die beiden passen für mich persönlich total gut zusammen, weil gerade auch emotionale Arbeit.
00:06:37: Das hat für mich nochmal ein nächstes Level erschlossen – ich sage es ganz ehrlich!
00:06:42: Wenn man sich mit Mental-Load beschäftigt und dann noch versteht was dazukommt... Für mich ist das beste Beispiel, immer wenn man in Urlaub währt.
00:06:50: Da ist es mental load ein bisschen softer.
00:06:53: Man hat nur eine bestimmte Anzahl von Dingen dabei.
00:06:55: Gut dann haben wir halt jetzt keine Gummistiefel so ne?
00:06:58: Also man muss nicht an so viele Dinge denken!
00:07:00: Dafür sind aber alle Familienmitglieder den ganzen Tag zusammen und man ist die ganze Zeit am Koordinieren dass keiner ausflippt.
00:07:08: Der kleine möchte jetzt aber nicht das Eis, der möchte Pommes.
00:07:11: Der Vater versteht es nicht!
00:07:13: Warum rät er sich jetzt so auf?
00:07:14: Das ist doch kein Problem.
00:07:15: Ja okay ich spreche jetzt erst mit dem Kleinen.
00:07:18: kannst du mit den anderen schon mal vorgehen?
00:07:20: dieses Managen, dieses Dirigieren, dieses Orchestrieren alle wieder einfangen... Es ist unglaublich anstrengend und ich finde Gerade dafür ein Wort zu haben, das ist für mich ein Teil von Feminismus.
00:07:33: Überhaupt ein Wort dafür zu haben dass es nicht mein persönliches Problem ist, dass ich nicht eine anstrengende Familie habe sondern dass es ein strukturelles Problem ist!
00:07:43: Dass es allen so geht, dass eben ich nicht wie bei Mental Load einfach nur schlecht organisiert bin Oder bei der emotionalen Arbeit einfach irgendwie empfindlich oder überfordert, sondern dass es allen so geht.
00:07:56: Weil wir bestimmte Rollen hier haben.
00:07:59: Weil nicht nur von uns erwartet wird, dass wir in Teilzeit gehen und ein paar mehr Sachen managen und wir uns gut ergänzen.
00:08:06: Und dann haben wir Teamwork als Paar.
00:08:08: Sondern das ist grundsätzliche Dinge gibt die auf uns Frauen immer wieder zurückfallen.
00:08:13: Ja absolut du hast genau was richtiges beschrieben.
00:08:17: also... nicht nur, wenn es jetzt um Kinder geht dafür zu sorgen dass die alles haben was sie brauchen sondern auch Emotionen auf Emotion einzugehen und dafür müssen wir die eigenen zurückstellen.
00:08:28: Und es ist ganz interessant, wenn Mann und Frau zusammen Eltern sind, die Frage wer kümmert sich um die Entwicklung?
00:08:35: Also wer liest vielleicht mal ein Ratgeber oder wer spricht mit der Kinderärztin weil das Kind gerade irgendwie scheinbar auffällig ist?
00:08:43: oder wer macht sich Gedanken um die Kinder in der Pubertät?
00:08:47: wie reden wir mit ihnen?
00:08:48: Wie können wir auf ihre Sorgen eingehen?
00:08:50: also Das ist auch ganz interessant.
00:08:52: Wer kümmet sich diese Bedürfnisse der anderen?
00:08:55: und was auch Frauen kennen, die jetzt keine eigenen Kinder haben.
00:08:59: Oft auch in Bezug zu den eigenen Eltern, zu den Geschwistern.
00:09:02: Tante Onkel nennt man auch so Kinnkeeping.
00:09:05: Dieses Die Verwandtschaft ist sich um die Verwandtschaft kümmern.
00:09:09: Sich auch darum kümmernd dass irgendwie die alte Tante die jetzt gerade ganz allein da sitzt auch immer mal wieder jemanden zum sprechen hat.
00:09:16: Wen rufe ich an?
00:09:16: Die Mutter manchmal auch noch die Schwiegermutter Und es ist ganz wichtig darüber zu reden, denn das kostet und haben mich viel Zeit.
00:09:24: Auch Kraft kennen wir alle in Bezug auf die eigenen Eltern oder so... Du hast es insofern nochmal richtig gesagt, dass das ein strukturelles Problem ist.
00:09:32: Weil Frauen fühlen sich verantwortlich und sind dann die, die alles koordinieren.
00:09:37: Und der Smartphone hat dazu geführt, dass wir eben auch noch diverse Kommunikationsgruppen haben, die befüllt werden müssen.
00:09:44: Es macht unterm Strich unheimlich viel aus!
00:09:48: Ich habe einfach viel mehr Zeit wenn ich mich um all das nicht kümmere, wenn ich keine Fotos versenden muss... Wenn die Pubertätsthemen meiner Kinder von meinem Partner beurteilt und werden, der sich darum kümmert.
00:10:03: Und am Ende haben wir Frauen einfach eine Zeitsteuer die wir bezahlen.
00:10:07: Das ist wirklich auch strukturell und das ist auch der Grund warum Frauen diese Zeit dann fehlt um in einem Hobby nachzugehen Kunst zu machen, sich politisch zu engagieren Führungspositionen zu übernehmen.
00:10:18: Und das hat Struktur und das wollte ich einfach damit auch noch mal sichtbar machen dass es eben hier nicht nur um so ein bisschen gut Feeling geht sondern um wirklich ein Problem was uns Frauen auf der Seele und auch im Geldbeutel zu spüren ist.
00:10:32: Die große Herausforderung da ist, das sind nicht nur Tasks die könnte man irgendwie aufzählen und da gibt es inzwischen ja ganz viele Hilfsmittel wie man Mental Load aufzeigt.
00:10:42: guck mal du machst das nur einmal im Monat ich mache das dreimal am Tag merkst du?
00:10:47: Das ist irgendwie ungleichgewichtig.
00:10:49: man kann das gut aufrechnen.
00:10:50: Aber gerade aus dieser emotionalen Arbeit ziehen wir unglaublich viel Selbstwert, wie du auch in deinem Buch schreibst.
00:10:56: Das ist was damit identifizieren wir uns ja auch.
00:10:59: ich möchte ein guter Mensch sein!
00:11:01: Ich möchte einen Geburtstag von allen denken Ich möchte gemocht werden und gemochte werde ich, wenn nicht zum Beispiel sehr gut zuhöre.
00:11:09: Wenn ich spannende Fragen stelle, wenn ich nicht so laut bin, nicht so viel Raum einnehme, wenn mich eben eine angenehme Person bin die nicht nervt.
00:11:18: Und für alle irgendwie ein gutes Gefühl da lasse darüber definieren wir uns ja selbst und dann den Schritt zu gehen zu sagen das ist aber ein Teil der Sache, die dich so viel Energie kostet, die Dich so müde macht, die sich so erschöpft.
00:11:34: Es ist ein großer Schritt, es ist ein kleiner Schritt.
00:11:36: Was denkst du?
00:11:38: Ein großer!
00:11:40: Als du das gerade so aufgezählt hast, denke ich mir, ja genau.
00:11:42: Das ist sozusagen oft das Ziel.
00:11:45: Weil wir uns sehr identifizieren über diese Rolle und weil wir natürlich auch dadurch vermeintlich Kontrolle haben.
00:11:52: Indem ich an die Geburtstage denke, indem ich zuhöre, habe ich vermeintliche die Kontrolle darüber was andere bei mich denken.
00:12:00: Die müssen mich dann mögen, sie finden mich sicher sympathisch und nett.
00:12:03: Und dann ist natürlich die eine Frage, habe ich das wirklich unter Kontrolle?
00:12:08: Und wie ist es, wenn ich diese Kontrolle loslasse?
00:12:10: Deshalb ist es ein großer Schritt.
00:12:11: Kontrollenloslassen ist immer schwer und entgleitet was.
00:12:14: Da kommt die Angstphase!
00:12:16: Was denken die anderen über
00:12:17: mich?".
00:12:18: Grundsätzlich ist natürlich auch diese emotionale Arbeit wertvoll.
00:12:21: uns tut uns gut und das ist überhaupt nicht schlimm oder negativ.
00:12:26: aber wir merken hier ist es dann schnell die Schwelle überschritten wo kann ich mich gar nicht mehr um mich kümmern?
00:12:31: Wo schreibe ich jetzt Geburtstagskarten obwohl ich eigentlich gar keine Zeit habe?
00:12:35: Ja, weil ich kauf die noch und muss die Briefmarke und muss noch zu Post diese ganzen Themen.
00:12:40: Und wo wird's immer mehr?
00:12:41: Und wo hab' ich auch immer mehr Angst mal was wegzulassen?
00:12:44: Weil sonst mögen die Leute mich nicht!
00:12:46: Dann gehöre ich nicht mehr dazu, dann wirklich nicht sympathisch.
00:12:49: Deshalb ist es ein Riesenschritt... ...und manche Menschen sind damit so identitätsmäßig verbunden dass das ganz schwer sich zu lösen uns vielleicht erst einmal nur die Erkenntnis darüber braucht.
00:13:03: Also nicht alle, die das jetzt erkennen und auch vielleicht sagen, ich würde daran gerne was ändern.
00:13:07: Die können sofort jetzt den einen und dem nächsten und den dritten Schritt machen sondern manchmal tut es einfach gut zu wissen warum mache ich das?
00:13:15: Auch zu verstehen, warum mich da unter Druck stehe um das zu erkennen.
00:13:19: Und ja, ich glaube jede Person auch gerade jede Frau darf da so ihren eigenen Weg gehen.
00:13:24: Die Frage ist halt immer was erhoffe ich mir davon wenn ich meine Lücke stehen lasse?
00:13:28: und ich brauche immer ein gutes Ziel Was mich motiviert und Freude macht und das Ziel muss jetzt nicht sein.
00:13:33: Ich bin jetzt einfach überhaupt nicht mehr nett zu allen und ich kümmere mich um niemand mehr.
00:13:37: Sondern das Ziel ist eher wo kann ich mal eine lücke stehen lassen damit ich ein bisschen mehr Zeit für mich habe damit ich mal wieder fragen kann, wer bin ich eigentlich?
00:13:46: Wenn ich mich mal nicht kümmere.
00:13:47: Und das ist manchmal eine Frage die es erschreckend.
00:13:50: Wer bin ich wenn ich mich nicht kümmer dann bin nur noch ich.
00:13:53: Bin ich da noch in Ordnung und dann zu lernen ja Ich bin gut so wie ich bin auch wenn ich mal nichts für andere tue.
00:14:01: Das is echt ein game changer und ich wünsche mir vor allem auch für kleine Mädchen dass sie von Anfang an aufwachsen mit dieser Gewissheit.
00:14:09: Ich
00:14:11: habe da ziemlich schnell an das Buch Toxische Weiblichkeit von Sophia Fritz denken müssen und hab mich dann wahnsinnig klug gefühlt, als ich gesehen habe.
00:14:19: Du hast es auch hinten drin in deinem Buch!
00:14:21: Was ist
00:14:21: ein tolles Buch?
00:14:23: Ja aber ich habe mir so schwer damit getan und ich glaube, ich muss noch ganz lange drüber nachdenken.
00:14:29: Aber mit deinem buch tatsächlich hat sich mir das andere Buch nochmal mehr erschlossen Weil in dein einem Buch ist genau dieses toxische Verhalten Mir selbst schadet ist noch mal so viel greifbarer.
00:14:42: Sorry Sophia, aber bei dir es ist so viel Greifbar und verständlicher.
00:14:47: Und handlicher also fließt mehr in meinen Kopf.
00:14:51: ich kann es mir durch meine durch mein eigenes Verhalten irgendwie filtern.
00:14:58: da komme ich wirklich einen Schritt weiter.
00:15:00: Toxische Weiblichkeit, schreibt Sophia Fritz ist eine destruktive Verhaltensweise die wir Frauen haben.
00:15:08: Die uns selbst schadet also so wie toxische Männlichkeit schadete ja auch vor allem Männern.
00:15:14: Und da dachte ich so, ja okay toxische Weiblichkeit aber wir schaden damit niemand anders nur uns selbst.
00:15:18: Also weites Feld!
00:15:20: Aber es geht darum dass wir bestimmte Aspekte unserer Rollen als Frauen, wenn wir Weibigkeit performen wie wir Feministinnen sozusagen, wenn Wir Weiblichkeit performen das wir uns ja damit selber schaden.
00:15:33: und du hast es ja gerade schon gesagt die Zeit dich dann in sehr viele Details in diesen Perfektionismus stecke.
00:15:41: In dieses Ich habe noch den Geburtstag von dem Arbeitskollegen vor fünfzehn Jahren in meinem Handy, der jedes Jahr um neun Uhr aufploppt und sich eine Erinnerung ruft, muss ich dem dann der SMS schreiben oder nicht?
00:15:55: Und was könnte ich stattdessen tun?
00:15:57: Was könnte ich da dessen tun?
00:16:00: Ich könnte mich ja auch mich kümmern!
00:16:02: Ich könnte ja etwas für mich tun... mal entspannen oder in Ruhe eine Tasse Kaffee trinken, statt jetzt all diese Spezialtasks mir auch noch drauf zu schippen.
00:16:14: Und diese Erschöpfung.
00:16:16: vor allem, da finde ich merkt man doch sehr stark und sehr schnell wie zwiespältig dieses Verhalten ist wenn man es mal vorsichtig nennen möchte.
00:16:27: Es ist zwiesspältig!
00:16:28: Es tut ja anderen Menschen gut.
00:16:30: Ich bilde auch meinen Dorf Also ich bringe die Menschen zusammen.
00:16:36: Frauen miteinander geben sich ja wechselseitig diese Gefühle und dieses Aufeinander hören.
00:16:42: Aber es gibt natürlich auch die, bei denen fließt's rein und es kommt wenig zurück – ich sag mal Kinder!
00:16:48: Das ist
00:16:49: so ein emotionales Fass ohne Boden.
00:16:52: Dein Buch?
00:16:55: Ist dein Buch ein Ratgeber?
00:16:57: Ja oder nein?
00:16:58: Weil meine Freundin Barbara und ich haben damals uns mit Mantelot beschäftigt und viel darüber gesprochen Und haben da festgestellt, wir brauchen keine Ratgeber Heureka.
00:17:11: Es ist ein strukturelles Problem!
00:17:14: Wir brauchen nicht mehr irgendwie Tipps wie wir früher aufstehen und uns besser organisieren und um uns besser zu fühlen.
00:17:19: Das ist ein structurelles Problem und wir können da anders rangehen.
00:17:25: Gleichzeitig gibt dein Buch ja sehr konkrete Tipps und leitet an... Ist es ein Problem wenn man das Gefühl hat, dein Buch ist ein Ratgeberguch?
00:17:36: Das ist eine wichtige Frage, die ich auch am Anfang gleich mit meinem ersten Vorwort versucht habe irgendwie ein bisschen zu oder begreiflich zu machen.
00:17:44: Also ich finde auch dass Frauen keine Ratgeber brauchen.
00:17:47: also Frauen brauchen jetzt nicht noch weitere Handlungsanweisungen wie sie sich verhalten sollen oder nicht.
00:17:52: Darum ist mir das so wichtig auch bei meinem ersten Buch Die Frau fürs Leben ist nicht das Mädchen für alles meine eigenen Erfahrungen zu beschreiben sodass Frauen sagen können hey die teilig oder diese Teile vielleicht auch nicht.
00:18:05: und dann Impulse, was kann ich tun oder auch nicht tun?
00:18:10: Und ich glaube es ist so ein Zwiespalt.
00:18:11: zum einen.
00:18:12: Es sind strukturelles Problemen.
00:18:13: Das sind die Frauen, die sich verändern müssen sondern die Struktur.
00:18:17: Ich halte aber ganz viele Vorträge und gebe Workshops uns ausschließlich nach den Vorträgen und Workshops trennen, mit dem Bewusstsein es muss sich die Struktur ändern.
00:18:28: Dann fühlen wir uns trotzdem ohnmächtig und dieser Struktur so ausgeliefert.
00:18:32: Und darum braucht's ein Stück weit beides.
00:18:35: Es braucht natürlich die Veränderung und die Strukturen.
00:18:38: deshalb schließe ich das Buch auch wieder müssen auf die Straße, ja?
00:18:42: Die Politik muss endlich aufmerksam werden auf das Problem.
00:18:46: Und trotzdem braucht es ein paar Impulse oder auch so dieses Mut machende, hey wir lassen mal eine Lücke stehen!
00:18:51: Damit ich selber das Gefühl habe, ich kann im Alltag für mich ab und zu was bewegen oder was verändern.
00:18:57: Und ganz wichtig... Ich schreib in dem Buch nicht macht das, mache jenes, mach jenes nicht sondern überleg mal wenn du jetzt diese Rolle kennst, die du ausfüllst Wie kannst du für dich was verändern?
00:19:09: Vielleicht könntest du dies sein oder jenes.
00:19:11: Vielleicht auch keines von beidem und du musst jetzt einfach erst mal sacken lassen, aber wir brauchen sowohl dieses Wissen die Strukturen sind schuld... ...und nicht wir!
00:19:21: Aber ich brauche auch irgendwie einen Handlungsspielraum, sonst fühle ich mich den Strukturen ausgeliefert und dann sehe ich wieder in der Politik es verändert sich nichts.
00:19:29: Und dann erlebe ich im meinem Umfeld Kita-Betreuung ist Mangelware oder ich verdiene viel weniger als mein Partner und dann fühle Ich mich ja total ohnmächtig.
00:19:39: und wir brauchen gerade auch diesen Schulterschluss unter Frauen zu sagen hey gucken uns das Problem an und schauen mal, was es des Handlungsfeld.
00:19:48: Wo kannst du etwas verändern?
00:19:50: oder wo kann ich für dich als Frau etwas ver ändern?
00:19:52: Weil ich mehr Ressourcen habe als du!
00:19:54: Stichwort auch allein erziehende Mütter ja die haben oftmals überhaupt keine Ressoursen.
00:19:59: aber als Frau mit gewissen Privilegien Mit einem nötigen Umfeld kann ich vielleicht auch für die andere Frau noch ein Stück weit mit auf die Straße gehen.
00:20:10: Also darum ist so dieser Aspekt.
00:20:13: Wir können uns gegenseitig empowern, auch mal etwas zu lassen oder es könnte eine Idee sein der hier mehr Raum zu nehmen.
00:20:21: Deshalb
00:20:21: braucht sowas glaube ich schon und Ich merke auch dass ich als frau ganz viel davon zähre wenn andere Frauen für mich ein Vorbild sind und das müssen gar nicht nur Frauen in der Öffentlichkeit sein.
00:20:34: Das kann auch eine Freundin sein, die mir erzählt, Laura, ich hab neulich mal Folgendes gemacht und dann denke ich cool, könnte ich auch mal ausprobieren.
00:20:40: Deshalb also so dieses sich gegenseitig unterhaken und mal gucken Handlungsspielräume eröffnen, sich auszutauschen.
00:20:48: Das ist was wir brauchen.
00:20:50: denn nur darauf zu warten dass die Strukturen sich ändern, wenn ich mir meine Tochter anschaue, das will ich auch nicht weil dann habe ich Sorge, keinen Nutzen für uns bringt und zwar nicht für mich, nicht für die nächste Generation.
00:21:03: Und im besten Fall mal für die übernächste.
00:21:05: aber es ist einfach alles noch viel zu verkrustet als dass ich sage hey Leute erwartet einfach ab's wird sich genug ändern und dann wird zu uns Frauen leichter.
00:21:12: das sehe ich leider überhaupt nicht.
00:21:15: Ich leide auch nicht.
00:21:16: Insofern ist es umso wichtiger, die verschiedenen Aspekte von diesem People-Pleasing viel Good Management zu kennen!
00:21:24: Also ich glaube das Erkennen ist ein total wichtiger Schritt selbst wenn ich in dem Moment nichts ändern kann.
00:21:29: bei Mental Load ist es ja ähnlich, wenn man da wieder die Brücke schlägt.
00:21:33: Es gibt vielleicht Dinge der weiß sich... Mann meine Liste is wirklich lang aber sind vielleicht Baby Steps dass ich Pö Apö immer mal wieder was abgebe oder vielleicht einfach die Kinder werden größer und die Liste wird auch ein bisschen kleiner.
00:21:46: Und das wird ein bisschen leichter, also aber erkennen und wissen und auch für sich selbst einstehen dürfen und auch sagen dürfen es ist viel ist schon total wichtig.
00:21:57: darum gefallen mir deine Prototypen so gut eine rollen modelle die du im buch konstruierst weil darin kann man sich selber ein bisschen abklopfen und kann mal sagen trifft es auf mich zu Habe ich da vielleicht so ein Überperformer-Ding?
00:22:11: Mach' da vielleicht mehr als ich müsste.
00:22:14: Könnte ich da mal eine kleine Lücke?
00:22:18: Die haben mir sehr gut gefallen, das sind ja sieben Stück!
00:22:21: Ich lese die ganz kurz vor... ...die Four Good Managerin ist also die Gefühlsbeauftragte wie der Willen.
00:22:28: Dann gibt's die Kümmererin, die macht Projektmanagement auf höchstem Niveau Das Daughtering Da bist du Klassensprecherin für die ganze Familie und für alles zuständig.
00:22:40: Die Männerversteherin, da ist man born to make you happy.
00:22:44: Schreibst du so schön?
00:22:45: Genau!
00:22:47: Die Schönmacherin mit dem Wunsch nach Sauberkeit, nach Perfektionismus... Hey!
00:22:51: Und Ostern steht vor der Tür.
00:22:52: Ich hoffe ihr habt schon die Deko rausgeholt.
00:22:56: Die liebevolle Mutter und die Geschichte der guten Mutter und Hausfrau überhaupt.
00:23:00: Und natürlich, die nette Kollegin und die Superchefin, die auch daran denkt den Blumenstrauß und den total passenden Gutschein für die Kolleginnen und Kollegen rechtzeitig zu besorgen und auch den Geburtstag auf dem Schirm zu haben.
00:23:12: Ja genau!
00:23:13: Da finde ich sieht man es total gut und mir gefällt auch die Brücke in den Job Weil da sind wir es eben auch.
00:23:20: Der Begriff kommt ja eigentlich aus dem beruflichen Umfeld und genauso wie man Mental-Load nicht nur zu Hause hat, sondern eben auch im Beruf ist einfach auch dieses gefühlige Wie geht's dem Team?
00:23:32: Das ist ganz oft Frauenaufgabe selbst wenn du gar keine Führungsposition hast.
00:23:37: Ich hatte schon so oft Chefs die haben das an Kolleginnen abgegeben oder weniger Und sich dann immer ausgetauscht haben aber die Rolle nie eingenommen.
00:23:48: Also das Gefühlige, dass war so klar da, das kann ich leider nicht.
00:23:51: Da!
00:23:52: Ich bin halt ein Mann... Vielleicht nochmal ganz kurz.
00:23:55: Die Definition, ich habe echt die Definition von vielgut Managerin einmal rausgesucht eine Vielgut-Managerin auch Chief Happiness Officer ja auch ganz schön optimiert das Arbeitsklima und fördert das Wohlbefinden der Mitarbeitenden um die Unternehmenskultur zu stärken und die Produktivität zu steigern.
00:24:14: sie fungiert als Bindeglied zwischen Belegschaft und Management kümmert sich um Bedürfnisse Feedback und organisierten Maßnahmen wie Team Events oder auch ich leite ein kleines Familienunternehmen.
00:24:26: Genau!
00:24:30: Diese Prototypen zu konstruieren, wie schwierig war das?
00:24:35: Wo fängt man da an und wo hört man auf?
00:24:37: Also mir sind ganz viele eingefallen und es sind ja noch nicht mal alle.
00:24:41: also ich denke wenn wir so sammeln würden uns wahrscheinlich noch ein paar Rollen einfallen.
00:24:46: aber das schon wieder diese vielgutmanagerin.
00:24:48: also es gibt ja tatsächlich auch diesen Beruf diese Aufgaben sichtbar sind und dann auch bezahlt werden.
00:24:56: Also das finde ich zum einen fortschrittlich, zum anderen ist insofern an diesem Berufsbild problematisch dass da schon wieder vor allem Frauen für angedacht werden.
00:25:06: also wenn es zB ganz viele männliche Feed Good Manager gäbe oder zumindest Fifty-Fifty verteilt würde ich sagen das finde Ich sehr fortschrittlich denn tatsächlich die Arbeit ist wichtig die muss gemacht werden Die wird bezahlt.
00:25:19: dies sichtbaar Genau, insofern weil das aber dann wieder oft eine Fortbildung für Frauen ist habe ich da so ein bisschen Bauchschmerzen und weil vor allem die vielgut Managerin gerade im beruflichen Kontext nicht unbedingt diese Bezeichnung haben.
00:25:33: Und die Bezahlung und Beschreibung sondern weil Frauen es oftmals noch so nebenher machen.
00:25:38: Vielleicht ist mein Job eigentlich Controllerin, aber trotzdem kümmere ich mich um die Geschenke für die Kollegen und Kolleginnen.
00:25:45: Oder ich bin eben hier die Frau Fröhlich, die gute Laune Laura, die da reinkommt und im Team mal wieder so richtig gute Stimmung macht.
00:25:51: Und das eben nicht nur wenn ich selber gut gelaunt bin sondern auch wenn Gerade man mich nicht so fühle.
00:25:57: Aber ich hab das Gefühl, ich habe schon diese Rolle und ich bin auch weiblich.
00:26:01: Und wenn ich morgens schlecht gelaunt reinkomme ... Das können viele Frauen sagen, warum lächeln sie doch mal wieder?
00:26:07: Das sind Sätze, die Frauen oft zu hören bekommen und die Männer nie hören!
00:26:12: Also niemand sagt ne Mann jetzt lächelt doch mal so schön oder?
00:26:16: Dieses äußere offene Freundliche wird eben Frauen zugeschrieben.
00:26:21: Die Frage war, ob es schwierig war das zu konstruieren.
00:26:24: Also ich hab' bin so von mir ausgegangen, kenne so diese Rollen alle und habe aber auch nochmal darauf hingewiesen dass es sicher noch einige mehr gibt die Frauen zu spielen haben.
00:26:33: Und wie du gesagt hast, war mir das wichtig diese Beispiele aufzuzeigen.
00:26:37: Um bei sich abzuklopfen, hey wo nehm ich die Rolle ein?
00:26:40: Weil ach es gibt sicher viele Frauen, die sagen also privat kenne ich das jetzt gar nicht aber tatsächlich im beruflichen Aspekt oder die sagen Ich kann mich immer super abgrenzen.
00:26:48: Aber stimmt!
00:26:49: Ich bin die alteste Tochter und kümmere mich hier ständig um die Family.
00:26:52: und so hat glaube ich jede Frau mindestens eine Rolle bei der sie sagt na die kenn ich schon so aus dem Alltag.
00:26:57: und dann darf jede frau natürlich auch sagen Hey ich die rolle tut mir gut ich mach die übernehmen die gern und auch dann Punkt ist nichts dran zu rütteln oder aber vielleicht auch zu sagen, hey stimmt.
00:27:09: Die Rolle habe ich so verinnerlicht dass ich mir gar nicht mehr selbst erlaube da mal rauszutreten.
00:27:14: und mit diesem Bewusstwerden fällt es mir vielleicht leichter und im nächsten Familienchat organisiere ich mal nicht den Geburtstag sondern gibt ja den anderen den Vortritt.
00:27:23: Ja, ich glaube auch dass da für jeden eine Lücke dabei ist und du hast ja gesagt lasst doch einfach mal die Lehrstelle mach doch einfach nur eine Sache nicht.
00:27:32: Und bei mir zum Beispiel ist es die Schönmacherin.
00:27:35: Ich habe sie schon gesagt ne Ostern steht vor der Tür ich hasse Deko!
00:27:40: Ich
00:27:40: hasse Deco.
00:27:41: Jetzt hab' ich Kinder und die stehen auf diese süßen kleinen Hasen.
00:27:44: was habe ich am Wochenende gekauft?
00:27:46: Ich habe so bunte Eier gekauft die man in Garten hängen kann die nicht kaputt gehen weil ich dachte ach Mensch da haben alle eine Freude dran.
00:27:52: Na ja, außer ich.
00:27:53: Weil ich muss die aufhängen und wieder abhängen.
00:27:55: Da muss ich einen Platz finden, wo ich sie aufhebe... Und mir liegt daran gar nichts!
00:27:59: Gar nicht!
00:28:00: Also meine Weihnachtsdeko.... Ist nicht mein kreatives Outlet und dabei gibt es aber andere Frauen, die sagen ich gehe darin auf.
00:28:07: Ich liebe das!
00:28:08: Ich brauche das!
00:28:10: Da wütter ich meinen inneres Kind.
00:28:12: Das ist meine Art von Kunst hier aus alten Büchern irgendwie so stählmig rumchen zu machen mit Plastikblumen drauf in... mit Heißkleber is'n mein Spirit-Animal.
00:28:22: also wenn des deren Ding ist dann ist es super.
00:28:25: Aber für mich ist es was wo ich jedes mal denke bräu jetzt eigentlich nicht.
00:28:31: Und Christina, das ist genau der Punkt.
00:28:33: Ich muss grad sagen, dass die Heißklebepistole mein Spirit Animal ist.
00:28:37: Das ist mein Satz des Tages!
00:28:40: Denn tatsächlich wie du gerade gesagt hast, darf absolut auch so sein... Aber du beschreibst ja genau das.
00:28:47: Ich mache es, weil ich irgendwie das Gefühl hab, ich muss!
00:28:49: Dabei find' ich's doof und du hast noch was Wichtiges
00:28:52: gesagt.".
00:28:52: Das fiel mir auch so auf.
00:28:54: Ich muss es jedes Mal aus dem Keller holen, ich muß es verstaunen, lagern oder sogar erst mal einkaufen.
00:29:00: Und ich geh jetzt einfach von uns zu Hause aus.
00:29:03: Mein Mann, der pfeift da genau wie du innerlich drauf.
00:29:07: Der macht aber nichts.
00:29:08: Er hat nicht das Gefühl, als guter Papa muss bunte Oste-Eier aufhängen, er würde auf die Idee nicht kommen ... Eier auszublasen, um sie dann mit Kindern zu bemahlen.
00:29:16: Und ich hab das auch als Mutter von kleinen Kindern noch gemacht und ich sag ganz ehrlich... Ich würde jetzt noch Eierausblasen uns sie bemalen aber nicht mit Kindern wenn es jetzt auf meine Lust ankommt!
00:29:27: Für mich gibt's nichts Schlimmeres.
00:29:29: und genau das habe ich gemacht weil ich dachte als gute Mutter müsste ich und bin dabei ausgeflippt.
00:29:33: Dann habe ich mich geschämt, weil die Kinder angemackert haben.
00:29:37: Habe mich geärgert über die Sauerei in der Küche.
00:29:40: Ich habe dann auch wieder gedacht, warum tue ich mir das an?
00:29:44: Warum lasse sich die Lücke nicht einfach stehen?
00:29:46: oder warum fällt es mir schwer, dass ich jetzt überhaupt nicht österlich dekoriere.
00:29:52: Und das ist auch eine interessante Frage und ich fand schon auch am Weihnachten... mal so reflektiert und habe auch wirklich viel weniger dekoriert, fand es aber auch nicht so stimmungsvoll und gemütlich.
00:30:04: Und das möchte ich auch noch einmal beschreiben dass damit indem man Lücke stehen lässt natürlich auch eine gewisse Stimmung fehlt und auch mal die Lücke stehn zu lassen um darauf hinzuweisen Leute ist dann halt nicht so schön Und ich finde es auch schade.
00:30:19: Aber ich entscheide mich entweder dafür, dass ich dann sage, komm, ich füll die Lücke trotzdem weil das ist mir super wichtig was ja legitim ist oder ich sag einfach lasst die Lüge mal stehen Ich mute euch mal das Chaos zu Oder eben den fehlenden Glitzer um aufmerksam zu machen darauf dass Frauen hier immer die Arbeit übernehmen.
00:30:36: und in dem schönen Film ein Tag ohne Frauen als die isländischen Frauen auf die Straße gegangen sind fand ich auch schöne Szene wo die wirklich aus Protest Mal kurz vor Weihnachten so eine Puppe Aufgehängt haben die sich so eine so eine erhängte Alltagsmanagerin, Die sich in diesem Advents und Deko Wahnsinn auch wirklich so überlastet hat.
00:30:57: Und das war ein schönes Symbol also ein erschreckendes Schönes-Symbol für diese Arbeit, die von Frauen verrichtet wird.
00:31:04: Ich finde es schon wichtig auch die Frage Wir möchten doch auch so leben dass wir uns wohlfühlen Hin und wieder ein bisschen glitzer, wir brauchen Fürsorgearbeit aber eben nicht auf dem Rücken der Frauen.
00:31:15: Wir sind ja auch in einem feministischen Podcast und das ist letztendlich auch der große Appell gesellschaftlich mal hin zu gucken wer sorgt denn dafür dass sich alle wohlfühlen um?
00:31:23: wer bezahlt damit mit der eigenen Gesundheit und den eigenen Ressourcen?
00:31:27: und es sind eben nach wie vor vor allem Frauen.
00:31:30: Das erkennen wir dann manchmal in unserem eigenen Alltag.
00:31:32: In der Situation, Christina du und ich hängt mir jetzt die Eier auf, lässt was sein aber dann sieht man irgendwie auch die enttäuschten Kinderaugen oder sieht auf Insta irgendeine tolle Inspo und denkt sich ach komm hole ich doch wieder mein Heißklebepistole raus diesem Thema.
00:31:49: und eben als junge Mutter oder jüngere Mutter konnte ich da überhaupt nicht aus der Rolle draus treten.
00:31:55: Und das fällt mir jetzt wesentlich leichter, vielleicht empowert sich auch die eine oder andere Frau zu sagen, hey, lass die Heißklebe-Pistole heute auch mal drin!
00:32:04: Weil ich habe eigentlich gar keine Lust.
00:32:06: Ich hab dann noch ne lustige Anekdote Weißgrad Ostern, es hab' ich dran gedacht dass ich nach so... Osterstrauß-Ernänger habe.
00:32:13: Du hast es gerade schon gesagt Internet, ganz schwierig.
00:32:16: Da sieht man die ganzen schönen Sachen wie schön sein könnte und da hab ich aus selbst trockenen Ton, die schauen aus wie Spiegeleier so ganz kleine Anhänger und dann malt man das Eidotter noch gelb an und dann hängt man das an den Oster Strauß und es sieht total Arti aus und so total cool.
00:32:34: Am Ende war es so, dass ich zu den Kindern gesagt habe ihr dürft jetzt was auf Netflix schauen.
00:32:38: Ich mache das jetzt in Ruhe weil mir macht es Spaß und ihr macht es nur Scheiße.
00:32:43: Und ich möchte, dass es schön wird.
00:32:45: Das hatte nichts mit Perfektionismus zu tun sondern wirklich, weil ich wollte das gerne machen.
00:32:50: Mir hat es Spaß gemacht und dann war's mir auch fast wurscht ob die Kinder da mitmachen oder nicht?
00:32:55: Nein eigentlich war es mir noch lieber, dass sie nicht
00:32:57: mitkriegen.
00:32:58: Ja ich fühl es total.
00:33:01: Sag mal, feministischer Podcast.
00:33:04: Simone de Beauvoir hat gesagt wir werden nicht als Frauen geboren sondern wir werden zu Frau gemacht.
00:33:09: Wie um Himmels Willen werden wir zur People Pleaserin, zur Feel Good Managerin gemacht.
00:33:15: Also, es fängt natürlich auch schon an mit den weiblichen Rollenvorbildern.
00:33:18: Wer hat früher gesorgt und geschmückt und gekocht?
00:33:22: Und das war nicht immer so aber sehr oft schon Frauen!
00:33:25: Wir erleben das anhand weiblicher Vorbilder die fürsorglich sind, ihnen für sorgliche Berufen arbeiten.
00:33:31: Darum ist wichtig, dass Fürsorgeberufe auch von Männern ausgeübt werden.
00:33:35: An Zeitgleich wird von Mädchen erwartet, dass sie sich jetzt nicht in den Wettbewerb begeben, dass Sie nicht streiten.
00:33:42: Dieses vertragt euch doch wie... Sorgt für Frieden.
00:33:47: Seid doch nicht so... Ihr müsst doch nicht um die Wette rennen, ihr könnt es auch gemeinsam machen!
00:33:52: Also das sind Erwartungen, die wir eher an Mädchen stellen als an Jungs.
00:33:56: bei denen ist Wettbewerb und Streit eher normal in Anführungszeichen normal.
00:34:00: also das wäre ganz wichtig dass wir auch Mädchen wütend sein lassen, dass sie sich streiten dürfen, dass Sie um die wette rennen Bekämpfen, weil es ist ja auch ganz natürlich das Kinder.
00:34:12: Also auch sich mal ein bisschen körperlich messen in den Rahmen und dass keiner verletzt wird.
00:34:18: Aber dass es durchaus in Ordnung ist, dass Mädchen raufen.
00:34:22: In der Schule kennen wir dann auch, dass das Mädchen suggeriert wird ihr seid so ruhig und lieb setzt euch doch zu den Jungs damit die nicht so chaotisch sind.
00:34:31: Und so geht's immer weiter!
00:34:32: Und so werden viele Frauen dann zur Pipelbliserin.
00:34:36: Weil sie schon merken, es kommt nicht gut an... wenn ich nur nach mir gucke, wenn ich in Konkurrenz trete.
00:34:43: Wenn ich Aufmerksam mache auf meine Kompetenzen und sage, guckt mal was ich hier tolles gemacht habe!
00:34:48: Dann heißt es immer ja Mensch aber das muss jetzt nicht ganz so repräsentieren.
00:34:52: also wir haben interessante Erwartungen an Frauen.
00:34:55: sie sollen häuslich sein Sie sollen ihr Licht nicht so in den in den Mittelpunkt stellen sie sollen sich um ihr Äußeres kümmern wollen Und Das ist sozusagen der Rahmen indem wir dann Nicht alle Frauen natürlich, aber oft uns auch dann so verhalten dass wir nicht anecken.
00:35:13: Weil ich hab ja schon erwähnt Wir wollen ja Erwartung anderer erfüllen um zur Gruppe zu gehören der menschliche Instinkt und werden besonders oft Mädchen oder junge Frauen und Frauen zu People-Pleasern, wobei auch Männer dieses Phänomen kennen.
00:35:28: Aber das sind so die äußeren Rahmenbedingungen und deshalb brauchen wir vor allem eine Reflexion dieser Erwartung an Mädchen und an Frauen und dass wir in Schulen und Kitas schon erziehende Lehrerinnen sensibilisieren.
00:35:42: dass eben genau solche Sprüche, wie wir brauchen drei starke Jungs für die Tische oder die zwei lieben Mädchen setzen sich jetzt mal zu den chaotischen Jungs.
00:35:50: Dass solche Sätze nicht fallen weil diese sind sozusagen die Basis für dieses Gefühl.
00:35:56: ich muss als Frau immer für Frieden sorgen und ich muss dafür sorgen das es anderen gut geht.
00:36:04: Ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen.
00:36:07: Vielleicht ist das unsere Superpower, aber es muss so sein dass alle anderen auch mitmachen.
00:36:12: also wenn ich total empathisch auf die Welt zu gehe aber alle anderen dann hätten wir eine wunderbare wunderschöne Welt wo keine kriegerischen Konflikte stattfinden weil die Menschen mit Liebe und Wohlwollen positiven Gefühlen aufeinander zugehen würden.
00:36:30: Ich habe heute eine Freundin von mir aus den USA gepostet, sie hat eine Theorie wenn alle Sonnenuntergänge anschauen würden auf der Welt ganz bewusst dann gäbe es keine Kriege mehr.
00:36:43: Das fand ich einen schönen Gedanken und ich hab auch ein Sohn und genau bei dem versuche ich das einfach auf ne schöne Art und Weise auch zu sensibilisieren dass er dass er reflektiert, wenn andere Schmerzen haben.
00:36:57: Wenn er irgendjemand geschubst hat wie fühlt der oder die sich im Zweifel ein Geschwisterkind?
00:37:02: und wie fühlst du dich denn gerade?
00:37:05: Ich bin wütend!
00:37:06: Naja aber vielleicht bist Du auch frustriert, vielleicht shames zu Dich grade, vielleicht fühlste Dich nicht gesehen das man einfach auch ihm hilft mehr emotionale range zu gewinnen und bisschen mehr mehr zu sehen auch bei anderen indem er sich das bei sich erkennen kann und eben auch bei anderen Menschen.
00:37:25: Und damit vielleicht auch wieder eine Großzügigkeit gewinnt.
00:37:29: Ich sage immer, die Menschen, die die Streit anfangen haben ja meistens in sich selber schon ein Problem.
00:37:35: Das musst du auch sehen!
00:37:37: Da wären wir wieder beim People Pleaser und beim bei der emotionalen Antenne.
00:37:40: aber ich fände es schön wenn alle eine emotionale Antenne hätten so wie du gesagt hast.
00:37:45: mehr Männer, die viel gut Manager sind, mehr Männer die insorgenden pflegenden Berufen Jungs, die Erzieher werden wollen.
00:37:54: Die sollen nicht belächelt werden sondern gefeiert und dann hätten wir eine wunderschöne Welt.
00:38:00: Stell dir vor, da könnten wir so locker diese Lücken lassen und könnten so locker dieser Kontrolle abgeben weil jemand einspringt und sagt ach guck mal der gehe ich mal schnell hin und kucke er sieht irgendwie seltsam traurig aus.
00:38:13: Ich frag den Mal ob der ne Umarmung braucht Und ich muss es aber nicht machen Sondern jemand anders könnte das tun.
00:38:20: Und weil, weil ich denke genau wir Frauen sind jetzt nicht dafür da um Männer dazu verändern und unterstützen.
00:38:30: Sondern wir lassen die Lücke stehen.
00:38:34: also denn tatsächlich wenn es ist jetzt die Frage ich stimme dir absolut zu Wenn wir uns einfach Fürsorgearbeit Alltagsorganisationen und das alles gleichberechtigt teilen würden dann wäre die Welt eine bessere.
00:38:46: Denn zeigt sich auch dass aktuell wirklich Studien zeigen In Frauen mit am Verhandlungstisch sitzen ist Frieden wahrscheinlich, also das stimmt insofern.
00:38:55: Und weil ich jetzt aber so auch als Atoren denke, ich schreibe nicht noch ein Buch um Männer zu empowern.
00:38:59: Sondern ich schreib eher im Buch das Frauen lücken lassen und dann dürfen die Männer da reinspringen.
00:39:04: Das glaub ich insofern wichtig, weil Frauen oft an einem Punkt sind wo sie sagen, ich hab überhaupt gar keine Lust mehr mich zu engagieren.
00:39:11: Ich lass es einfach ne?
00:39:13: Und ich habe auch keine Lust.
00:39:14: warum soll ich wieder irgendeinen Mann dazu überreden sich mit Gefühlen auseinanderzusetzen?
00:39:19: also deshalb ist das eher nochmal ein Buch.
00:39:22: Wo kann ich als Frau eine Lücke stehen lassen?
00:39:25: Ich hoffe, dass Männer reinspringen.
00:39:26: Aber wenn sie es nicht tun, kümmere ich mich erst mal um mich anstelle, jetzt wieder Männer zu bitten.
00:39:32: Da haben Frauen keine Lust mehr drauf.
00:39:34: und deshalb auch neunter März-Weltfrauen ... Ach, der Märzweltfrauentag ist, glaub ich, der Achtte?
00:39:40: Mhm!
00:39:41: Genau.
00:39:41: Und neunter März gehen wir auf die Straße, das wäre eine große Hoffnung dass genau das passiert weil viele Frauen einfach sagen ich habe gar keine Lust mehr mich einzusetzen für dieses Thema.
00:39:54: Ich möchte jetzt wirklich mal auf den Tisch schauen und sagen nicht mit mir
00:39:59: Sonst wären wir wieder bei der Männerverstärin, beim Man-Keeping.
00:40:03: Da müsste ich dir ja als Mann erklären hast du schon mal drüber nachgedacht was emotionale Arbeit ist?
00:40:09: und dann schaue ich in die leeren Augen und denk so Puh!
00:40:13: Woran denkt er jetzt wohl gerade?
00:40:15: Ich finde auch und ich habe in deinem Buch nochmal ein schönes neues Wort gefunden.
00:40:21: Für mich auch in dem, wie ich mich sozusagen entwickel auf diesem langen, langen Weg den ich da gehe.
00:40:27: Wie wichtig diese Worte für mich sind.
00:40:29: und ich habe ein tolles Wort gefunden und zwar Empathie.
00:40:34: Ja das ist zurückzuführen auf eine... Psychologin, die Frau Neubrandt hat dieses Wort der Empathie entwickelt.
00:40:46: Einfach auch diese Empathien mit sich
00:40:49: selbst
00:40:50: und das ist genau so eine Lücke, die wir als Frauen oft fühlen weil es uns gar nicht so zugestanden wird und dass jetzt für sich zu entwickeln und eben nicht allein sondern in Unterstützung und Mitunterstützung mit anderen Frauen also mit sich empathisch zu sein.
00:41:07: Das finde ich auch ganz toll, dass die Frau Neubrand dafür extra ein Wort gefunden hat, dass wir es noch besser greifen können in die Empathie.
00:41:14: und diese Empathiede möchte ich mit dem Buch vermitteln.
00:41:17: also was kann ich als Frau auch tun um mir selbst sympathisch zu seien im morgens anzufangen den Tag mit der Frage wie geht's mir eigentlich?
00:41:25: Also ich sage es auch ganz ehrlich zurzeit das ist echt mit dieser ganzen Buchveröffentlichung eine super anstrengende Phase und dann haben meine Jungs heute morgen nur gezangt Und ich war richtig frustriert und... Und ich habe mich noch mal eine dreiviertel Stunde ins Bett gelegt und gelesen, weil ich gedacht hab, ich brauche jetzt irgendwie irgendwas was mir kurz gut tut.
00:41:47: Weil ich sonst dieses Arbeitspensum, das ich heute schaffen muss überhaupt nicht schaffe.
00:41:51: Das gestehe ich mir auch erst zu nachdem ich mich damit viel auseinander gesetzt habe.
00:41:56: Deshalb ist es glaube ich ganz wichtig zu verstehen warum wir oft nicht empathisch mit uns sind.
00:42:01: um das zu verändern zum Beispiel... Ich weiß nicht jede Frau kann sich jeden Morgen doch meine hinlegen!
00:42:07: dass ich das als Selbstständige kann, aber vielleicht diese fünf Minuten mit einem heißen Kaffee auf die Terrasse und sagen so bevor ich jetzt hier loslege in meinem Tageswerk.
00:42:16: Fünf Minuten nur für mich!
00:42:18: Das ist ganz ganz wichtig und das ist manchmal ein Gamechanger und trotzdem natürlich schwer.
00:42:23: Ich weiß
00:42:24: Ja, ich finde auch da schwingt was zweites mit womit ich mich in letzter Zeit beschäftigt habe.
00:42:31: Also wir Feministinnen, wir sagen ja oft.
00:42:33: Wut ist ein Wort was schambehaftet für Frauen, was wir uns neu erschließen müssen.
00:42:38: Female Rage feminist rage.
00:42:41: ich habe da aber noch ein zweites Und zwar ist es Mitleid mit sich selbst.
00:42:46: Mit sich selbst Mitleit haben können und darum hat mich dieses Wort Empathie so angesprochen, weil ich dachte wehleidig sein gibt's was Schlimmeres als weh leidig seien.
00:42:56: spätestens dann muss man schon denken Moment mal was steckt denn da dahinter?
00:42:59: Da dachte ich so das schwingt so viel mit dass man eben genau auch Mal sagen kann Mensch Christina jetzt isst es grad viel Es ist gerade viel.
00:43:10: nein du bist nicht schwach sondern es ist gerade viel und du tust deinen Bestes.
00:43:15: Es ist okay, es ist okay wenn du grade mal nicht
00:43:18: kannst.".
00:43:19: Und das sagen wir uns selber viel zu selten!
00:43:23: Und all diese Rollenmodelle die du da aufgebaut hast in deinem Buch sind alles so.
00:43:28: Durchhalterinnen ja?
00:43:30: Die ziehen durch,
00:43:32: die stellen
00:43:33: noch den Holz-Osterhasen mit einfünfzig Höhe vor die Haustür damit's kuschelig aussieht Die machen das.
00:43:41: Ja, die sehen die kleinen Dinge, die ziehen voll durch.
00:43:45: Aber manchmal sollten wir vielleicht einfach nicht durchziehen.
00:43:47: Vielleicht sollten wir manchmal einfach wirklich wie eine innere Umarmung fühlen und sagen Das ist ein beschissener Scheistag Und du hast alles gegeben Mehr ging nicht Und dir geht's scheiße.
00:44:00: und es ist jetzt so.
00:44:01: Und ich fühl dich Ich fühle jetzt einfach mal und es in Ordnung wehleidig sein.
00:44:07: Das hat wirklich mit Abstand den schlechtesten Ruf.
00:44:10: noch schlimmer, finde ich als Wut und es sollten wir viel öfter miteinander sein.
00:44:14: Empathisch!
00:44:15: Ich liebe dieses Wort.
00:44:16: Nehmt das mit alle die das jetzt hören.
00:44:18: nehmt es mit in diesen Tag oder in dem nächsten falls du jetzt gerade abends hörst.
00:44:22: Empathy für sich selber empathisch sein machen übrigens auch ganz viele Apps wo du irgendwie dein eigenes wohlbefinden tracken sollst und sagen sollst wie gehts dir wirklich grade?
00:44:35: Und das finde ich ganz spannend, also ich glaube dass es viel verändern kann.
00:44:40: Wenn man allein schon dafür sich die Zeit nimmt selbst wenn nicht mal für diesen Kaffee die Zeit hat oder fürs hinlegen, dass man wenigstens sich eingesteht wie geht's mir wirklich gerade?
00:44:52: Wie gehts dir?
00:44:52: okay ja muss ne Sondern dass man wirklich mal sich zumindest selbst sagen darf Es ist beschissen.
00:45:00: Die haben sich heute alle schlecht benommen.
00:45:02: zu mir war niemand nett.
00:45:04: Nein, das war wirklich zu mir niemand nett.
00:45:06: Außer die Frau beim Bäcker!
00:45:08: Das war kein guter Tag.
00:45:10: Morgen muss es anders werden.
00:45:11: Vielleicht kann ich wenigstens daran was schrauben?
00:45:14: Dass ich irgendwie... ...zu mir nett bin oder mir Dinge suche wo ich weiß Es wird eine Sache am Tag passieren.
00:45:22: da ist jemand nett zu mir.
00:45:23: Oder da habe ich etwas Gutes.
00:45:25: Wie zum Beispiel wie du auch sagst dass man vielleicht mal sich einen Termin im eigenen Kalender legt und sagt Ich lege mich hier einen Blog Da bin ich weg.
00:45:34: Habe ich neulich beim Sport mit einer besprochen?
00:45:36: Hat sie gesagt, nee, ist mir auch wurscht!
00:45:38: Ich stelle das Essen dann auf den Tisch und sage ihr seid zu spät gekommen.
00:45:41: Ich bin jetzt leider Donnerstag, achtzehn Uhr immer, tschö.
00:45:46: Funktioniert es geht
00:45:49: ja und das kann man vor allem üben.
00:45:51: also das kann nicht nur alle oder ermutigen das mal auszuprobieren, auch wenn es erst einmal schwerfällt.
00:45:58: Das kann man üben mit ganz kleinen Inselchen die man sich setzt und auch wenn man es erstmal noch nicht so fühlt weil die Gefühle kommen erst hinterher, kann man's intellektuell machen diesen Termin mit sich selbst Und irgendwann fängt man auch an es zu fühlen und dass es einem wirklich besser geht.
00:46:11: und ich finde auch, dass wir Frauen da ein gutes Vorbild unseren Töchtern oder anderen jungen Frauen sein dürfen.
00:46:17: Ich kümmere mich um mich und bin dir als Frau damit auch ein Vorbild in dem ich einfach sage, nicht mit mir.
00:46:24: Hier ist eine Grenze.
00:46:25: Also wer da die Ressourcen hat und sagt, ich lebe das vielleicht auch anderen Frauen vor, tut damit was ganz Heilsames?
00:46:30: Denn dieses indem wir uns so erschöpfen geben wird es von Generation zu Generation weiter vom Mutter-zu-Tochter oder im beruflichen Umfeld dass Frauen immer für andere da sein müssen.
00:46:41: In dem ich vielleicht sage, ich grenz mich hier mal ab.
00:46:43: Ich sag nein empauer ich damit auch andere Frauen.
00:46:46: Nicht, dass jetzt wieder neuer Druck ist also wer das gerade nicht schafft überhaupt nicht, dass Frauen das machen müssen.
00:46:54: Aber indem ich es mir erlaube... Manchmal fällt's leichter sich das zu erlauben weil man weiß damit hat einen Einfluss auf andere und dann erlaupe ich es nur vielleicht im besten Fall auch einfach nur um einer selbst willen.
00:47:06: aber gerade auch Müttern die Töchter haben sag' ich immer Das ist so wichtig, dass dir euch sehen wie ihr euch ausruht!
00:47:14: So richtig mitten auf dem Sofa Am besten inmitten eines Chaos, weil ich habe das schon auch von meiner Mutter und meiner Oma gelernt.
00:47:22: Ich kann mich erst ausruhen wenn alles aufgeräumt ist und diesen Druck kennt viele Frauen.
00:47:27: da ist irgendwie noch Chaos in der Küche und ich kann jetzt gar nicht chillen und dann ärgert man sich mega weil irgendwie der eigene Partner das kann und man selber nicht.
00:47:34: und dann pfeife ich ihn zusammen und sagt wie kannst du hier rumlegen?
00:47:38: Es ist doch noch so viel Chaos in einer Küche Und daher kommt es.
00:47:41: Und das mal so auszuprobieren, einzuüben und eben natürlich auch die Männer von den Männern zu erwarten, dass sie sich mit ums Chaos kümmern.
00:47:49: Das wird's nicht einfach nur liegen sondern danach auch dann zusammen gemeinsam mit anpacken.
00:47:54: Da hab ich einen ganz wichtiger Punkt.
00:47:57: Dass sowas ganz wichtig ist gesagt Ich finde gerade für die Töchter Es ist super wichtig Auch für die Söhne.
00:48:03: Eine Mutter, eine Frau darf einfach in der Mitte von Chaos liegen.
00:48:07: Auch meine spätere Viergutmanagerin darf in der Mitte von Chaos legen.
00:48:12: Das ist in Ordnung nicht nur ich und Ich glaube was noch so ein kritisches kritisches Ding ist aber da komme ich immer wieder drauf und ich habe noch kein Buch dazu gefunden.
00:48:22: Mütter also Omas und Frauen weil da noch so eine große Klippe ist, weil wir das eben genauso gelernt bekommen haben.
00:48:31: Und ich habe das Gefühl dass gerade unsere kleinen feinen emanzipatorischen Schritte die wir jetzt wieder alles wagen werden oft sehr kritisch beäugt weil das so viel infrage stellen würde in den Leben dieser Frauen, die vor uns waren.
00:48:48: Die sich komplett aufgeopfert haben... ...die sich nie darüber nachgedacht haben wo ich da jetzt noch ein Plätzchen für sie ist.. ..die sich gefreut haben wenn sie einen Schnellkochtopf bekommen haben zu Weihnachten oder wie man hier in Südleutschland sagt das größte komplementisch du schaust aber arg abgeschafft aus.
00:49:07: Ich hab sogar mal gehört, dass eine Kosmetikerin echt Probleme hatte ihr Business zu eröffnen ist aber schon länger her.
00:49:13: Also wir sprechen von der Generation vorher weil die Frauen wollten abgeschafft ausschauen und das war nicht gewünscht entspannt auszusehen.
00:49:24: Das würde ja heißen, dass du viel Zeit hast um auszuwohnen.
00:49:27: Ja also das ist tatsächlich denke ich ein Generationenkonflikt und in dem wir natürlich heute auch viel mehr für mehr zeit kämpfen oder uns dafür einen fühlen natürlich manche Frauen, die sich so abgeschafft haben weil das einfach zu ihrer Identität gehörte.
00:49:43: Die fühlen dann ihr Leben in Frage gestellt und das wollen wir natürlich nie dass wir am Ende unseres Lebens noch mal zu hören bekommen ich mache das heute ganz anders.
00:49:51: also indem wir heute uns dafür einsetzen fühlt sich vielleicht so manche, ich sag auch mal schwäbische Hausfrau in ihrem Selbstbild getroffen.
00:50:02: Und deshalb braucht es da auch die Verständigung zwischen den Generationen das Verständnis füreinander.
00:50:06: zum Beispiel auch dass gerade eine schwäbsige Hausfraue in den fünftiger sechziger Jahren auch gar keine andere Option hatte.
00:50:12: Es gab natürlich schon die großen feministischen Wellen aber ich glaube auch grad so auf dem Dorf war das für viele einfach überhaupt nicht umsetzbar und lehbar.
00:50:21: Und darum braucht es, wenn ich den Austausch zwischen der Generation des Verständnis füreinander und das Miteinander und des Empowern auch da denn genau.
00:50:30: Da stecken natürlich auch Konflikte untereinander.
00:50:33: Da sind wir wieder ein Stück bei der toxischen Weiblichkeit, dass wenn ich diese Perspektive nicht hinterfrage mit der ich sozialisiert wurde, dass sich die ja wieder auf andere Frauen übertrage.
00:50:44: also warum kümmert sie sich nicht um ihr aussehen?
00:50:46: Boah!
00:50:46: Bei der sieht's aber chaotisch aus.
00:50:48: auch wieder genau diese toxische Weiblichkeit von Sophia Fritz, dass ich den männlichen Blick nehme und den auf andere Frauen.
00:50:55: Also die männliche Brille und setzt ihn auf und sagt Mensch kann dir das überhaupt tragen?
00:50:59: Das steht ihr aber nicht gut.
00:51:00: oder sag mal warum meckert sie denn ihr Kind so an?
00:51:03: Und das ist diese toxischen Weibigkeit, die entsteht wenn wir eben nicht Generationsübergreifen darüber sprechen.
00:51:08: was waren die Herausforderungen früher für Frauen?
00:51:10: Was sind Sie heute?
00:51:12: und nicht dieses Absprechen von Herausforderung?
00:51:15: So schlimm war es doch früher gar nicht oder heute haben noch alle so viele Unterstützung, sondern das was unter dem Frauen leiden oder gelitten haben auch anzuerkennen und ihre Gefühle nicht wieder in Frage zu stellen.
00:51:29: Ich finde auch da muss man ein bisschen sich orientieren an den Teenagern – da wären wir bei Transgenerational!
00:51:35: Meine Teenage-Tochter die ist total rücksichtslos unordentlich und emotional und wütend wenn sie will….
00:51:44: Und so fürchterlich ist das, finde ich, erkenne mich da sehr selbst wieder.
00:51:48: Ich war wahnsinnig unorganisiert!
00:51:51: Ich war nicht sehr kooperativ als Teenager und auch als junge Frau... ...und dann habe ich mir das so abtrainiert.
00:51:58: Vielleicht muss man wirklich mit sich selber viel mehr Empathie haben.
00:52:02: Muss es nochmal channeln.
00:52:03: in dir steckt auch ein unglaublich schlampiges junges Wesen, das einfach sehr zurechtgezogen wurde.
00:52:11: Ich habe einen ganz schönen Satz von dir gefunden.
00:52:14: Ohne den lasse ich dich nicht gehen ohne den noch mal vorgelesen zu haben und zwar bei OM.
00:52:18: Habe
00:52:19: ich heute Morgen schon im Abo gelesen hast du ein Artikel geschrieben über dein Buch?
00:52:22: Und da steht Den Projektkreislauf zu stoppen und nicht im Automatikmodus als Elfe zu agieren die für andere Glitzer streut.
00:52:31: Das ist ein guter Ansatz.
00:52:33: Ja genau
00:52:36: Das fasst so gut zusammen.
00:52:38: Wir sind hier auch um zu glühen und zu blühen, wie du auch im Buch schreibst und wir uns gibt's auch noch.
00:52:45: Und auch um uns sollten wir uns emotional gut kümmern und sei es eben nur dass man sich eingesteht Wie ist jemand wie es dir geht oder das du einfach ein bisschen Empathie hast Oder dass du vielleicht tatsächlich diese schöne Tasse heiß getränk Im absoluten Chaos trinkst und alle dürfen zuschauen.
00:53:06: Absolut, genau.
00:53:07: Weil du gerade noch so schön Stephan Ebert zitiert hast aus meinem Buch mit dem Glühnen und dem Blühen ist zum Beispiel auch schon eine ganz gute Idee sich mal dieses Lied anzuhören für die Sterne von Stefan Ebert dabei zu singen und zu tanzen weil wenn wir singen könnt ihr alle mal ausprobieren.
00:53:21: jetzt zuhören kann man nicht gleichzeitig sich Sorgen machen und sich schämen und die Tudulisten abarbeiten.
00:53:27: also deshalb nochmal großer Appell an dieses dieses Liet zu hören und dann genau mit sich empathisch zu sein.
00:53:33: und Christina ich bedanke mich schonmal dass ich bei dir zu Gast war und dass du meinem Buch so viel Raum gegeben hast.
00:53:38: Das hat richtig Spaß gemacht, mit dir zu sprechen!
00:53:41: Sehr sehr gerne.
00:53:42: das Lied verlinke ich natürlich sehr gerne in den Show Notes genauso wie dein Buch.
00:53:46: Ich danke dir auch sehr herzlich Und ich hoffe, dass ganz viele diese Podcast-Folge hören Ganz viele dein neues Buch lesen.
00:53:52: Ich wünsche dir ganz viel Erfolg damit Denn die Empathie aus diesem Teufelskreis rauszukommen sich um alles und jeden kümmern zu müssen.
00:54:01: Ich glaube da wird es uns allen sehr viel besser gehen.
00:54:04: Danke schön.
00:54:09: Ich danke allen Unterstützenden, die diesen Podcast auf Steady oder auch über PayPal unterstützen!
00:54:16: Herzlichen Dank.
00:54:17: Valerie aus Zürich in der Schweiz Anna Maria aus Wiesbaden Karin aus Leerte Katrin aus Wildeshausen Patricia aus Berlin Katrin Aus Eichstedt Claudia aus Friedberg Anna aus Marbach Jutta aus Fried Berg Inga aus Bad Hersfeld, Nicole aus Wien Sabine aus Köln Anna aus Sulzbach am Main Silja Maren aus Füssen Gritt aus Berlin Anja aus Norderstedt Ingeborg aus Siegen Turit aus Zürich in der Schweiz.
00:54:53: Beerrit Claudia aus Marbach Stefanie aus Dömen-Rorup Barbis aus Wyn in Österreich Sandra aus Bielefeld Nivenka, Pia aus Potsdam.
00:55:06: Annett aus Felgentreu.
00:55:08: Wiebke aus Gehwelsberg.
00:55:11: Michaela aus Ylitz.
00:55:13: Laura aus Hahn.
00:55:15: Jeanie aus Kirchberg-Andamur.
00:55:17: Corinna aus Konvestheim.
00:55:20: Elfi aus Mabach am Neckar.
00:55:23: Jasmin aus Birmansdorf in der Schweiz.
00:55:27: Monika aus Marbach.
00:55:29: Daniela aus Bolsoya in Norwegen Nicola aus Heidelberg und Lisa aus Marbach.
00:55:37: Danke, danke,
00:55:38: danke!
00:56:08: Das war der Podcast.
00:56:09: Die Leserinnen Redaktion und Moderation Christina Häusler Produktion Christina Hösler Musik Berni Meier.
00:56:20: Danke fürs Zuhören.
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